Samstag, 31. August 2013

Wir haben ihn!

Den Burrata. Den wir letzte Woche nicht bekommen haben. Den der Chef unserer Käsefrau hinter ihrem Rücken verkauft hat. Aber jetzt haben wir ihn, genauer gesagt: wir haben zwei davon. Und nun wissen wir nicht so genau, was wir damit machen sollen. So viele leckere Rezepte haben wir uns angesehen und können uns nicht entscheiden.


Burrata mit Feige und Rehschinken 
für 4 Personen  als Vorspeise

1 Burrata (ca. 150-200 g)
4 Feigen
1 EL grober Senf
100-150 g Rehschinken in dünnen Scheiben
Salz und Pfeffer
ggf. etwas Thymian zum Garnieren
ggf. Baguette oder Ciabatta

Backofen auf 120 °C (Umluft) vorheizen.

Feigen waschen, abtrocknen, kreuzweise einschneiden und in 4 feuerfeste Formen setzen. Den Burrata vierteln und auf  die Feigen legen. In den Backofen geben und so lange erwärmen, bis der Burrata zu schmelzen beginnt.

Für das Dressing Senf und Balsam-Essig verrühren. Burrata-Feigen auf dem Ofen nehmen, Schinken daneben anrichten und mit etwas Dressing beträufeln. Mit etwas Salz und Pfeffer bestreut servieren.

Gegebenenfalls etwas frisches Baguette oder Ciabatta dazu reichen.



Bei lamiacucina haben wir uns die Anregung zur 2. Variante geholt. Nur hört sich der Rezepttitel bei uns nicht ganz so wohlklingend an, nämlich, schlicht und einfach:

Burrata auf Balsamico-Linsen
für 2 Personen als Hauptgericht oder 4 Personen als Vorspeise

1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
3 EL Olivenöl
200 g Beluga-Linsen
Suppengrundstock
6-8 EL Balsamico-Essig
1 EL grober Senf
2 EL Petersilie, gehackt
1 Burrata (ca. 150 -200 g)
Fleur de Sel und Pfeffer
auf Wunsch etwas Wildschweinsalami (ca. 30-50 g pro Person)

Burrata aus dem Kühlschrank nehmen, damit er Zimmertemperatur annehmen kann. 4 Teller in den Ofen stellen und auf 70 °C aufheizen.

Schalotte und Knoblauch pellen, fein hacken. Mit dem Olivenöl in einem Topf leicht anschwitzen, mit 300 ml Wasser ablöschen, Linsen und 1 TL Suppengrundstock hinzugeben und zugedeckt bei kleiner Hitze ca. 30 Minuten weich köcheln. Die Flüssigkeit sollte fast vollständig eingekocht sein.
Die heißen Linsen mit dem Balsamico, dem Senf und der Petersilie mischen.  Mit Suppengrundstock und Pfeffer abschmecken. Auf vorgewärmten Tellern anrichten. Burrata teilen und auf die Linsen legen Mit Fleur de Sel bestreuen. Die Teller nochmals kurz in den Ofen stellen, bis der Burrata zu zerlaufen anfängt.

Wer möchte, kann die Salami in dünne Scheiben schneiden, darauf verteilen und ggf. mit etwas Brot servieren.



Lieber Robert, danke für das wirklich leckere Rezept. Wir haben allerdings auf die Salami verzichtet - nicht, weil uns diese nicht geschmeckt hätte, aber unser Wildhändler hat Urlaub und wir keine Salami vorrätig. Deswegen bei uns die vegetarische Variante.

Freitag, 30. August 2013

Von den Problemen des Landlebens

Oh weh, oh weh, es ist Kerwe-Zeit. Und das ist bekanntlich DAS Ereignis des Jahres. Vor allem in einem 650-Seelen-Dorf. In einem solchigen wohnen wir nämlich. Und gut, die Kerwe fängt offiziell heute Abend um 18:00 Uhr an. Aber: das reicht ja nicht, denn pünktlich um 16:00 Uhr hat man sich in einem bestimmten Weingut des Ortes einzufinden. Auch wenn ich vorhin noch mal beim Winzer des Vertrauens nachgefragt habe, bin ich mir immer noch nicht sicher, welches der Weingüter (und davon gibt es hier verda...t viele) es denn nun genau ist. Da das Dorf aber so klein ist, dürfte das kein Problem sein - man schaut einfach in die verschiedenen Höfe und innerhalb kürzester Zeit wird man fündig... das ist dann der Vorteil dieses Dorfes!

Jedenfalls sind wir bereits einmal in den Genuss eines solchen (in-)offiziellen Festes gekommen und sind damals ziemlich überrumpelt worden. Was mit "Kommt doch nachher mal auf ein Glas Wein vorbei" begann, endete dann Stunden später im Kelterhaus des nächsten Winzers. Es war ein lustiger (und feuchter) Abend - seither kennen wir auch ein paar Dorfbewohner mehr. Dass der eine der örtliche Dachdecker war, haben wir damals nicht realisiert - aber dieser konnte sich noch gut an Herrn P. erinnern, als wir ihn im Frühjahr zu unserem Dachschaden gerufen hatten.

Jedenfalls ahnen wir heute bereits, was auf uns zukommt und wollen entsprechend gewappnet sein. Das heisst dann im Klartext: erst einmal vernünftiges Mittagessen als Grundlage (das darf dann auch ein bisschen fettiger sein als normal) und dann versuchen, ab und zu an ein Glas Wasser zu kommen. Und damit wir nicht wieder mit leeren Händen kommen, wollte ich eine Kleinigkeit zum Knabbern mitbringen. Chips & Co kommen mir da aber nicht in die Tüte - äh, Körbchen. Das wäre gegen meine Ehre. Aber da ich erst um die Mittagszeit auf diese glorreiche Idee gekommen bin, musste es dann doch etwas schneller gehen. Nichts mit schnell einen Käseteig machen - der hätte zu lange im Kühlschrank ruhen müssen. Aber wofür gibt es fertigen Blätterteig aus dem Kühlregal?


 Herzhafte Blätterteigkissen

2 Packungen Blätterteig aus dem Frischeregal
1 Ei
etwas Milch oder Sahne
Salz
Schwarzkümmel, Blaumohn, Sesam, Kräuter der Provence etc. ...
frisch geriebener Parmesan

Ei mit Milch oder Sahne verrühren. Blätterteig auf der Arbeitsfläche auslegen und mit dem Ei-Gemisch bestreichen. Mit Parmesan und/oder Schwarzkümmel, Blaumohn, Sesam, Kräutern der Provence etc. bestreuen - hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Sofern kein Parmesan verwendet wird, das Ganze mit etwas Salz bestreuen. Mit einem Teigrad (oder Messer) in kleine Stücke schneiden - meine waren ca. 2x3 cm groß. Die Teigstücke mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Umluft) ca. 15 Minuten goldbraun backen. Vor dem Servieren abkühlen lassen.


Die kleinen Teilchen gingen übrigens weg wie warme Semmeln - nächstes Jahr werde ich wohl ein paar mehr machen müssen...

Feige & Ziegenkäse

Cornelia von der Seelenschmeichelei hat eine wunderbare Feigen-Ziegenkäse-Tarte mit Parmaschinken, Rosmarin und Honig gezeigt, die in mir sofort ein Begehren ausgelöst hat. Da ich heute einen freien Tag hatte und Herrn P. mit einem leckeren Essen überraschen wollte, habe ich die feige Ziege einfach mit den mir zur Verfügung stehenden Zutaten nachgebaut - in einer etwas veränderten Variante, da ich kein Honig-Fan bin. Den Parmaschinken (bei mir wäre es Schwarzwälder Schinken geworden) habe ich schlicht und einfach vergessen auf die Tartelettes zu tun, was dem Geschmack aber keinen Abbruch getan hat...


Feigen-Ziegenkäse-Tartelettes mit Thymian für 3 Stück

1 Packung frischer Blätterteig
200 g cremiger Ziegenfrischkäse (mit Kräutern)
100 g Zick de Zwiener (etwas festerer Ziegenfrischkäse)
3 große Feigen
1 EL frische Thymianblättchen
Salz und Pfeffer
ggf. etwas Crema di Balsamico mit Dattel & Feige

Aus dem Blätterteig 3 Kreise ausschneiden und die Tartelettes-Formen damit auskleiden. Böden mehrfach einstechen. Den Ziegenfrischkäse darauf verteilen, glatt streichen und etwas frischen Pfeffer darüber mahlen. Feigen waschen, trocken tupfen und in Scheiben schneiden. Die Tartelettes damit belegen. Thymian darüber streuen.

Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Umluft) ca. 25 Minuten backen. Mit Salz und Pfeffer bestreuen, ggf. etwas Crema di Balsamico darüber träufeln und warm servieren.


Sonntag, 25. August 2013

Ofengenüsse

Jedes Mal, wenn ich Kalbsrippen sehe, denke ich mir, nimm doch mal welche mit. Dieses Mal habe ich es dann getan und 2 Stücke mitgenommen. Gerne hätte ich diese im Kugelgrill langsam vor sich hin smoken lassen (so ähnlich, wie dies mein big Brother vor ein paar Wochen mit den Schweinerippchen getan hat). Leider spielt das Wetter heute nicht mit und so sind die Teile eben im Backofen gelandet. Um trotzdem etwas rauchigen Geschmack an die Sache zu bekommen, habe ich den Rub mit Rauchsalz hergestellt. Natürlich kann man die Kalbsrippchen auch im Kugelgrill oder Smoker machen.


Kalbsrippen aus dem Ofen 
für 3 Personen

1,3-1,4 kg Kalbsrippen (waren bei uns 2 Stück)
2 EL Senf
200 ml Orangensaft

für den Rub:
1 TL Rauchsalz
1 TL brauner Zucker
1/2 TL Koriandersaat
1/2 TL Szechuan-Pfeffer
2 Stücke Langpfeffer
2 kleine Lorbeerblätter
ein paar Rosmarin-Nadeln
1 TL Thymianblättchen frisch (1/2 TL, wenn getrocknet)
Abrieb von 1/2 Zitrone

Alle Zutaten für den Rub in einem Mörser gut zerstoßen und vermengen. 

Die Silberhaut von den Knochen entfernen. Große Fettstücke abschneiden. Fleisch zuerst mit dem Senf, dann mit dem Rub einreiben. In Frischhaltefolie verpackt 6-24 Stunden im Kühlschrank marinieren lassen.

Fettpfanne mit Wasser füllen und auf der untersten Schiene im Backofen bei 125 °C (Umluft) vorheizen.

Die Rippen auf dem Rost legen und über dem Wasserbad 2 Stunden garen. Nach der Hälfte der Zeit wenden. Danach die Rippchen einzeln in Alufolie packen, dabei jeweils 100 ml Orangensaft zufügen. Alles gut verschließen und eine weitere Stunde garen. Nun die Rippchen aus der Folie nehmen, wieder auf den Rost legen. Mit dem Orangensaft bepinseln und Temperatur auf 150 °C erhöhen, nochmals 30 Minuten garen. Dabei immer wieder mit dem Orangensaft bestreichen.

Rippchen aus dem Ofen nehmen, kurz ruhen lassen. Mit Salz und Pfeffer bestreut servieren.


Immer wieder sonntags...

... gibt es seit neuestem Kuchen bei uns. Zumindest so lange sie schnell und unkompliziert zu machen sind. Genau wie diese süßen Teilchen. Die Anzahl hängt übrigens von der Größe der Backformen ab.



Schnelle Blaubeerküchlein 
für 4-6 Stück

1 Packung Blätterteig aus dem Frische-Regal (275 g)
200 g Schmand
2 Eier
30-35 g Vanillezucker
150-200 g frische Blaubeeren
etwas Butter zum Fetten der Backförmchen
ggf. Puderzucker zum Bestäuben

Backofen auf 200 °C (Umluft) vorheizen. Aus dem Blätterteig 4-6 Kreise ausschneiden und in die gefetteten Backförmchen legen. Böden mit einer Gabel mehrmals einstechen.

Schmand, Eier und Vanillezucker gut verrühren. Guss in die Förmchen gießen. Blaubeeren waschen, gut abtropfen lassen und auf dem Guss verteilen. Im vorgeheizten Backofen 20-25 Minuten goldgelb backen.

Wer möchte, kann die Küchlein vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.


Healthy Food

Nachdem wir gestern nun schon einmal in Mannheim waren und in unserem türkischen Supermarkt geshoppt hatten, sind wir noch ein paar Schritte weiter gelaufen und haben auch dem Asia-Laden einen Besuch abgestattet. Deswegen geht es dieses Wochenende in unseren Kochtöpfen recht multi-kulti zu.

Heute um die Mittagszeit haben wir ein kleines Hüngerchen verspürt. Angesichts der Tatsache, dass es in der ganzen Küche nach Koriander roch, haben wir uns für eine Stärkung mit einem asiatisch angehautchen Nudelgericht entschieden. Nun kann ich auch die Enoki-Pilze, die wir im Asia-Laden entdeckt hatten, verarbeiten. Hatte ich bisher noch nie in der eigenen Küche.

Mit diesem Gericht setzten wir nach der gestrigen Unterbrechung unsere vegetarische Woche fort... wobei: heute Abend gibt es wieder Fleisch!


Pfannengerührte Glasnudeln mit Pak Choi und Enoki-Pilzen 
für 2 Personen

100 g Glasnudeln
1 walnussgroßes Stück Ingwer
1 große Karotte
2 kleine Pak Choi
2 Frühlingszwiebeln
200 g Enoki-Pilze
2-3 EL Sojasauce
2 EL Sweet-Chili-Sauce
1/4 TL Koriander, gemahlen
2 EL Sesamöl
Salz und Pfeffer
1/2 Bund frisches Koriandergrün
2 EL Sesam

Ingwer und Karotte schälen. Karotte in feine Julienne schneiden, Ingwer sehr fein würfeln. Pak Choi putzen, waschen und  in Streifen schneiden. Frühlingszwiebel schräg in Scheiben schneiden. Koriandergrün waschen, trocken schütteln und fein hacken. Glasnudeln in heißem Wasser ziehen lassen und in Stücke schneiden.

Sesamöl  in einer (Wok-)Pfanne erhitzen. Zuerst den Ingwer und die Karottenjulienne unter Rühren kurz anbraten, danach die abgetropften Nudeln zufügen. Nach einer Minute Pak Choi und Frühlingszwiebel unterrühren. Alles mit Sojasauce, Sweet-Chili-Sauce und gemahlenem Koriander würzen. Nicht zu lange weiterbraten, denn das Gemüse sollte noch Biss haben. Kurz vor dem Servieren die Enoki-Pilze und Koriandergrün unterrühren.

In Schälchen oder auf Tellern verteilen und mit Sesam bestreuen.


Ach so, wieso es in unserer Küche bereits vor dem Kochen so nach Koriander gerochen hat? Wir haben einen Asia-Suppengrundstock gebastelt aus:

290 g Karotten
220 g Lauch
170 g Sellerie
100 g Petersilienwurzel
100 g Koriandergrün
35 g Pastinake
35 g Petersilie (1/2 Bund)
25 g Ingwer
25 g Knoblauch (1/2 Knolle)
10 Blätter frische Pfefferminze
1 rote Chilischote
1 EL getrocknetes Zitronengras
1 TL Koriandersaat

Machte zusammen 1 kg Gemüse und Kräuter. Das Ganze wurde dann mit 300 g grobem Meersalz im Thermomix püriert, in Schraubgläser gefüllt und darf nun im Kühlschrank auf die Verwendung warten. Hier gibt es noch mehr Suppengrundstock-Varianten.

Samstag, 24. August 2013

Regenwetter

Heute morgen noch strahlender Sonnenschein und jetzt Regenschauer. Genau so war die Wettervorhersage, die nun auch eingetreten ist. Aber wir haben ein gutes Mittel gegen den Regen-Blues: etwas lecker Geschmortes aus dem Backofen. In der neuen LandGenuss (5/2013) liest sich das dann so: Topinambur mit geschmorten Lammkeulen. Leider haben wir keine Lammstelzen bekommen, so dass wir uns mit Beinstücken (müsste das Stück sein, welches bei uns Ellenbogen und Unterarm wären) beholfen haben. Dann haben wir vergessen, auf dem Markt nach Topinambur zu fragen - gesehen hatten wir nämlich keinen. Nun gut, da wir ja schon keine Lammstelzen hatten, konnten wir ja auch das Gemüse ersetzen. Wir müssen uns ja nicht 1:1 an das Rezept halten. So wurden aus den Topinamburknollen einfach kleine Kartöffelchen und ein bisschen Pastinake. Und da wir schon beim Substituieren waren, haben wir die Schalotten durch eigene Zwiebelchen ersetzt und aus dem Rot- wurde Weißwein. Cocktailtomaten haben wir auch zu viele im Garten, also ab in den Topf damit...


Geschmorte Lammbeine mit Gemüse 
für 4 Personen

4 Stücke Lammbein (zusammen ca. 1,2 kg)
350 g kleine Zwiebeln oder Schalotten
10 kleine Zehen Knoblauch
3 mittelgroße Pastinaken
500 g kleine Kartoffeln
250 g Cocktailtomaten

1 EL Tomatenmark
250 ml trockener Weißwein
500 ml Lammfond (vom Selbstgemachten)
2 EL frischer Thymian, gehackt
1 EL frischer Rosmarin, gehackt
Salz und Pfeffer
Olivenöl zum Anbraten

Zwiebeln, Pastinaken und Kartoffeln schälen. Pastinaken in Scheiben schneiden. Tomaten waschen. Fleisch abwaschen, trocken tupfen, salzen und pfeffern.

Öl in einem Bräter erhitzen und das Fleisch von allen Seiten anbraten. Herausnehmen und beiseite stellen. Gemüse und Tomatenmark in die Pfanne geben und ca. 5 Minuten braten. Fleisch wieder in den Bräter geben, mit Wein und Lammfond ablöschen. Thymian und Rosmarin zufügen, alles mit 1 EL Suppengrundstock würzen. Im vorgeheizten Backofen bei 175 °C (Umluft) mit geschlossenem Deckel 2 Stunden schmoren. Dabei das Fleisch ab und zu mit dem Flüssigkeit übergießen.

Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken.


P.S. von der Küchenhilfe: 
Wenn wir ehrlich sind, hätten wir das auch gefuttert, wenn draußen strahlender Sonnenschein gewesen wäre. Wir hatten einfach mal wieder Lust auf lecker geschmortes Lammfleisch und sind heute halt mal wieder im türkischen Supermarkt nicht an der Fleischtheke vorbeigekommen...

Dienstag, 20. August 2013

Evolution

Es ist schon einige Zeit her, dass ich über meinen Kollegen und seine Auffassung von Kochen berichtet habe. Von Tütensuppe über Spaghetti Carbonara mit Lauch hat mich am Wochenende der Beweis für die nächste Stufe erreicht:

Fitness-Schnitzel mit Salat!



Vielleicht hat es ja damit zu tun, dass der liebe Kollege und seine Freundin jetzt in Laufnähe zum Viktualienmarkt wohnen, wo auch die Bio-Pute für das Schnitzel herkommt? Oder inspiriert die neue Küche mit dem großen Kühlschrank?
Wo die Idee zum Gericht herkommt, weiss ich aber genau, haben wir doch so manche Mittagspause in dem kleinen Biergarten in D. verbracht, wo es für ihn IMMER das Fitness-Schnitzel gab (und wahrscheinlich immer noch gibt), egal, was sonst noch auf der Karte war...

Wem noch nicht ganz klar ist, was daran die Fitness-Komponente sein könnte, dem sei verraten, dass die Panierung aus Cornflakes gemacht ist und der Salat als einzige Beilage gereicht wird.

Ich halte Euch auf dem Laufenden, wenn es etwas Neues zu berichten gibt...

Montag, 19. August 2013

Tage wie dieser

Heute war so ein Tag, den man am liebsten vergessen würde - da kommt man nichts ahnend am sehr frühen Morgen ins Büro und eine schlechte Nachricht jagt die andere. Ich kam mir vor wie bei der Bahn in Mainz: ein Teil der Belegschaft in Urlaub, ein kleiner Teil anwesend und der Rest meldet sich nach und nach krank. Da weiss man gar nicht, wo man zuerst einspringen soll. Zu all dem hatte ich selbst auch noch einen Facharzttermin, den ich nicht verschieben konnte. In der Hoffnung, einen guten Tag erwischt zu haben, setzte ich mich Mittags ins Wartezimmer - und wartete dann fast 2 Stunden, um den Doc dann für 10 Minuten sehen zu dürfen. Bye-bye schöner Nachmittag, das war's dann gewesen. Im Büro versucht, das Nötigste aufzuholen, dann verspätet und gehetzt nach Hause gefahren - natürlich Stau auf der Autobahn! Also Umgehung genommen, aber auch die war überlastet. An einem normalen Tag wäre ich kurz nach 15 Uhr zu Hause gewesen, heute war es 17 Uhr!

Mein Magen knurrt, denn vor lauter Stress habe ich den ganzen Tag nichts gegessen - außer einem trockenen Brötchen irgendwann am Vormittag. Jetzt noch einkaufen? - neee, jetzt sind die Rentner unterwegs. Und die anderen Berufstätigen. Also Kühlschrank auf und schauen, was da ist: als erstes lacht mir ein Blumenkohl entgegen. Das Teufelchen im Ohr flüstert "Blumenkohlsuppe?" und bekommt ein entschlossenes "Nein" als Antwort. Die Stimme meldet sich wieder: "Auflauf?" - "Nein!" - "Blumenkohlsalat?" lautet die nächste Frage. Sie erntet nur ein stummes Kopfschütteln. "Was willst Du dann daraus machen?" Um ganz ehrlich zu sein: ich weiss es nicht. Was ist denn noch im Kühlschrank? Pfifferlinge - die sollten eigentlich in die Sauce zu den geplanten Semmelknödeln. Ich bin unentschlossen. Inzwischen ruft das Engelchen von der anderen Schulter: "Der Blumenkohl muss weg." - "Die Pfifferlinge auch!", schreit das Teufelchen. Ich habe genug gehört, soll doch Dr. Google entscheiden. Herrn P. brauche ich in die Entscheidungsfindung erst gar nicht einzubinden, denn mache ich diesem 3 Vorschläge zur Auswahl, dann antwortet er: genau so, als Vorspeise, Zwischengang und Hauptgericht! Eine beliebte Antwort wäre auch: in der Reihenfolge.

Also Dr. Google mit den Wörtern Blumenkohl und Rezept gefüttert, schon kommen die oben genannten Verdächtigen hochgeploppt: Suppe, Auflauf, Salat, paniert, frittiert - in allen möglichen Varianten. Ach so, Blumenkohl polnisch darf ich nicht vergessen. Der scheint auch recht beliebt zu sein. Auf Seite 5 oder 6 erspäht mein Auge einen bekannten Blognamen: Highfoodality. Das hört sich doch mal gut an und verspricht etwas Ausgefallenes - aber hoffentlich nichts Aufwändiges. Uwe scheint die gleichen Probleme zu haben, was macht man mit einem Blumenkohl? Und hat die Antwort: Blumenkohl-Pasta. Cool, was braucht man denn noch dazu? Ich lese etwas von Tomaten - o.k., die gibt es im Moment zu Genüge im Garten. Pasta ist sowieso immer vorrätig. Somit ist die Entscheidung gefallen. Genau im richtigen Moment, denn Herr P. kündigt sein Kommen in 45 Minuten an.



Pasta mit gebratenem Blumenkohl, Tomaten und Pfifferlingen 
für 3 Personen

375 g Pasta (z.B. Maccheroni)
1 mittelgroßer Blumenkohl
1/2 Glas getrocknete Tomaten in Öl (im Kühlschrank gefunden)
200 g frische Pfifferlinge
250 g Cocktailtomaten (aus dem Garten)
100 g frischer Parmesan (der lagert auch immer im Kühlschrank)
1 TL Kapern (Kühlschrankfund)
Suppengrundstock
Zucker
Salz und Pfeffer
1 Prise Kreuzkümmel
Paprikapulver (Pimenton de la Vera)
4-5 Zweige Thymian
1/2 Bund Petersilie

Blumenkohl in kleine Röschen teilen, waschen und gut abtropfen lassen. Knoblauch schälen, Tomaten aus dem Öl holen und beides zusammen fein hacken. Pfifferlinge putzen und ggf. halbieren. Cocktailtomaten waschen und vierteln. Thymianblättchen von den Stängeln zupfen und die Petersilie fein hacken. Parmesan fein reiben.

Pasta in gut gesalzenem Wasser al dente kochen. Das Tomatenöl in einer großen Pfanne erhitzen und den Blumenkohl darin anbraten. Er darf dabei ruhig ein bisschen Farbe bekommen. Knoblauch, Pfifferlinge, getrocknete und frische Tomaten zufügen. Alles 2-3 Minuten braten, dann mit etwas Suppengrundstock, Paprikapulver und Zucker würzen. Bei geschlossenem Deckel ca. 5 Minuten garen.

Pasta abgießen, dabei etwas vom Kochwasser auffangen. Mit dem Gemüse vermengen, ggf. etwas Nudelwasser unterrühren. Abgetropfte Kapern, Parmesan und Petersilie zufügen. Alles mit einer Prise Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer abschmecken.



Danke Uwe, dass Du gleich 2 Rezepte zum Thema Blumenkohl-Pasta veröffentlicht hast (zu finden übrigens hier und hier). Ich habe den Blumenkohl zwar nicht im Backofen gemacht und mich auch nicht wirklich an die Rezepte gehalten, aber dank Deiner Inspiration hast Du unser Abendessen gerettet. Sowohl Engelchen als auch Teufelchen geben endlich Ruhe - samt meinem Magen!

Sonntag, 18. August 2013

Fruchtiges Vergnügen

Habe ich schon einmal erwähnt, dass wir es lieben samstags auf dem Wormser Wochenmarkt einzukaufen? Bestimmt schon mehrmals. Und zur Zeit ist das Angebot üppiger denn je. An jedem Stand gibt es eine andere Leckerei, die uns in Versuchung führt. Und so haben unter anderem die  Zutaten für diesen fruchigen Vorspeisensalat den Weg in unsere Küche gefunden.

Die Essige, die wir für diesen Salat verwendet haben, haben wir schon vor einiger Zeit auf Messen und Märkten bei  GeschmackSache gekauft. Die Mango-Crema gibt es noch nicht so lange, deswegen haben wir sie im Shop (noch?) nicht gefunden.


Fruchtiger Salat mit geräucherter Gänsebrust 
für 2 Personen

1-2 Handvoll bunter Marktsalat
100 g frische Blaubeeren
3 Nektarinen
3 Aprikosen
ca. 10 gelbe Cocktailtomaten (die stammen allerdings aus unserem Garten)
100 g geräucherte Gänsebrust in dünnen Scheiben
4 EL Rapskernöl
1 EL Mango Frucht Crema Essigzubereitung
Salz (Maldon-Salt-Flakes)
Tasmanischer Bergpfeffer

Salat putzen, waschen und trockenschleudern. Blaubeeren und Tomaten waschen, gut abtropfen lassen. Nektarinen und Aprikosen ebenfalls waschen und in Spalten schneiden.

In einer großen Schüssel Öl und Essige miteinander verrühren, Salat und Obst (bis auf die Blaubeeren) damit vermengen. Auf Tellern anrichten, mit Blaubeeren, Tomaten und Gänsebrust garnieren.

Mit Salz und Pfeffer bestreuen. Eventuell mit etwas frischen Baguette servieren.



Sonntagskuchen

Herr P. hat sich Zwetschgenkuchen gewünscht - aber im Gegensatz zum Letzten gibt es dieses Mal einen ohne Hefeboden. Den habe ich durch Mandelstreusel ersetzt.


Zwetschgenkuchen mit Mandelstreuseln

400 g gemahlene Mandeln
250 g Mehl
150 g Zucker
1 EL (10 g) Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Prise Zimt
1 TL Backpulver
250 g sehr kalte Butter
2 EL kaltes Wasser
500 g Zwetschgen 
2-3 EL Zimtzucker (lecker: eine Mischung aus Zucker und Zimtblüte)

300 g Mandeln, Mehl, Zucker Vanillezucker, Salz, Zimt und Backpulver gut vermengen. Butter in kleine Stück schneiden. Alles zusammen mit 2 EL Wasser in den Thermomix geben und Stufe 4-5 zu einem krümeligen Teig verarbeiten.

Den Boden einer Springform (26 cm Durchmesser) mit Backpapier bespannen, 2/3 des Teiges darauf verteilen und gut andrücken. Den Teig und die ausgelegte Springform für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

Zwetschgen vierteln und einsteinen.

Restliche Mandeln auf dem Boden verteilen und mit den Zwetschgen dachziegelartig belegen. Mit Zimtzucker bestreuen und den restlichen Teig darüber krümeln.

Im vorgeheizten Backofen bei 170 °C (Umluft) 50-60 Minuten goldbraun backen. Den Kuchen in der Form abkühlen lassen, dann den Rand vorsichtig von der Form lösen und auf eine Kuchenplatte geben. 


Am allerbesten schmeckt der Kuchen noch warm mit einem Klecks Sahne - hmmmmmmm...

Samstag, 17. August 2013

Die ersten Pfifferlinge

Seit wenigen Wochen gibt es wieder frische Pfifferlinge. Bisher sind wir immer darum herumgeschlichen, aber heute mussten wir einfach welche kaufen. Denn wir hatten so richtig Lust darauf, nachdem ich gestern ein wunderbares Pasta-Gericht mit den leckeren Pilzen in der Weinschänke Krause genießen durfte - so gesehen sind dies hier bereits die zweiten Pfifferlinge in diesem Jahr.

Jedenfalls musste das Gericht einfach nachgebastelt werden. Ein Rezept dazu haben wir natürlich (noch) nicht, aber wir sind ja kreativ...



Papardelle mit frischen Pfifferlingen in Rahm 
für 2-3 Personen

500 g frische Papardelle
200 g frische Pfifferlinge
100 g junger Spinat
100 g Karotten
2 Frühlingszwiebeln
100 ml trockener Weißwein
250 ml Sahne
Zucker
Salz und Pfeffer
Zitronenabrieb (nur ganz wenig)
Butter oder Öl zum Anbraten
ggf. etwas Schnittlauch zum Garnieren

Pfifferlinge putzen und ggf. halbieren. Spinat verlesen, die Stiele entfernen, waschen und trocken schleudern. Karotten putzen und mit einem Sparschäler der Länge nach in dünne Scheiben "hobeln". Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in Ringe schneiden.

In einer großen Pfanne Butter oder Öl erhitzen und die Pfifferlinge darin anbraten. Karottenstreifen und Frühlingszwiebeln zufügen und kurz andünsten. Mit Wein ablöschen, diesen zur Hälfte einreduzieren lassen, dann mit Sahne auffüllen. Mit einer Prise Zucker und Suppengrundstock würzen. 1-2 Minuten köcheln lassen, dann den Spinat in die Sauce geben und zusammenfallen lassen. Mit Salz, Pfeffer und einem Hauch Zitronenabrieb abschmecken.

Parallel zur Sauce die Pasta bissfest kochen, abgießen, dabei etwas Kochwasser auffangen. Pasta mit der Sauce vermengen, eventuell noch etwas Pastawasser zufügen.

Auf Tellern anrichten und mit etwas Schnittlauch garnieren.


Mal wieder: Brot-Experiment

Unser Wilder fährt morgen für 14 Tage in den Urlaub nach Südfrankreich. Grund genug, um uns zu einem neuen Brot-Experiment zu inspirieren. Ich hatte kurz überlegt, ob ich aus dem Teig Baguettes  formen soll, habe mich dann aber für eine Brötchen-Sonne entschieden - schließlich geht es um ein Experiment...



Mediterrane Brötchen-Sonne

1-2 Zehen Knoblauch
100 g getrocknete Tomaten in Öl
350 ml Wasser1 EL Kräuter der Provence
1/2 Würfel Frischhefe (20 g)
1 TL Rohrzucker
1 TL Fleur de Sel175 g Weizenvollkornmehl
350 g Weizenmehl
25 g kernige Haferflocken
etwas Öl und Haferflocken für die Backform
Meersalz-Flakes zum Bestreuen (z.B. Maldon-Salz-Flakes)

Knoblauch pellen und zusammen mit den Tomaten in den Mixtopf geben. 10 Sekunden/Stufe 5 zerkleinern. Mit den Spatel nach unten schieben. Wasser hinzufügen, 2 1/2 Minuten/37 °C/Stufe 1 erwärmen. Kräuter, Hefe, Zucker und Salz zugeben, 5 Sekunden/Stufe 3 verrühren. Mehl und Haferflocken einwiegen. Alles 2 1/2 Minuten/Teigstufe rühren. Den Teig im Mixtopf an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.

Dann den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, kurz durchkneten und in 12 Stücke teilen. Diese zu Bällchen formen und in eine gefettete Backform (z.B. 5 l-Ultra von Tupper) legen. Nochmals 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Backofen auf 50 °C (Umluft) vorheizen.

Die Brötchen mit ein paar Salz-Flakes bestreuen, den Deckel auf die Backform legen und in den Backofen stellen. Temperatur auf 180 °C erhöhen und die Brötchen 30 Minuten backen. Dann den Deckel abnehmen und weitere 10-15 Minuten backen. Die Brötchen-Sonne aus der Form nehmen und nochmals 10 Minuten backen.

Am Besten hat es uns noch lauwarm, nur mit etwas gesalzener Butter bestrichen, geschmeckt.





So sah das Teil übrigens fertig aus. Ganz zufrieden bin ich mit dem optischen Ergebnis nicht - nächstes Mal backe ich das Ganze als Kastenbrot.

Mittwoch, 14. August 2013

Reis-Zeit

Heute habe ich die neue E&T für jeden Tag (09/2013) erstanden. Darin zu finden war ein Rezept für Kräuter-Risotto mit Räucherlachs. Da ich aber mitunter ein fauler Mensch bin und keine Lust auf ständiges Rühren von Risottos verspüre, habe ich das Rezept für den Thermomix abgewandelt und diesem die Arbeit überlassen.


Kräuter-Risotto mit Räucherlachs 
für 4-5 Personen

500 g Risotto-Reis
1 Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
1 EL Pflanzenöl
100 ml Weißwein
1,5 l heißes Wasser
1 Prise Zucker
1-2 EL frische Thymianblättchen
1-2 Stängel Rosmarin, gehackt
1/2 Bund Petersilie
1/2 Bund Schnittlauch
etwas Oregano & Basilikum
100 g Kräuterbutter (z.B. nach diesem Rezept)
100-150 g Parmesan, frisch gerieben
Salz und Pfeffer
250-300 g Räucherlachs

Zwiebel und Knoblauch schälen, in grobe Stücke schneiden und in den Mixtopf des Thermomix geben, 3 Sekunden auf Stufe 5 zerkleinern. Öl zugeben und 2 Minuten bei 100° auf Stufe 1 dünsten. Risotto-Reis zufügen und 3 Minuten bei 100° auf Linkslauf/Stufe 1 dünsten. Mit Weißwein ablöschen, 5 Sekunden auf Linkslauf/Stufe 2 verrühren. Heißes Wasser angießen, Zucker, Thymian, Rosmarin und Suppengrundstock zufügen. 22 Minuten bei 100° auf Linkslauf/Sanftrühren garen, dabei den Messbecher nicht aufsetzen.

Restliche Kräuter fein hacken.  Am Ende der Garzeit zusammen mit der Butter und dem Parmesan unterrühren, gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Lachs in Stücke zupfen und das Risotto damit belegen. Wer möchte, kann das Ganze noch mit ein paar Basilikumblättchen garnieren.


Sonntag, 11. August 2013

Nachgekocht: Beerenfrühstück

Vor einiger Zeit hatten wir bei Freunden einen wahrhaft leckeren "Kuchen" zum Kaffee serviert bekommen. Natürlich musste ich gleich nach dem Rezept fragen. Und habe prompt den Link zum Original-Rezept von Joanna (Liebesbotschaft) bekommen. Kurze Zeit darauf habe ich den "Kuchen" meiner Schwägerin und deren Partner vorgesetzt - auch sie kamen ins Schwärmen.

Und dieses Wochenende gab es diese leckere Versuchung dann zum Frühstück. Neben dem super Geschmack finde ich es einfach klasse, wie schnell und unkompliziert der "Kuchen" zu backen ist. Die Früchte können, je nach Saison, ausgetauscht werden... es sollte halt ein gutes Kilo Obst sein.


Liebesbotschaft's Beerenfrühstück
für 6-8 Portionen

150 g Heidelbeeren
180 g Nektarinen in Spalten
300 g Aprikosen, geviertelt
150 g Himbeeren
380 g rote Johannisbeeren

3 Eier
80 g brauner Zucker
10 g Vanillezucker (1 EL)
100 g Sonnenblumenöl
35 g Milch
170 g feines Dinkelmehl
1 TL Backpulver

Eier, Zucker und Vanillezucker in den Mixtopf geben und 2 1/2 Minuten/Stufe 4 cremig aufschlagen. Öl, Milch, Mehl und Backpulver einwiegen und in 1-2 Minuten auf Stufe 4 zu einem glatten Teig verrühren.

Obst in eine Auflaufform legen, mit dem Teig übergießen und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Umluft) 30-40 Minuten goldbraun backen.

Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben. Schmeckt warm oder kalt.

Samstag, 10. August 2013

Spare Ribs Spezial

Dieses Wochenende haben wir Besuch von meinem "großen" Bruder und seiner besseren Hälfte. Er hat seit seinem Geburtstag einen Kugelgrill von Weber und diese mit Spare Ribs eingeweiht, was ein gewisses Begehren unsererseits nach sich gezogen hat. Nachdem er, wie üblich, gefragt hat, ob er denn etwas mitbringen solle, haben wir ganz fix "Spare Ribs" gerufen. Und so kam es, dass er uns heute als Vorspeise diese köstlichen Ribs zubereitet hat. Er musste zwar etwas mit den Kohlebriketts experimentieren, da unser Weber ein 10 cm größeres Modell ist, aber es ist ihm sehr gut gelungen.

Da wir unsere Holzchips zum Räuchern nicht gefunden haben, haben wir uns einfach mit etwas Rebholz beholfen.

Das Rezept hat mein Bruder übrigens vom Chefkoch übernommen.


... die traurigen Reste ...

Ich musste mich nur um die Beilage kümmern: Zupfbrot - dieses Mal habe ich die 1 1/2-fache Menge meines Rezepts genommen, denn schließlich waren wir zu viert...

Sonntag, 4. August 2013

Wild geDOpft

Hä, geDOpft - was ist denn das, wird sich jetzt der eine oder andere fragen. Kurze Erklärung: ein DOpf ist ein Dutch Oven, in Südafrika auch Potjie genannt. Grob gesagt, handelt es sich dabei um einen gußeisernen Topf mit Deckel, welcher in die Glut gestellt werden kann (also Wildwestromantik pur). Mehr Infos dazu gibt es beim Grillsportverein. Das ist übrigens mein neues Spielzeug...



Als ErstverDOpfung sollte es, ganz klassisch, ein Schichtfleisch geben. Aber wir wären nicht wir, wenn wir diesem Gericht nicht unsere eigene Note geben würden. Also haben wir statt "normalem" Schweinenacken einen Nacken von der wilden Wutz genommen. Denn der ruhte noch im Froster - und der soll ja mal leerer werden. Also das gute Stück im Kühlschrank auftauen lassen und erst mal ein Rub dafür gebastelt.

Wilder Hexen-Rub

20 Pimentkörner
12 Wachholderbeeren
1 EL getrockneter Thymian (aus dem eigenen Garten)
1 EL getrockneter Rosmarin (auch eigene Ernte)
1 EL Knoblauchpulver
2 Lorbeerblätter
1 EL getrocknete Steinpilze (von meiner Mutter gesammelt & getrocknet)
3 Stücke Langpfeffer
1 TL Sechuan-Pfeffer
1 TL brauner Rohrzucker
1 EL grobes Himalaya-Steinsalz (hinterher ist mir eingefallen, dass sich Rauchsalz bestimmt auch gut in der Mischung gemacht hätte)

Nun kann man alles im Mörser ganz fein mahlen. Da die Küchenhilfe allerdings anderweitig beschäftigt war und diesen Part nicht übernehmen konnte, habe ich die Zutaten einfach in die Moulinette geworfen und darin fein gemahlen. Das ging ganz wunderbar und hat keine 15 Sekunden gedauert, bis alles zu meiner Zufriedenheit pulverisiert war. Das nenne ich dann Zeitmanagement.



Wildes Schichtfleisch aus dem DOpf
760 g Wildschweinnacken (600 g hätten auch gereicht)
1-2 EL vom wilden Hexen-Rub
430 g Zwiebeln (ca. 200 g passten rein)
3 Zehen Knoblauch
2 Tomaten
400 g Champignons (ca. 200 g passten rein)
200 g Bacon


Den Nacken in ca. 1 cm dicke/dünne Scheiben schneiden. Mit etwas Rub bestreuen, gut einmassieren, in eine Schüssel legen und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.


In der Zwischenzeit den DOpf mit etwas Öl fetten und mit dem Bacon auskleiden. 


Tomaten waschen, Champignons putzen, Zwiebeln und Knoblauch schälen. Alles in Scheiben schneiden. Nun alle Zutaten abwechselnd in den DOpf schichten, bis sie abfgebraucht oder der DOpf voll ist. Am einfahsten geht das, wenn man den Topf (leicht) schräg stellt.


Den Speck über das Fleisch klappen, ggf. restlichen Speck oben drauf legen. Nun sollte das Ganze etwa so aussehen:


Unser DOpf war, wie wir später festgestellt haben, etwas zu voll. Nun kommt der Deckel drauf und die Grillbriketts können im Anzündkamin zum Glühen gebracht werden. Der DOpf wird auf eine feuerfeste Unterlage gestellt (ich habe ihn einfach in unsere Feuerschale gestellt) und wie folgt befeuert: 4-5 Grillbriketts unten und 8-9 Briketts oben auf den Deckel.



Nach 45 Minuten haben wir mal in den DOpf geschaut - sieht auf jeden Fall mal vielversprechend aus und duftet ganz herrlich. Also Deckel wieder drauf und weiter garen.


Regelmäßig vorgeglühte Grillbriketts nachlegen. 


Nach 3 Stunden war es dann soweit - das Schichtleisch ist fertig. Wunderbar zart und gar nicht trocken.



Als Beilage gab es Ofengemüse und einen schnellen Tomaten-Ruccola-Salat.