Sonntag, 20. Juli 2014

Leichtes Essen

Bevor wir heute wieder Freunde von Herrn P. besuchen, wollten wir noch eine Kleinigkeit essen. Nichts einfacher als das, denn wir haben noch massig Gemüse und Pfifferlinge im Kühlschrank. Und dazu sollte es die Steaks geben, die wir gestern beim hiesigen Dorfmetzger erstanden haben. Herr P. und ich haben uns die Arbeit geteilt, er ist für das Fleisch zuständig und ich für die Beilage. Nachdem es das Gemüse jetzt schon in mehreren Varianten gab, habe ich mich für einen lauwarmen Salat entschieden.


 Lauwarmer Gemüse-Pfifferling-Salat auf mediterrane Art
für 2 - 3 Personen

2 - 3 Karotten, in dünnen Scheiben
1 Kohlrabi, gewürfelt oder gestiftelt
4 kleine Zucchini, gewürfelt
250 - 300 g Pfifferlinge, geputzt
250 g kleine Tomaten, halbiert
3 kleine Knoblauchzehen, in Scheiben
1 EL frische Thymianblättchen
1 Zweig Rosmarin, gehackt
1 kleine Handvoll frischer Basilikum, gehackt
Olivenöl zum Anbraten
Balsamico-Essig
Zucker
Salz und Pfeffer
1 Büffelmozzarella (ca. 125 g)

Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Zuerst die Karotten anbraten, dann Kohlrabi und Zucchini zufügen. Alles zusammen ca. 2 Minuten anbraten, dann Pfifferlinge, Tomaten und den Knoblauch dazu geben. Mit Thymian, Rosmarin, Salz und Pfeffer würzen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 3 Minuten dünsten, das Gemüse sollte noch bissfest sein. In eine Schüssel umfüllen und Balsomico-Essig darüber geben. Gut vermengen und lauwarm abkühlen lassen. Vor dem Servieren nochmals mit Essig, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Gehacktes Basilium unterheben. Zuletzt den in Stücke gezupften Mozarella darüber verteilen.


Bei uns gab es den Salat zusammen mit den Rindersteaks und etwas Brot.

Samstag, 19. Juli 2014

Vegetarischer Samstag

Heute wollten wir nach Töpchin zur Jack Henry-Farm fahren, um dort Wasserbüffel-Fleisch zu kaufen. Seit Herr P. von dieser Farm erfahren hatte, war dies nämlich sein Wunsch. Also haben wir uns auf den Weg gemacht und die Farm nach etwas Suchen auch gefunden. Leider konnten wir kein Fleisch käuflich erwerben, da erst in dieser Woche geschlachtet wurde und das Fleisch noch abhängen muss. Wir haben uns aber mit einer köstlichen Salami und mehrerern Frühstücksknackern vom Galloway-Rind getröstet. Jedenfalls haben wir dann auf dem Weg zum hiesigen Dorfmetzger noch einen schönen Gemüseladen entdeckt, der frische Pfifferlinge zu einem erschwinglichen Preis angeboten hat. Diese Gelegenheit konnten wir uns einfach nicht entgehen lassen und haben gleich ein ganzes Pfund von den leckeren Pilzen gekauft, die mein lieber Mann dann auch noch geputzt hat.




Gratinierte Polenta
für 2 Personen als Hauptgericht oder 4 Personen als Vorspeise

600 ml Milch
1 EL Suppengrundstock
200 g Polenta
Salz & Pfeffer
Muskatnuss
3 EL Butter
1 Zwiebel, gehackt
250 g Champignons, in Scheiben
250 g frische Pfifferlinge, geputzt und in Stücke geschnitten
2 Zehen Knoblauch, fein gewürfelt
1-2 EL frische  Thymianblättchen
1 EL frischer Rosmarin, gehackt
Salz und Pfeffer
2 EL Olivenöl
150 g geriebener Käse  (z.B. Taleggio)

Die Milch in einen Topf geben, mit dem Suppengrundstock würzen und aufkochen. Mit einem Schneebesen die Polenta einrühren. Hitze reduzieren und unter ständigem Rühren 5-10 Minuten zu einem dicken Brei kochen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. 1 EL Butter unterrühren, dann den Brei auf 4 Servierringe verteilen und festdrücken.

Restliche Butter in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel darin 1 Minute andünsten, dann Champignons, Pfifferline, Knoblauch und Kräuter zufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Alles zusammen ca. 2-3 Minuten dünsten. 

Die Polenta aus den Servierringen lösen und in feuerfeste Formen setzten. Pilzmischung darüber verteilen, mit Olivenböl beträufeln und den geriebenen Käse darüber verteilen. 

Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C (Umluft) ca. 10-15 Minuten überbacken, bis der Käse geschmolzen ist.



P.S.: Gerne hätten wir hier noch ein bisschen Werbung für die Jack Henry-Farm gemacht, aber leider gibt es keine Homepage der Familie Simon für die Farm...


Donnerstag, 17. Juli 2014

Frischer Fisch

An das Leben hier in Brandenburg könnte ich mich echt gewöhnen: Sonne, Seen und viel Zeit, auf der faulen Haut zu liegen. Das Einzige, was ich hier vermisse, sind Weinberge und ein guter Wein. Aber wir haben ja vorgesorgt und uns ein paar Fläschchen aus der Wahlheimat mitgebracht, so dass wir diesen auch hier genießen können.

Heute haben wir einen schönen Ausflug gemacht und die Orte der Kindheit von Herrn P. besucht. Es hat sich viel verändert, zum Guten wie auch zum Schlechten. Es gibt hier tatsächlich Orte, die fast ausgestorben sind, denen man ansieht, dass sie regelrecht sterben. Viele schöne Häuser stehen leer und verfallen - was mir persönlich fast das Herz bricht, denn es steckt so viel Potential in ihnen.

Nun gut, ich kann nichts daran ändern, aber im Laufe des Tages sind wir nach Bestensee gekommen. Dort hatten wir vor Jahren einen Karpfen gekauft, der extra für uns aus dem See geholt wurde. Und wir haben Lust auf frischen Fisch bekommen. Also sind wir wieder zu diesem kleinen Fischladen gefahren und haben wirklich frische Forellen gekauft: eine schöne Lachsforelle für Herrn P. und eine etwas kleinere (Bach?-)Forelle für mich. Ihre letzte Ruhestätte haben sie auf einem schönen Gemüsebett gefunden, bevor wir sie genüsslich verspeist haben.





Forellen auf Gemüsebett 
für 2 - 3 Personen

500 g Stangenbohnen, in Stücke geschnitten
250 g frische Champignons, geviertelt
250 g Zucchini, gewürfelt
250 g kleine Tomaten, halbiert
2-3 Kartotten, in dünne Scheiben geschnitten 
1-2 EL frische Thymianblättchen
1 TL frische Rosmarinnadeln, gehackt
1-2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
2 Forellen, gewaschen und ausgenommen (zusammen ca. 600 - 800 g)
1 unbehandelte Zitrone, in Scheiben geschnitten
etwas Butter und Ölivenöl
Salz und Pfeffer

Das Gemüse in eine große Auflaufform legen, mit der Hälfte der Kräuter und Knoblauch vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Alles mit etwas Olivenöl beträufeln. Forellen von innen und außen salzen und pfeffern. Die restlichen Kräuter und Knoblauch in der Bauchhöhle verteilen und ein paar Zitronenscheiben sowie Butterflöckchen hineinlegen. Die Forellen auf das Gemüsebett lehgen, die restlichen Zitronenscheiben und weitere Butterflöckchen darauflegen. Mit Alufolie abdecken und im vorgeheizten Backofen bei 175 °C (Umluft) garen. Der Fisch ist gar, wenn sie die Rückenflossen gut herausziehen lassen. Bei uns hat das ca. 50 Minuten gedauert.

Den Fisch zusammen mit dem Gemüse, der Garflüssigkeit und etwas frischen Baguette servieren.



Freitag, 4. Juli 2014

Carta da Musica

Hää, was bitte? Das dachte ich auch im ersten Moment, als ich das in der neuen Ausgabe von "So isst Italien" gelesen habe. Dahinter verbirgt sich ein sardisches Hirtenbrot, das so dünn wie ein Notenblatt ist - daher auch der Name.

Und um ganz ehrlich zu sein, hat mich dieses Brot so richtig angemacht und es musste heute als Knabberei zum Rohkost-Teller während des WM-Spiels Deutschland-Frankreich herhalten. Allerdings habe ich das Rezept ein kleines bisschen abgewandelt und auch die Backzeit verlängert - nach den angegebenen 7 Minuten war das Brot noch ziemlich labberig.


Pane carasau - Sardisches Hirtenbrot
für ca. 24 Stücke

300 g Dinkelmehl Type 630
200 g Dinkelgrieß
1/2 - 1 TL feines Meersalz
310 ml lauwarmes Wasser
20 g Frischhefe

Mehl, Grieß und Salz in den Thermomix geben. Hefe im Wasser auflösen und zur Meh-Grieß-Mischung geben. 1 1/2 - 2 Minuten auf Teigstufe kneten. Im geschlossenen Mixtopf an einem  warmen Ort 1 - 2 Stunden gehen lassen.

Backofen auf 200 °C (Umluft) vorheizen. Dann aus dem Teig ca. 24 kleine Kugeln formen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche hauchdünn ausrollen. Auf einem mit Backpapier belegten Blech ca. 15 Minuten goldbraun backen.



 Was man mit dem Brot sonst noch alles anstellen kann, das verrate ich Euch demnächst...