Freitag, 15. September 2017

Rote Knöllchen

Wie in meinem letzten Post geschrieben das Rezept zu "meinen" Rezept für süßsaure Redieschen.

Zur Zeit gibt es eine wahre Radieschenschwemme. Grund genug die kleinen, gesunden Knöllchen einmal einzulegen. Sehr gut machen sich die eingelegten Dinger übrigens in einem Käse-Wurst-Salat.


Süßsaure Radieschen
für ca. 4-5 Gläser

375 ml Wasser
200 ml Essig
150 g Honig
1 TL Salz
1 TL Pfeffer, grob
2 TL gelbe Senfsaat
2 Bund Radieschen, in dünne Scheiben geschnitten

Alle Zutaten, bis auf die Radieschen, in einen Topf geben und unter Rühren aufkochen. Herd ausschalten und den Sud ca. 10-15 Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit die Radieschen auf Gläser (mit Twist-off- Deckeln oder Bügelgläser) verteilen. Dann den Sud erneut aufkochen lassen und heiß über die Radieschen gießen. Gläser verschließen.

Im Kühlschrank aufbewahrt sollten sich die eingelegten Radieschen ca. 1 Monat halten. Tatsächlich halten sie wesentlich länger.


Donnerstag, 14. September 2017

Wir retten was zu retten ist - jetzt gibt's Saures!

Die Rettungstruppe ist wieder unterwegs. Ziel der stetig wachsenden Gemeinschaft internationaler FoodbloggerInnen ist, sich regelmäßig der "Rettung" von Lebensmitteln zu widmen, welche immer mehr zum Fertigprodukt verkommen. Viele Gerichte kann man nämlich ganz ohne Tütchen und Co. selbst kochen oder backen. Oder einlegen bzw. einkochen wie bei dieser Aktion.

Damit habe ich auch schon verraten um was es dieses Mal geht - wir retten sauer eingelegtes Gemüse und Obst. Ganz lieben Dank an Sina & Susi, die auch dieses Mal wieder eine schöne Rettungsaktion ins Leben gerufen haben. Mir schwebte zu dem Thema so ein wundervolles Rezept vor. Ausprobiert hatte ich es schon vor einiger Zeit und war begeistert. Ich hatte damals auch schon den Post vorbereitet, nur die Fotos fehlten noch. Und als ich die jetzt gemacht hatte musste ich feststellen, dass es bereits zwei Rezepte davon bei der Rettungstruppe gab - und wer will schon drei eventuell sehr ähnliche Rezepte zu süßsauren Radieschen? Das Rezept wird aber trotzdem irgendwann hier auf dem Blog erscheinen. Jedenfalls musste ich umdenken oder auf die Teilnahme verzichten. Da ich aber bereits das letzte Event verpasst habe - irgendwie war ich eine Woche zu spät dran, weil ich den Termin falsch in meinem Kalender notiert hatte - kam das für mich nicht in Frage. Nun gut, ich habe mich dann kurzfristig für eingelegte Champignons entschieden - aber saure Pilze hat schon Obers trifft Sahne. Also wieder Fehlanzeige. Zu meinem Erstaunen hatte aber niemand das ganz klassische Gemüse eingelegt: Gurken oder Kürbis - zumindest soweit ich das sehen konnte. Deswegen gleich zwei Rezepte von mir, denn ich konnte mich einfach nicht entscheiden. Habe ich damit doch schon wieder kleine Mitbringsel...


Eingelegter Gewürz-Kürbis
für 3 Gläser à ca. 500 ml

750 g Kürbisfleisch, geschält und gewürfelt
300 ml Essig
200 ml Wasser
300 g Zucker
3 kleine Chilischoten ohne Kerne, fein gehackt
1 walnussgroßes Stück Ingwer, geschält und fein geschnitten
3 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
1 TL Salz
1 TL Kardamomsaat
1 TL Koriandersaat
1 TL Pfefferkörner
1-2 Sternanis
1 1/2 Stangen Zimt

Backofen auf 150 °C vorheizen. Kürbisfleisch auf die Gläser verteilen. Restliche Zutaten in einen Topf geben und aufkochen. Sud über die Kürbisstücke geben, die Gewürze dabei möglichst gleichmäßig verteilen. Gläser verschließen und in eine ofenfeste Form stellen, die Gläser sollten sich dabei nicht berühren. Vorsichtig so viel heißes Wasser angießen, dass die Gläser ca. 2 cm im Wasser stehen. Im heißen Ofen ca. 30 Minuten sterilisieren.

Ich habe Hokkaido-Kürbis verwendet, sehr gut eignen sich aber auch Butternut- oder Muskat-Kürbis.



Senf-Knoblauch-Gurken im Glas
für 2 Gläser à ca. 500 ml

1 kg Gurken (wer bekommt/hat nimmt Schmorgurken, alternativ Salatgurken)
30 g Senfkörner (gelbe und/oder braune)
1 geh. TL Salz
2 1/2 EL Zucker
75 ml Essig
1 kleine Zwiebel, in Ringe geschnitten
2 ganz frische Zehen Knoblauch, fein gewürfelt
2 EL Meerrettich, frisch geriebenen 

Gurken schälen, halbieren, Kerne herauskratzen und nach Gusto in Stücke schneiden - ich bevorzuge etwas kleinere Stücke. Alle Zutaten in eine Schüssel geben, gut vermengen und zugedeckt über Nacht ziehen lassen damit sich Saft bildet.

Dann auf Gläser (Twist off-, Bügel- oder Weck-Gläser) verteilen und verschließen. Da ich keinen Einmachtopf besitze habe ich die Gurken einfach im Kochtopf eingekocht. Dazu in einen großen Topf ein Gitter oder kochfestes Tuch legen. Nun die Gläser hineinstellen und so viel Wasser einfüllen, dass die Gläser bis zur Hälfte im Wasser stehen. Deckel auf den Topf und 20 Minuten einkochen.




Wer jetzt Lust auf mehr sauer eingelegtes Gemüse und Obst hat, hier geht es zu den Rezepten der MitretterInnen:

Barbaras Spielweise - Zucchini, sauer eingelegt
Bonjour Alsace - Eingelegte Tomaten 
Brittas Kochbuch - Süßsauer eingelegte Radieschen 
genial-lecker - eingelegte Radieschen
German Abendbrot - Eingelegtes Sommergemüse
Obers triftt Sahne - Saure Pilze
Prostmahlzeit, die Turbohausfrau - Essigzwetschken 
Summsis Hobbyküche - Eingelegte Bohnen - süß/sauer