Mittwoch, 31. Juli 2013

Salzberge

... ja, ganze Berge von Salz haben wir gehortet.

Alice im kulinarischen Wunderland hat auf ihrem Blog dazu aufgerufen die diversen "Salzsammlungen" zu zeigen und uns ihre 16 Sorten vorgestellt.




Unter den Teilnehmern des Events werden übrigens zwei tolle und sehr hochwertige Bio-Salzpakete von  Konsumgut verlost - also ran an die Gewürzregale oder wo auch immer Ihr Eure Salze aufbewahrt.

Jedenfalls haben wir unsere Salze aus den Schubladen und Schränken zusammengesucht um sie abzulichten. Oh weh, oh weh, was kam da so alles aus der Dunkelheit ans Licht. Aber schaut selbst...

Fangen wir mit dem einfachsten Salz an: ganz gewöhnliches Küchensalz aus dem Supermarkt. Benutzen wir für das Kochwasser von Pasta & Co.



Dieses grobe Salz haben wir einmal aus Verzweiflung gekauft - wir wollten eigentlich ein grobes Meersalz für die Mühle, haben zu diesem Zeitpunkt aber keines bekommen. Gehört definitiv nicht zu unseren Favoriten und kommt demnächst ins Nudelwasser.



Nun zu den nächsten 4 Kandidaten: Himalaya-Salze. Hiervon haben wir 3 feine und 1 grobes. Lustig finde ich, dass die Salze ja eigentlich gar nicht direkt aus dem Himalaya (der ja in Tibet liegt) kommen, sondern aus dessen Vorgebirge in Pakistan. Aber Himalaya hört sich halt richtig gut an.

Das sind unsere "Alltags-Salze" und stehen neben dem Herd zum Nachwürzen. Ab und zu verwenden wir sie auch für den selbstgemachten Suppengrundstock. Le Yack Noir wird allerdings ausschließlich zum Nachwürzen bei Tisch verwendet.


In der nächsten Gruppe sind dann Fleur de Sel und Meersalz zu finden:



Einfaches, grobes Meersalz in weiß und grau - verwenden wir hauptsächlich für die Herstellung von unserem Suppengrundstock und findet sich auch in den Salzmühlen.


Dann haben wir auch noch ein paar Gewürzsalze:


Meersalzflakes mit Chili - was sollen wir zu diesem Salz großartiges sagen... es ist halt Meersalz mit Chiliflocken drin.


Grillgewürzsalz von Hartkorn - dieses Salz war ein Geschenk von meinem Bruder oder von der Schwägerin (so ganz genau wissen wir das nicht mehr). Wir wollen es jetzt nicht schlecht machen, aber eigentlich wird es nur benutzt, wenn es mal schnell gehen muss...


 
Barbeque-Salz von der Gourmetmanufaktur: pikantes Grillsalz, das es als kleines Geschenk bei einem Räucher-Workshop auf der Eat&Style gab. Lecker zu gegrilltem Fleisch. Ist eine special Edition, im Shop nicht käuflich zu erwerben.


Meersalz mit Limette & Koriander von der Epicerie in Heidelberg. Wir lieben Koriander und Limetten. Deswegen musste dieses Salz bei unserem letzten Heidelberg-Besuch unbedingt gekauft werden. Wirklich lecker zu Fisch und Garnelen. Noch ein kurzes Wort zur Epicerie - falls Ihr mal nach Heidelberg kommt, dann besucht diesen Laden. Er liegt zwar etwas versteckt in einem Hinterhof, aber man kann dort wirkliche Schätze entdecken. Sehr empfehlenswert. Mein Liebling!


Meersalz mit Algen aus Frankreich: haben uns die Schwiegertigers als Urlaubsmitbringsel geschenkt. Interessanter Geschmack, wird leider viel zu selten verwendet.






Dann sind hier noch 3 selbst hergestellte Kräutersalze: Rosmarinsalz, Thymiansalz und Salz mit Kräutern der Provence. Eignen sich auch wunderbar zum Verschenken. Der Rosmarin und Thymian stammen übrigens aus dem eigenen Garten. Ich mag sie unheimlich gerne zu Gebratenem oder Gegrilltem. Auch die Zucchini-Pfanne bekommt mit den Salzen den besonderen Kick...



Eine eigene Klasse für sich sind die beiden Rauchsalze, die wir haben:


Dieses feine Hickory-Rauchsalz haben wir beim Pfefferhaus bestellt um ein Raucharoma für unsere selbst hergestellte BBQ-Sauce zu bekommen. Für etwas anderes haben wir es bisher nicht verwendet, da das Raucharoma ist wirklich sehr intensiv ist.


Wikinger Grobes Kalahari-Rauchsalz: Auch dieses Salz hat ein sehr intensives, rauchiges Aroma. Es darf allerdings in der Mühle auf den Tisch und macht sich sehr gut zu Kartoffeln, Ei, Fisch und natürlich Fleischgerichten. Wir haben es von der Eat&Style in Köln mitgebracht. Der Liebling vom Göttergatten.


Nun kommen wir zu den besonderen Salzen:

Persisches Blausalz - setzt schöne, bunte Akzente auf dem Essen. Feiner Geschmack.


Rosa Murray River Salt aus Australien (sollte ich vielleicht mal umfüllen...)

Maldon Sea Salt Flakes (muss ich dazu noch etwas sagen??? - o.k.: lecker)


Rotes Hawai-Salz: ist ein Geschenk von meinem "kleinen" Bruder. Haben wir leider immer noch nicht ausprobiert. Sollten wir einmal ändern. 


Ein letztes Salz: Pökelsalz. Haben wir von unserem Wildhändler bekommen und wird nur äußerst selten eingesetzt - nämlich ausschließlich zur Herstellung von Pasteten und Leberwurst damit diese nicht so eine unappetitliche graue Farbe haben. Es sollte nur ein ganz kleines Gläschen voll sein, er hat es aber gut mit uns gemeint. Nun ist das Gebinde eben etwas größer und wird noch Ewigkeiten reichen.



Uuups, nie hätten wir gedacht, dass wir so viele verschiedene Salze im Haus haben - und nicht, dass jetzt jemand auf Idee kommt, wir würden Salz sammeln. Denn wie hat es Sonja von the whitest cake alive so schön gesagt: es sammelt sich halt einfach an.

Und ja Alice, wir Blogger sind ein bisschen plem-plem! Und wusstest Du, dass Salze richtig schüchtern sein können? Manche wollten sich einfach nicht von Ihrer besten Seite zeigen...

Sonntag, 28. Juli 2013

Sauer macht lustig

Als meine Schwägerin vorhin durch den Garten gewandert ist, hat sie spontan Lust auf eine Sauerampfersuppe bekommen. Da dieses Gewächs bei uns dieses Jahr regelrecht wuchert, wurde sie zum Pflücken desselben abkommandiert, während ich mich an die Zubereitung gemacht habe.

Natürlich war mir von Anfang an klar, dass die Suppe nicht die schöne grüne Farbe haben würde, mit der sie in einschlägigen Zeitschriften abgebildet wird. Trotzdem habe ich - bei Regen - versucht, ein wenigstens einigermaßen schönes Foto zu bekommen.


Sauerampfersuppe aus dem Thermomix 
für 4 Personen

1 Schalotte (50 g)
50 g Butter
2 EL Dinkelmehl (4 EL wären besser)
600 g Wasser
1 EL Suppengrundstock
300 g Sahne
200 g Sauerampfer
Muskatblüte
Zucker
Salz und Pfeffer
Croutons

Schalotte schälen, in den Mixtopf geben und auf Stufe 5 zerkleinern. 50 g Butter zufügen und 2 Minuten/100 °C/ Stufe 1 anschwitzen. Nun Dinkelmehl, Wasser und Suppengrundstock in den Mixi geben, 5 Minuten/100 °C/Stufe 1 kochen lassen.

In der Zwischenzeit den Sauerampfer waschen, trockenschleudern und grob hacken. Zusammen mit der Sahne in den Topf geben, weitere 3 Minuten bei 100 °C/Stufe 1 garen. Dann 10 Sekunden/Stufe 7 pürieren. Mit Muskatblüte, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Suppe mit Croutons servieren.

Dienstag, 23. Juli 2013

Erntezeit ist Einmachzeit

Die Beeren sind reif im Garten. Genauer gesagt Johannisbeeren und Stachelbeeren. Denn die eigenen Erdbeeren sind leider schon durch, sind aber auf dem Markt aber nach wie vor verfügbar. Und so muss die Küchenhilfe schon vor 9 Uhr in die Büsche zum Ernten.

Da wir gerade die letzten Reste der letztjährigen Aufstrich-Produktion verschenken, ist Platz im Schrank und ich kann mich wieder austoben.

Drei-Beer-Saft mit Fruchtmark
ergibt ca. 1,4 kg

870 g rote Johannisbeeren
360 g schwarze Johannisbeeren
530 g grüne Stachelbeeren
350 g Wasser

Alles in einen großen Topf geben und aufkochen. Anschließend 20 Minuten köcheln lassen, dann durch ein feines Sieb streichen, dabei Saft und Mark auffangen. Die Reste im Sieb (Pulpe) können zur Aromatisierung von Essig und Likör verwendet werden.


Drei-Beer-Essig 
(angesetzt 14.07.2013)

200 g Pulpe
350 g Branntweinessig


Drei-Beer-Likör 
(angesetzt 14.07.2013)

250 g Pulpe
150 g brauner Kandis
250 g Klarer (Wodka und/oder Korn)


Für die folgenden Zutatenlisten gilt wie immer: alles in einen großen Topf geben, aufkochen, nach Packungsangabe des Gelierzuckers 3-4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Gelierprobe machen, dann den Aufstrich heiß in gut gespülte und sterlisierte Twist-off-Gläser füllen und verschließen.


Drei-Beer-Gelee mit Vanille
für 5-6 Gläser

1 kg 3-Beer-Saft mit Fruchtmark
2 EL Vanillezucker (selbst gemacht)
500 g Gelierzucker 2:1


Vier-Beer-Aufstrich mit altem Balsamico
für 5-6 Gläser

420 g 3-Beer-Saft mit Fruchtmark
480 g frische Erdbeeren
500 g Gelierzucker 2:1
80 g alter Balsamico-Essig



Mango-Nektarine mit Ingwer
für 5-6 Gläser

250 g Mango
750 g Nektarine
1 walnussgroßes Stück Ingwer
2 cl Mango-Essig
1 TL Zitronensäure
500 g Gelierzucker 2:1


Apricot & Lavender reloaded
für 5-6 Gläser

1 kg Aprikosen
1 frische Blütenähre vom Lavendel
2 cl Zirtonen-Lavendel-Essig
1 TL Zitronensäure
500 g Gelierzucker 2:1



Schwarzwälder Liebe
für 5-6 Gläser

850 g Sauerkirschen, entsteint
1 EL Vanillezucker (vom selbst gemachten)
500 g Gelierzucker 2:1
2 cl Schwarzwälder Kirschwasser (aus der Heimat)
100 g dunkle Schokolade, grob gehackt

Kirschwasser und dunkle Schokolade erst nach dem Kochen, also direkt vor dem Abfüllen zufügen und unterrühren.

Samstag, 20. Juli 2013

Chicken Drumsticks asiatisch

Heute Abend hatte ich keine Lust, mich großartig in der Küche aufzuhalten oder an den Herd zu stellen. Deswegen haben wir die Drumsticks, die ich erstanden hatte, einfach in den Backofen geschoben. Die Beilage in Form von Kartoffeln haben wir auch gleich mit auf das Blech gepackt.


Chicken Drumsticks asiatisch 
für 3-4 Personen

1-1,2 kg Hächnchen-Unterkeulen (Drumsticks)
1 kg kleine Kartoffeln
2-3 EL Sesamsaat

für die Marinade:
6 grüne Kardamomkapseln
1/2 TL Koriandersaat
1/2 TL Kreuzkümmel
1/2 TL Szechuan-Pfeffer
1 walnussgroßes Stück Ingwer
1 rote Pepperoni
3 Zehen Knoblauch
3 EL Sojasauce
3 EL Sesamöl
1 EL Honig

Drumsticks waschen und trocken tupfen.

Kardamom, Koriandersaat, Kreuzkümmel und Pfeffer in einen Mörser geben, gut zerstoßen. Ingwer und Knoblauch schälen, sehr fein hacken (oder über die Reibe ziehen). Peperoni waschen, die Kerne entfernen und in feine Stücke schneiden. Alles zusammen mit den restlichen Zutaten für die Marinade verrühren.

Drumsticks in einen Gefrierbeutel geben, Marinade zufügen, den Beutel verknoten und alles gut vermengen. 1-12 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Drumsticks aus dem Kühlschrank nehmen. Kartoffeln schälen, halbieren und mit den Drumsticks vermengen. Alles auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen. 45-60 Minuten im vorgeheizten Backofen 50-60 Minuten garen.

Vor dem Servieren mit dem Sesam bestreuen.


Mittwoch, 10. Juli 2013

Schuldfrage

Definitiv, das olle *Himmelglitzerdings* ist Schuld, dass es bei uns heute schon wieder kalte Küche gibt. Denn bei Anita gibt es einen Tortellini-Salat. Nun dachte ich ja, ich hätte noch Tortellinis im Kühlschrank - diese haben sich dann aber als Suppenmaultäschle entpuppt (Alzheimer lässt grüßen). Nun gut, die kleinen Dinger lassen sich aber bestimmt auch zu Salat verarbeiten. Nur das Label "vegetarisch" kann ich jetzt eigentlich nicht vergeben. Aber ich tu's trotzdem, denn ursprünglich ist es ja ein Tortellini-Salat - und die gibt es ja in der vegetarischen Version mit Spinat und Ricotta (@Anita: das sind auch meine Lieblinge).

Da wir ja immer noch so viel Blumenkohl haben, ist der mit anderem Gemüse auch gleich in den Salat gewandert...


"Verkleideter" Tortellini-Salat für 3-4 Personen

500 g Suppenmaultaschen (oder Frisch-Tortellini)
1/2 Blumenkohl
250 g Bohnen
4-5 Karotten
2 kleine Zucchini
250 g Cocktailtomaten
250 g Mozzarella
4 Eier
1 EL Senf
8 EL Rapskernöl
4 EL weißer Balsamico oder anderer, milder Essig
Zucker
Salz und Pfeffer
ggf. Petersilie, fein gehackt

Die Eier hart kochen, abschrecken und pellen. Maultaschen (oder Tortellini) nach Packungsangabe kochen, abgießen und etwas abkühlen lassen.

Blumenkohl in kleine Röschen teilen. Bohnen putzen, ggf. halbieren. Karotten schälen, Zucchini putzen und beides schräg in Scheiben schneiden. Wasser in einem großen Topf erhitzen, salzen. Blumenkohl, Bohnen und Karotten hineingeben, 3-4 Minuten köcheln lassen, dann die Zucchinischeiben zufügen. Das Gemüse bissfest kochen, dann alles herausnehmen und kalt abschrecken. Gut abtropfen lassen und zu den Maultaschen geben. Cocktailtomaten waschen, halbieren. 3 Eier in grobe Stücke schneiden. Mozzarella in Stücke rupfen.

Aus Senf, Öl und Essig ein Dressing anrühren, mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken, über die Salat-Zutaten gießen und alles gut vermengen. Entweder lauwarm genießen oder mindestens 1 Stunde ziehen lassen, dann allerdings nochmals abschmecken.

Salat auf Tellern (oder Schüsselchen) anrichten, mit dem restlichen Ei und Petersilie garnieren.


Übrigens: diese gefüllte Hefeblume von Anita will ich unbedingt auch mal machen!

Dienstag, 9. Juli 2013

Kohl-Schwemme

Am Samstag haben wir auf dem Markt einen extra kleinen Blumenkohl erstanden, denn ein normal großer Kopf ist für uns beide in der Regel einfach zu groß. Das ist aber noch keine Schwemme, oder?

Heute kam dann eine Nachbarin, die für zwei Wochen im Urlaub war, zu uns und hat gefragt, ob wir nicht einen Blumenkohl und Kohlrabi haben wollten - ehe wir uns versahen, konnten wir einen großen Blumenkohl und einen Riesen-Kohlrabi unser Eigen nennen. Das kommt nun davon, wenn wir nicht nein sagen können...

Jetzt mussten wir uns überlegen, was wir mit der Kohl-Schwemme anfangen. Hier unsere erste Kreation:


Polenta-Gemüse-Schnitten 
für 12 Stücke

Gemüsebelag:
¼ Blumenkohl (ca. 300 g)
1 Zucchini (ca. 200 g)
2-3 Karotten (ca. 150 g)
200 g Erbsen (TK)
1 Stange Lauch
1/2 Glas getrocknete Tomaten in Öl
1 rote Chilischote
Salz

Polenta:
1 l Milch
250 g Instant-Polenta
2 Zehen Knoblauch, gerieben
Salz und Pfeffer

Guss:
200 g würziger Käse
6 Eier
200 g Schmand
100 ml Milch
100 ml Sahne
3 EL Senf
1 Bund Schnittlauch
Paprikapulver, edelsüß
Salz und Pfeffer
Rucola zur Deko

für den Gemüsebelag:
Das Gemüse putzen, abspülen und vorbereiten: vom Blumenkohl die grünen Blätter und den Strunkansatz entfernen. Blumenkohl in kleine Röschen schneiden. Zucchini an beiden Enden knapp abschneiden und in Scheiben oder Würfel schneiden. Karotten schälen und würfeln. Erbsen auftauen lassen. Lauch putzen, waschen und in Ringe schneiden. Tomaten abtropfen lassen und würfeln. Chilischote längs halbieren, Kerne entfernen und fein würfeln.

Reichlich Salzwasser aufkochen und das Gemüse nacheinander darin kurz vorkochen: Blumenkohl und Karotten 4 Minuten, Zucchini und Erbsen etwa 2 Minuten. Gemüse abtropfen lassen.

für die Polenta:
Milch und geriebenen Knoblauch in einen Topf geben, aufkochen, den Polentagrieß einstreuen und unter Rühren nochmals aufkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen. Fettpfanne mit Backpapier auslegen. Die Polenta gleichmäßig dick darauf verstreichen. Das abgetropfte Gemüse, Lauch, Tomaten- und Chiliwürfel auf der Polenta verteilen.

für den Guss:
Den Käse grob reiben. Schnittlauch waschen, trockenschütteln und in feine Röllchen schneiden. Zusammen mit den Eiern, saure Sahne, Milch, Sahne, Senf und der Hälfte vom Käse verrühren. Mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer würzen, über das Gemüse gießen. Mit dem restlichen Käse bestreuen. In den Backofen schieben und etwa 35 Minuten backen. Die Eiersahne muss fest und gestockt sein. In Stücke schneiden und mit etwas Rucola dekorieren.

Die Schnitten können sowohl warm als auch kalt verzehrt werden.

Montag, 8. Juli 2013

Määäh

Beim Durchforsten des Gefrierschranks nach Grillwürstchen sind mir 1,3 kg Lammhals in die Hände gefallen. Nach wie vor läuft bei uns die Aktion "Gefrierschrank leeren" - also nichts wie ab in die Küche damit. Zwar ist im Moment nicht so unbedingt die "Deftig-Zeit" (denn endlich ist Sommer mit Sonnenschein und 30 °C im Schatten), aber ewig kann man das Fleisch ja auch nicht lagern. Um möglichst wenig Zeit und Arbeit in das Gericht zu investieren, habe ich den Hals nach dem Anbraten einfach in den Backofen geschoben und dort vor sich hinschmoren lassen.


Lammsugo mit Tagliatelle 
für 4 Personen

1,3 kg Lammhals mit Knochen
5 Karotten
2 Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
1 Stange Lauch
1 rote Chilischote
4 EL Tomatenmark
250 ml Weißwein
1 Dose gehackte Tomaten (400 g)
1 Pk. passierte Tomaten (500 ml)
1-2 EL Öl zum Anbraten
250 ml Lammfond
1 EL frische Thymianblättchen
1 TL gehackter Rosmarin
Paprikapulver, edelsüß
Zucker
Suppengrundstock
Salz und Pfeffer

Karotten, Zwiebeln und Knoblauch schälen und würfeln. Lauch putzen, waschen und in Ringe schneiden. Chilischote halbieren, Kerne entfernen und fein hacken.

Backofen auf 175 °C (Umluft) vorheizen. Öl in einem Bräter erhitzen und den Lammhals darin scharf anbraten. Herausnehmen und das kleingeschnittene Gemüse anrösten. Tomatenmark zufügen, ebenfalls anrösten. Mit Weißwein ablöschen. Hals wieder in den Bräter legen, Lammfond, gehackte und passierte Tomaten zugeben. Mit Suppengrundstock, Paprikapulver, Zucker, Salz und Pfeffer würzen. Einmal aufkochen, dann zugedeckt für 3 Stunden im Backofen schmoren lassen.

Hals aus dem Topf nehmen, etwas abkühlen lassen, dann das Fleisch von den Knochen lösen und kleine Stücke reißen. Fleisch zurück zur Sauce geben, gut verrühren und nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit Tagliatelle servieren.


Sonntag, 7. Juli 2013

Kleiner Snack

Am Samstag haben wir im Bio-Markt nicht nur erstklassige Mangos erstehen können, sondern auch leckere Geflügelleber. Nun stehen wir (wieder einmal) vor dem Problem, was wir daraus zaubern sollen, denn manchmal denken wir beim Einkauf nicht darüber nach. Natürlich könnten wir sie einfach in der Pfanne anbraten und gut ist. Herr P. meinte, wir könnten sie auch grillen und/oder einen Burger damit machen. Aber irgendwie ist mir nicht danach. Ich habe eher Lust auf... ? Ich weiss nicht so richtig, aber ich kann ja mal schauen, was mir Dr. Google ist in dieser Hinsicht vorschlägt.


"Crostini" mit Geflügelleber und Apfel

350 g Geflügelleber
1 Schalotte
2 Zehen Knoblauch
1-2 EL frische Thymianblättchen
2 Salbeiblätter, grob geschnitten
5 EL Butter
50 ml roter Portwein
75 ml Schlagsahne
1 TL Pökelsalz
frisch gemahlener Pfeffer

Schalotte und Knoblauch schälen, fein würfeln. Geflügelleber waschen und trockentupfen. 75 g fein, den Rest grob würfeln. 1 EL Butter in einer Pfanne erhitzen und die fein gewürfelte Geflügelleber darin von allen Seiten 1 Minute anbraten. Herausnehmen und zur Seite stellen. Nochmals 1 EL Butter erhitzen und die restliche Leber zusammen mit der Schalotte, Knoblauch, Thymian und Salbei von allen Seiten 2 Minuten kräftig anbraten. Mit rotem Portwein ablöschen und diesen fast einkochen lassen. Schlagsahne einrühren, kurz aufkochen lassen. Alles in einen Mixer geben. 3 EL Butter zufügen. Alles mit Pökelsalz und Pfeffer würzen, fein pürieren. Die Leberwürfel unterrühren und abkühlen lassen, bis die Masse nur noch lauwarm ist.

12 Scheiben Toastbrot
Olivenöl zum Anbraten

In der Zwischenzeit aus dem Toastbrot mit einem  Servierring o.ä. Kreise ausstechen. Mit Olivenöl beträufeln und in einer Pfanne von beiden Seiten goldbraun rösten - das funktioniert auch im Backofen. Dazu die Brotscheiben nebeneinander auf einem Backblech verteilen und mit 50 ml Olivenöl  beträufeln. Dann auf der mittleren Schiene im auf 200 °C vorgeheizten Backofen in  6-8 Minuten goldbraun rösten (Umluft 180 °C).

2 rote Äpfel
1 EL Butter
Salz und Pfeffer

Äpfel waschen, abtrocknen, halbieren und das Kerngehäuse entfernen. Anschließend klein würfeln und in der Butter anschwitzen, salzen, pfeffern und lauwarm abkühlen lassen.

Die Lebercreme auf die gerösteten Brotscheiben streichen und mit den Apfelwürfeln und ggf. Thymian bestreuen.



Normalerweise macht man die Crostini mit Baguette-Scheiben, aber ich hatte keines im Haus. Ich finde, dass die ganze Sache auch wunderbar mit Toastbrot geht...

Erfrischende Limonade

In der aktuellen Ausgabe der LandGenuss (04/2013) habe ich ein interessantes Rezept für eine Rosmarin-Ginger Ale-Limonade entdeckt. Nun ist es so, dass ich gerade kein Ginger Ale zur Verfügung habe, es mich aber in den Fingern juckt, diese Limonade auszuprobieren. Aber man muss sich ja nicht sklavisch an ein Rezept halten- schließlich haben wir Ingwer im Haus und Rosmarin plus Zitronenmelisse im Garten. Daraus kann man doch etwas zaubern, oder? Das ist letztendlich dabei herausgekommen:


Zitronige Ingwer-Limonade mit Rosmarin 
für 1,5 Liter

1 Rosmarinzweig
30 g Ingwer, geschält
100 g Zucker
500 ml Wasser
10 Stängel frische Zitronenmelisse
Saft von 2 Zitronen
1 l Mineralwasser
ggf. Eiswürfel
Zitronenscheiben

Ingwer in dünne Scheiben schneiden. Zusammen mit dem Zucker, Rosmarin und Wasser in einen Topf geben. Aufkochen, dann 5 Minuten köcheln lassen. Topf vom Herd nehmen, Rosmarin entfernen und die frische Zitronenmelisse hineinlegen. Abkühlen lassen, dann durch ein Sieb abgießen - ich habe das Ganze über Nacht ziehen lassen.

In das Melissen-Ingwer-Wasser den Zitronensaft  und das Mineralwasser geben. Gut verrühren. Mit Eiswürfeln und Zitronenscheiben servieren.


Für Alle, die es interessiert noch das Original-Rezept:

4 Rosmarinzweige
500 ml Wasser
100 g Zucker

In einem Topf 5 Minuten kochen lassen, dann den Rosmarin entfernen und abkühlen lassen.

2 EL Zitronensaft
500 ml Ginger Ale
1 l Mineralwasser

zufügen und gut verrühren. Mit Eiswürfeln und Zitronenscheiben servieren.

Samstag, 6. Juli 2013

Kartoffelbrot

Über den Umweg von sozialen Netzwerken bin ich auf den Blog von Joan de Groot gekommen. Joan ist TM-Beraterin in München und nutzt das Gerät entsprechend oft. Jedenfalls hat sie von ihrem Kartoffelbrot aus dem Bräter geschwärmt - das war dann ein Grund, es nachzubacken. Da gestern Bratkartoffeln und heute Kartoffelsalat auf der Kochliste standen, habe ich einfach ein paar Kartoffeln für das Brot abgezwackt. Joan stellt ihre Brote übrigens am liebsten mit einer Salz-Hefe-Lösung her - kannte ich bisher nicht, aber nach dem heutigen Erfolg kann ich das nachvollziehen.

Da mir die 600 g Mehl vom Originalrezpt für ein Brot, das eine Woche reichen soll, nicht genug erschienen, habe ich gleich die eineinhalbfache Menge gemacht.



Pain en Cocotte - Krustiges Kartoffelbrot nach Joan
für ein großes Brot

15 g Frischhefe
150 g Wasser
15 g Stein- oder Meersalz (ich habe Himalaya-Steinsalz verwendet)

3 nicht zu große Pellkartoffeln (ich habe meine gewogen, es waren genau 250 g)
1 1/2 TL Honig
300 g Dinkelvollkornmehl
550 g helles Dinkelmehl (Type 630) - nächstes Mal nehme ich die vollen 600 g
450 g (Kartoffel-)Wasser - also das Kochwasser der Pellkartoffeln

etwas Butter
Haferflocken

Zunächst einmal muss man die Salz-Hefe-Lösung aus der Frischhefe, Wasser und Salz herstellen. Sie soll mindestens 1, maximal 48 Stunden reifen. Meine hatte etwa 2 Stunden Zeit.

Dann die ausgereifte Salz-Hefe-Lösung in den  Mixtopf gießen, die Kartoffeln und den Honig dazu geben. Den Mixi 5 Sekunden auf Stufe 7 drehen lassen. Jetzt Vollkornmehl und helles Mehl einwiegen. Außerdem das Kartoffelwasser zufügen. Den Teig 5 Minuten auf Teigstufe kneten lassen.

Nun muss der Teig an einem warmen Ort gehen. Joan hat dazu den Mixtopf einfach in ein Strandtuch gewickelt und gewartet, bis der Teig nach 2 Stunden den Messbecher angehoben hat. Da ich aber eine größere Menge gemacht habe und Bedenken hatte, ob das Volumen des Mixis ausreicht, habe ich den Teig in eine Schüssel umgefüllt, in einen sauberen Müllbeutel gepackt und ihn auf die sonnige Terrasse gestellt. Nach 80 Minuten war es dann auch bei mir so weit, das Teigvolumen hatte sich gut verdoppelt und der Teig wäre mir fast über den Schüsselrand gekrochen.

Nun kommt der Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche und kann mit einem Spatel bearbeitet werden, bis man eine schöne, geschmeidige Kugel hat. Einen gusseisernen Bräter einfetten und mit Haferflocken ausstreuen. Leider besitze ich keinen entsprechenden Bräter, so dass ich einfach meinen Ultra von Tupper verwendet habe. Nun muss man die recht weiche Teigkugel noch in den Bräter verfrachten, Deckel drauf und ab damit in den kalten Backofen. Den Backofen auf 200 °C (ich habe Umluft gewählt, da im Original-Rezept keine Angaben diesbezüglich zu finden waren) einstellen. Nach 55 Minuten den Deckel abnehmen und das Brot weitere 10 Minuten backen (weitere 5 Minuten würden dem Brot auch nicht schaden).

Nach dem Backvorgang habe ich das Brot aus der Form genommen und noch 15 Minuten im ausgeschalteten Backofen ruhen lassen, bevor es dann ganz abkühlen durfte.


Ich bin echt verblüfft, mit wie wenig Hefe man so ein fluffig-saftiges Brot herstellen kann. Ich bin begeistert - was im Klartext heisst, dass ich dieses Brot bestimmt wieder backen werde. Spätestens wenn meine Schwägerin in drei Wochen zu Besuch ist, denn sie verträgt Weizen nicht (liegt nicht am Gluten, ist irgendwas anderes darin, was nicht gut für sie ist...).