Sonntag, 10. Januar 2016

Geistreiche Sache

Meine Suppenwoche hat ein schnelles Ende gefunden, da ich einen Kurzbesuch im Krankenhaus eingelegt habe. Nach 3 Tagen Krankenhausessen (Höhepunkt: eine dünne Scheibe Hackbraten, bei dem definitiv der Bäcker gewonnen hatte, Päckchenklöße mit brauner Päckchensauce, dazu labbriger Salat mit abgepackter Päckchen-Salatsauce) wollte ich endlich etwas deftig-feines auf dem Teller haben. Vom Markt hat Herr P. am Samstag ein schönes Stück Hirschfilet und ein paar Äpfel mitgebracht - beides gab es dann heute zum Mittagessen.



Medaillons vom Hirschfilet mit karamellisierten Äpfeln und Calvadossahne
für 2 Personen

3 EL Butterschmalz
400 g Hirschfilet, zu Medaillons geschnitten (alternativ ausgelösten Hirschrücken verwenden)
1 kleine Zwiebel, gewürfelt
4 cl Calvados (franz. Apfelbrand)
200 ml Sahne 
1 Knoblauchzehe, ebenfalls gewürfelt
1-2 Zweiglein Thymian
2 Äpfel, geschält und in Spalten geschnitten
Zucker
Salz und Pfeffer

Eine feuerfeste Form in den Backofen stellen und auf 150 °C vorheizen. 1 EL Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Medaillons darin von allen Seiten kräftig anbraten. Herausnehmen und im Backofen ca. 10-15 Minuten fertig garen. In der Zwischenzeit Zwiebelwürfel in der Pfanne anbraten. Mit der Hälfte des Calvados ablöschen, dann Sahne angießen. Knoblauch und Thymian zufügen. Unter Rühren ca. 7 Minuten sanft köcheln lassen. In einer weiteren Pfanne 2 TL Zucker in dem restlichen Butterschmalz vorsichtig hellbraun karamellisieren lassen, mit dem restlichen Calvados ablöschen und die Apfelspalten darin andünsten. Sauce durch ein feines Sieb in einen kleinen Topf gießen. Mit Salz, Pfeffer und ggf. einer Prise Salz abschmecken. Alles warm halten, bis das Fleisch gar ist.

Dann die Medaillons mit den Apfelspalten und der Calvadossahne anrichten. Wir haben Nudeln dazu gereicht.


Dienstag, 5. Januar 2016

Das neue Jahr...

... ist erst ein paar Tage alt. Wie fast jeder habe auch ich ein paar Vorsätze gefasst, die ich auch kulinarisch umsetzten möchte. Ich selbst möchte ein paar Kilo loswerden, denn auch über Weihnachten habe ich viel zuviel gesündigt und bringe jetzt die entsprechenden Kilos auf die Waage.

Leider arbeite ich im Schichtdienst und gerade wenn ich Spätschicht habe, ist die Ernährung nicht immer die gesündeste. Denn wenn ich spät am Abend nach Hause komme, dann habe ich oft nicht wirklich Lust zu kochen und schnell muss es auch noch gehen. Dann habe ich mich an meine Aktion aus dem Jahr 2013 (7 Tage - 7 Suppen) erinnert. Suppen sind, sofern viel Gemüse darin enthalten ist, gesund und schnell gemacht. Mal schauen, ob ich die sieben Tage wieder zusammen bekomme.

Am Montag, also gestern, habe ich es mir einfach gemacht und eine schnelle Gemüsesuppe gekocht. Dazu habe ich einfach alles Gemüse, das bei mir ständig vorrätig ist (Karotten, Kartoffeln und Lauch), geputzt, klein geschnitten, in einen Topf gegeben, mit Wasser, 1 TL Rapsöl und Suppengrundstock weich gekocht. Zuletzt noch mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss abgeschmeckt. Also kein Hexenwerk, das auch noch günsig ist. Nebenbei erwähnt: die Suppe ist vegan und damit auch Trennkost-geeignet.  

Heute gab es dann eine Suppe aus Spitzkohl in Kombination mit getrockneten Tomaten. Ein ähnliches Rezept habe ich einen Kochbuch (oder war es eine Zeitschrift?) gesehen und gedacht, das ist auch mal eine nette Idee. Wie gesagt, ich weiss nicht mehr, wo ich das Rezept gelesen habe und alles, was ich mir merken konnte, waren eben die beiden Hauptzutaten. Aber das macht ja nichts, denn das reicht schon, um selbst ein leckeres Gericht daraus zu zaubern...


Cremesüppchen vom Spitzkohl mit Parmesan und getrockneten Tomaten
für 4-6 Portionen

8 getrocknete Tomaten in Öl
1 kleine Zwiebel, gewürflt
1 Knoblauchzehe, ebenfalls gewürfelt
1 kleiner Spitzkohl, in Streifen geschnitten
2 kleine Kartoffeln, geschält und gewürfelt
200 ml Sahne
100 g frischer Parmesan, gerieben 
Salz und Pfeffer
etwas Thymian zum Garnieren

Die Hälfte der Tomaten fein hacken. 1 EL vom Tomatenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin andünsten, aber keine Farbe nehmen lassen. Dann Kohl, Kartoffelwürfel und die gehackten Tomaten zufügen. So viel Wasser angießen, dass alles gut bedeckt ist. Mit Suppengrundstock würzen. Zugedeckt ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis der Kohl und die Kartoffeln weich sind. In der Zwischenzeit die restlichen Tomaten in feine Streifen schneiden.

Sahne zur Suppe geben und alles mit dem Stabmixer fein pürieren (ggf. noch etwas Wasser zufügen um die richtige Konsistenz zu bekommen). Nochmals kurz erhitzen, dann den Parmesan unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Suppe auf Teller verteilen. Mit den Tomatenstreifen und etwas Thymian garnieren.



Vegan ist diese Suppe zwar nicht, aber immerhin vegetarisch.

Sonntag, 3. Januar 2016

Der Duft von...

... frisch gebackenem Brot zieht durch das ganze Haus. Das ist etwas, was ich am Sonntagmorgen liebe. Auch wenn es mit etwas Arbeit verbunden ist, aber schließlich soll mein Lieblingsmann jeden Tag seine belegten Brote bekommen. Und dafür nehme ich diese Arbeit gerne in Kauf.

In der aktuellen Ausgabe (1/2016) der LandGenuss habe ich ein schönes Rezept für ein Vollkorn-Dinkel-Bierbrot entdeckt, das ich unbedingt nachbacken wollte. Die Menge im ursprünglichen Rezept war mit 250 g Mehl und 4 g Trockenhefe - ich habe die Menge verdoppelt, denn ich finde, dass so ein kleines Brot zu backen wenig effizient ist und wie bitte wiege ich die Trockenhefe ab? Ist doch einfacher, ein ganzes Päckchen zu verwenden. Auch habe ich etwas mehr Bier verwendet, es kann allerdings sein, dass auch die Mehlmenge etwas höher war, da mein Thermomix nicht immer ganz zuverlässig wiegt, die Konsistenz des Teiges war insgesamt wirklich schön. 



Vollkorn-Dinkel-Bierbrot

500 g Dinkelvollkornmehl 
1 Pk. Trockenhefe (7-8g)
1 TL Salz
50 g weiche Butter
300 ml Bier (ich habe 330 ml Schlappe-Seppel verwendet)

Mehl, Hefe, Salz und Butter vermengen. Bier zufügen und im Thermomix 3 Minuten auf Teigstufe zu einem glatten Teig verkneten. Bei Bedarf etwas zusätzliches Wasser oder Mehl zufügen.

Den Teig in eine mit Mehl bestäubte Schüssel umfüllen, mit einem feuchten Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 45 Minuten gehen lassen. (Mein Teig war nach den 45 Minuten noch gar nicht aufgegangen. Also habe ich ihm weitere 30 Minuten gegönnt - mit dem gleichen Ergebnis.)

Dann den Teig halbieren, kräftig durchkneten und zu Laiben formen. Weitere 30 Minuten gehen lassen. Nun sollte man die Brote in den auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) vorgeheizten Ofen geben und 20 Minuten backen. Meine Brote durften allerdings in den kalten Ofen und sich dort an das wärmer werdende Klima gewöhnen. Da sind sie dann auch aufgegangen. Nach ca. 35 Minuten waren sie dann fertig.