Sonntag, 28. April 2013

Gefährlicher Rosmarin

Rosmarin ist ein wunderbares Würzkraut, das ich im Sommer gerne und viel verwende. Aber auch in den anderen Jahreszeiten wird es regelmäßig in unserer Küche verwendet. Man kann es einfach in die Sauce werfen, es hacken und Fleisch damit bestreuen, zum Aromatisieren von Salz verwenden und wirklich gefährliche Dinge damit machen - zum Beispiel Fisch damit erstechen!

Und genau das haben wir heute mit dem Seeteufel gemacht, den wir gestern an einer gut sortierten Fischtheke in Frankreich erstehen konnten. Ich liebe französische Fischtheken, denn dort ist das Angebot einfach unheimlich groß - eine vergleichbare Theke habe ich bisher nur im KdW in Berlin gefunden. Dort konnten wir uns den Fisch allerdings nicht leisten...

Fisch alleine ist natürlich langweilig und so haben wir uns für die passenden, mediterranen Beilagen entschieden - Ratatouille und Polenta.



Aufgespießter Seeteufel mit Ratatouille und Polenta für 4 Personen

800 g Seeteufel
8 Scheiben Bacon (Frühstücksspeck)
8 Rosmarinzweige
Pfeffer
Öl zum Anbraten

Seeteufel in 8 Stücke schneiden, pfeffern und in den Speck einwickeln. Nadeln von der unteren Hälfte der Rosmarinzweige abstreifen. Enden anspitzen und den Fisch damit aufspießen, so dass der Bacon fixiert ist.

Öl in einer Pfanne erhitzen, den Seeteufel von allen Seiten gut anbraten. Zugedeckt bei mittlerer Hitze garziehen lassen.

Ratatouille

1 Aubergine
3 kleine Zuccini
500 g Tomaten
2 Schalotten
4 Zehen Knoblauch
1 Glas getrocknete Tomaten in Öl
2 EL Tomatenmark
2 große Zweige Thymian
1 TL Pimenton de la Vera (dulce)
Suppengrundstock
Zucker
Pfeffer und Salz

Das Gemüse waschen, putzen, ggf. schälen, in mehr oder weniger große Würfel schneiden und in einen Topf geben. Die getrockneten Tomaten aus dem Öl nehmen und in Stücke schneiden. Thymianblättchen von den Stielen zupfen, zusammen mit dem Tomatenmark und den getrockneten Tomaten zu dem Gemüse geben. Etwas Wasser angießen, Pimenton, etwas Zucker und Suppengrundstock zufügen.

Aufkochen und bei mittlerer Hitze 10-15 Minuten köcheln lassen. Das Gemüse sollte noch leichten Biss haben. Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Polenta

1 L Milch
2 große Zweige Thymian
4-6 Zehen Knoblauch
Salz
250 g Polenta (Instant)
200 g geriebener Käse

Knoblauch andrücken und von der Haut befreien. Die Milch mit dem Salz, Thymian und angedrücktem Knoblauch aufkochen. Abkühlen lassen, dann durch ein Sieb abgießen.

Erneut aufkochen, Polenta einrühren, kurz köcheln lassen, dann den geriebenen Käse unterrühren. Vor dem Servieren ggf. mit Salz abschmecken.

Samstag, 20. April 2013

Brot-Experiment

Herr P. hatte Lust auf selbst gebackenes Brot - genauer gesagt: Sauerteigbrot. Und das schon seit längerer Zeit, nämlich seit wir entdeckt haben, dass noch 2 Päckchen Sauerteig in unserem Küchenschrank schlummern. Und da es draussen zu kalt und windig ist, um im Garten zu arbeiten, haben wir beschlossen, den Tag im Haus zu verbringen. Und so wurde die Idee aufgegriffen und wir (genauer gesagt ich) haben ein Brot-Experiment gewagt. Wenn es etwas wird, dann gibt es demnächst eventuell öfters einmal Sauerteigbrot, denn ich bin mir sicher, dass uns noch einige Varianten einfallen werden...

Sauerteig-Mischbrot (kleines Brot)

68 g Dinkelvollkronmehl (war der Rest)
82 g Dinkelmehl
100 g Roggenvollkornmehl
250 g Weizenmehl
1 TL Fleur de Sel
1/2 TL Zucker
1 Pk. Trockenhefe (7 g)
1 Pk. Sauerteig von Seitenbacher (75 g)
300 ml lauwarmes Wasser

Alle Zutaten zu einem weichen Teig kneten und abgedeckt 15 Minuten ruhen lassen. Dann in eine gefettete Backform (ich habe zusätzlich noch ein paar körnige Haferflocken unten hinein getan) geben und zudegedeckt stehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Backofen auf 220 °C vorheizen. Ein feuerfestes Schüsselchen mit kochendem Wasser auf den Boden des Ofens stellen, dann das Brot auf der untersten Schiene 15 Minuten backen, anschließend die Temperatur auf 180 °C zurückschalten und weitere 45 Minuten backen.


Fazit: das Brot hat eine wunderbare Krume, ist außen knusprig und innen fluffig. Wir wagen zu behaupten: Experiment gelungen und wird bestimmt wieder einmal gebacken (eventuell in Variationen).

Samstag, 6. April 2013

Nachgekocht

Was macht frau, wenn sie Urlaub hat, Männe arbeitet und der 4-köpfige Besuch erst am Abend zum Essen einfällt? Genau, frau surft. Und schaut sich nach schönen Rezepten um. Durch Zufall stolpert man über eine Idee, die als Hauptzutat nach einem Spitzkohl verlangt. Und eben was liegt im Kühlschrank und wartet auf Verwertung? Genau, ein Spitzkohl. Auch die restlichen Zutaten sind vorrätig - wunderbar, ich weiss, was es demnächst als Vorspeise gibt! Nur noch schnell ein Rezept gesucht, aber das ist dank Dr. Google überhaupt kein Problem.

Bei "Schöner Tag noch" habe ich diese Spitzkohl-Quiche mit Ziegenfrischkäse und Feta gefunden. Juliane hatte das Rezept von Bengelchens Chaosleben etwas abgeändert und selbst auch nachgekocht. Mein Rezept ist deswegen ein nachgekochtes Nachkochrezept, das ich auch etwas variiert habe...

Ein weiteres Rezept habe ich übrigens beim "Kleinen Kuriositätenladen" gefunden. Hört sich auch lecker an...



Spitzkohl-Quiche mit Frischkäse und Feta

120 g Weizenmehl
120 g Dinkel-Vollkorn-Mehl
1 TL Salz (Fleur de Sel)
2 Eier
100 g Butter, sehr kalt

500 g Spitzkohl
1 Schalotte
2-3 Zehen Knoblauch
etwas Öl zum Braten
Kümmel, gemahlen
Zucker
Salz und Pfeffer
200 g Frischkäse (am liebsten von der Ziege)
200 g Schmand
3 Eier
250 g Fetakäse

Mehl, Salz, Eier und in Stückchen geschnittene Butter in den Thermomix geben und 1 Minute auf Knetstufe zu einem Teig verkneten. In Frischhaltefolie eingeschlagen 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

In der Zwischenzeit den Kohl vom Strunk befreien und in Streifen schneiden. Schalotte und Knoblauch schälen und fein würfeln. In einem Topf Öl erhitzen, den Kohl, die Schalotten und den Knoblauch darin andünsten und 5 Minuten köcheln lassen. Der Kohl sollte nicht zu weich werden. Mit Kümmel, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Etwas abkühlen lassen.

Frischkäse, Schmand und Eier miteinander verrühren, mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Feta würfeln.

Den Teig so ausrollen, dass er nach allen Seiten etwa 2 cm über die Tarteform übersteht, dann in die Tarteform legen und ringsherum fest andrücken. Mit Backpapier belegen, Backerbsen o.ä. hineingeben und 15 Minuten bei 175 °C (Umluft) blind backen.

Den gegarten Kohl auf dem Boden verteilen, den Eierguß darüber geben und den Feta darauf verteilen. Bei 175 °C in 45-60 Minuten fertig backen.


Samstagsfrühstück

... schlicht und einfach lecker nach dem Marktbesuch ...

Schweizer Wickel mit unserer geliebten Salz-Butter
Handkäse auf Salz-Kümmel-Brötchen

Donnerstag, 4. April 2013

Doppelte Premiere

Gestern haben wir mit unserem Besuch einen Ausflug gemacht - zuerst haben wir Ladenburg unsicher gemacht (leider hatten die für mich wirklich interessanten Geschäfte alle geschlossen), dann sind wir noch ein bisschen nach Heidelberg zum Bummeln gefahren. Auf den Besuch des Schlosses haben wir verzichtet, es war einfach zu kalt und windig.

Gleich am Anfang der Fußgängerzone hatte der WMF-Shop Räumungsverkauf wegen Umbauarbeiten. Da konnte Frau P. nicht widerstehen und musste rein - für mich selbst habe ich nichts gefunden, aber für den kleinen Bruder konnte ich günstig 6 Dessertringe erstehen. So etwas wollte er nach unserer Kulebjaka-Orgie unbedingt auch haben. Gut, so habe ich demnächst wieder ein schönes Geschenk für ihn.

Im nächsten Laden kam die ganze Gang ins Schwärmen: lauter tolle Gewürze! Hier haben wir, neben Tonkabohnen, auch Zimtblüte und ein Kräutersalz (mit Limette und Koriander) erstanden. Tonkabohnen wollte ich schon immer einmal ausprobieren, hatte aber immer das Pech, dass ich dieser nicht habhaft werden konnte. Aber gestern war mir das Glück hold und so habe ich 5 der Bohnen erstanden. Wer also mal nach Heidelberg in die Hauptstraße kommt, der hat bei L' Epicerie eine schöne Auswahl an Gewürzen, Ölen und Schokoladen. Aber Achtung, der Laden liegt etwas versteckt in einem Hof.

Natürlich konnte ich es kaum erwarten, diese berühmt-berüchtigten Böhnchen zu testen. Also schnell im Internet nach einem Rezept recherchiert und mich für Panna Cotta entschieden - ein Dessert, das ich noch nie gemacht habe. Und so kam es dann heute zur doppelten Premiere.

Doppelte Premiere hatte das Gericht übrigens auch bei New Kitch on the Blog, wo ich mir das Rezept vom Mandelkrokant gemopst habe.


Panna Cotta mit Tonkabohne, Zwetschgenkompott und Mandelkrokant (für 6-8 kleine Portionen)

Panna Cotta mit Tonkabohne:
750 ml Sahne
15 g Vanillezucker (vom selbst gemachten)
65 g Zucker
1/2 Tonkabohne, fein gerieben
1 1/2 Pk. AgarAgar (entspricht 15 g)

Sahne, Zucker und Tonkabohne in einen Topf geben, aufkochen lassen, dann 20 Minuten leise köcheln lassen. Nach 15 Minuten AgarAgar einrühren.

Etwas abkühlen lassen, dann auf 8 kleine Förmchen verteilen (ich habe Teelichtgläser vom schwedischen Möbelhaus genommen) und abkühlen lassen. Mindestens 3-4 Stunden kalt stellen.

Zwetschgenkompott:
750 g Zwetschgen (entkernt gewogen)
15 g Vanillezucker
60 g Zucker
1/2 Tonkabohne, fein gerieben

Pflaumen würfeln, zusammen mit dem Zucker und der Tonkabohne in einen Topf geben. Aufkochen lassen, dann unter Rühren 10 Minuten köcheln. Abkühlen lassen.

Mandelkrokant:
125 g Zucker
100 g gehackte Mandeln
2-3 TL Butter

Zucker und Butter in eine Pfanne geben und unter Rühren erhitzen, bis der Zucker leicht bräunt. Mandeln unterrühren und karamellisieren lassen. Auf ein Backpapier geben und abkühlen lassen, dann in kleine Stücke hacken. 


Die Panna Cotta mit einem Messer vom Rand lösen und jeweils auf einen Dessertteller stürzen - ggf. die Form kurz in heißes Wasser tauchen. Das Kompott vorsichtig darum verteilen und mit gehacktem Krokant bestreut servieren. 


Rollbraten vom Wildschwein

Wir haben Besuch und wollen diesem das heimische Wildfleisch nicht vorenthalten. Und so haben wir mal wieder einen Wildschweinbauch bei unserem Kochtopfjäger geordert. Und ganz verlässlich wurde dieser auch geliefert.

Die Frage war dann natürlich wieder: wie zubereiten. Uns schwebte eine Mischung aus der wilden Rolle und dem Mufflonbauch vor, auch ein bisschen Geburtstagswild sollte mit einfließen - zusätzlich sollte das Ganze dann auch noch leicht frühlingshaft angehaucht sein. Aber seht selbst, was dabei herausgekommen ist...



Frühlingshafter Wildrollbraten für 6 Personen

1,6 kg Wildschweinbauch, küchenfertig vorbereitet
100 g Frühstücksspeck (Bacon) in sehr dünnen Scheiben
4 Lauchzwiebeln

Für die Sauce:
1 Scheibe Sellerie
3/4 Knolle junger Knoblauch
3 Zwiebeln
4 Karotten
1 walnußgroßes Stück Ingwer
200 ml Weißwein
1 l Wildfond

Für die Füllung:
700 g Fleischkäsebrät (oder feines Kalbsbrät)
150 ml Sahne
1/2 Bund Bärlauch, gehackt
1/2 Bund Petersilie, gehackt
1/2 Bund Kerbel, gehackt
150 g Karotten, fein gewürfelt und blanchiert
150 g junger Spinat, blanchiert und gehackt
1/4 Knolle junger Knoblauch, gerieben
3 TL Steinpilzpulver
Muskatnuss, Pfeffer, Salz

Die Zutaten für die Füllung gut miteinander vermengen, mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Füllmasse auf dem Wildschweinbauch streichen, mit den Frühlingszwiebeln und dem Bacon belegen. Anschließend aufrollen und gut verschnüren.

Das Saucengemüse schälen, putzen und grob zerteilen. In einem Bräter die Rolle in etwas Öl scharf anbraten, das Gemüse hinzugeben und kurz Farbe nehmen lassen. Mit dem Weißwein ablöschen und dem Wildfond auffüllen.

Im vorgeheizten Backofen (Umluft 175°C) für ca. 2 1/2 - 3 Stunden garen lassen. Das Fleisch aus dem Bräter nehmen und im Ofen warm halten. Sauce durch ein Sieb gießen, 500 ml abmessen, ggf. mit etwas Speisestärke abbinden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Wir haben zum Rollbraten getrüffelten Kartoffelstampf, Spinat und glasierte Mairübchen serviert.

Dienstag, 2. April 2013

Ein Ausflug nach Indien: Ga Archa Meen Kari und mehr

Jetzt wird so mancher denken, was ist denn das? Ganz einfach: es ist ein Fischcurry mit Kokosnuss. Gefunden haben wir das Rezept in einem Kochbuch von Pushpesh Pant. "Indien - Das Kochbuch" ist seit einiger Zeit auf diversen Kochblogs stark vertreten. Auch die Beef hat es irgendwann im letzten Jahr empfohlen. Da es allerdings mit 39,95 € für die deutschsprachige Variante nicht gerade günstig ist, wurde es zu einem Weihnachtswunsch und lag dann vor 4 1/2 Monaten auch unter dem nicht vorhandenen Christbaum *Danke Schwiegertigers*. Das Problem an dem Buch ist, dass man sich einfach nicht entscheiden kann, was man daraus kochen soll. Denn das Buch hat 1000 !!! Rezepte und eines hört sich besser als das andere an. Da hat man dann wirklich die Qual der Wahl. Das war dann auch der Grund, weshalb wir bisher nichts daraus gekocht haben.

Nun sind aber eben jene Schwiegertigers plus Bekannte zu Besuch. Und als diese das Buch durchgeblättert haben, sind sie an oben genannten Rezept hängen gelieben. So wurde uns die Wahl abgenommen - wie praktisch! Also bin ich dann heute ausgezogen und habe die Zutaten zusammengesucht. Leider habe ich nicht alles bekommen, da wir hier buchstäblich auf dem Land wohnen und keinen so guten indischen Markt zur Verfügung haben, wie in Dietzenbach - eigentlich schade, ich mochte diesen kleinen Laden, in dem es so wundervoll roch und man ständig neue Dinge entdecken konnte. Nun gut, ich habe eben improvisiert, denn ich muss ein Rezept ja auch nicht 1:1 übernehmen - oder?

Eine Beilage musste auch noch her. Auf einem Blog, ich weiss nicht mehr bei welchem, wurde von dem Blumenkohl mit Orangen geschwärmt. Also warum nicht? Gesagt - getan! 

Ga Archa Meen Kari (Fischcurry mit Kokosnuss) - Variation von Seite 365

1 kg Fischfilet (Seelachs)
4 EL Pflanzenöl
3 Zwiebeln, gehackt
2-3 EL Ingwer, gerieben
2 Dosen Kokosmilch
1-2 EL Tamarindenpaste
3 Knoblauchzehen, gerieben
Saft und Schale von 1 unbehandelten Zitrone
Zucker
Salz und schwarzer Pfeffer

für die Gewürzmischung:
2 EL Currypulver, mild
2-4 TL Cayennepfeffer (je nachdem, wie scharf man es mag)
1 TL Koriandersaat, gemahlen
1/2 TL Garam Masala
1/2 TL Kardamom
1 1/2 TL Kurkuma
1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
ggf. Koriandergrün

 Fischfilet in ca. 5 cm große Stücke schneiden. Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Gewürzmischung hineingeben und 1 Minute unter Rühren braten, bis die Gewürze duften. Dann den Fisch, Zwiebeln und Ingwer zufügen. Alles gut anbraten, dann mit Kokosmilch ablöschen. Tamarindenpaste, Knoblauch, Zitronenschale- und Saft zufügen. Alles gut vermengen, mit Zucker, Salz und Pfeffer würzen. 5-10 Minuten köcheln lassen. Gegebenenfalls mit frischem Koriander servieren.


Kamala Phoolkopi (Blumenkohl mit Orangen) - Variation von Seite 257

750 g Blumenkohl, in Röschen geteilt
1 TL Kurkuma
4 EL Pflanzenöl
2 Lorbeerblätter
2 Zwiebeln, fein gehackt
1 EL geriebener Ingwer
1-2 TL Garam Masala
1 TL Cayennepfeffer
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL Zucker
3+2 Orangen, filetiert
125 ml Orangensaft
Salz

Blumenkohlröschen in eine große Schüssel geben, Kurkuma hinzugeben. Alles vermengen bis das Gemüse leicht überzogen ist.

Öl in einer Pfanne stark erhitzen, dann die Hitze reduzieren. Blumenkohl hinein geben und unter Rühren 2-3 Minuten braten, bis er hellbraun ist. Herausheben und beiseite stellen. Lorbeerblätter und Garam Masala in die Pfanne geben und 1 Minute unter Rühren braten, bis die Gewürze duften. Ingwer, Zwiebeln, Cayennepfeffer, Kreuzkümmel und Zucker zugeben. Eine weitere Minute braten, bis die Gewürze zu bräunen beginnen. Falls nötig einige Tropfen Wasser zufügen, damit nichts anbrennt. Blumenkohl wieder zufügen, salzen und gründlich umrühren. Orangensaft und Filets von 3 Orangen zufügen, unterrühren. Alles bei schwacher Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen bis die Flüssigkeit fast ganz verkocht ist. Mit den restlichen Orangenfilets garnieren.


Als Beilage haben wir Reis serviert und Menge hat locker für 6 Personen gereicht. Fotos gibt es heute keine, weil wir a) keine Zeit dafür hatten und b) das Gericht optisch jetzt nicht gerade der Bringer ist.


Montag, 1. April 2013

Osterbrunch - Zusammenfassung

Am Ostermontag haben wir zusammen mit unserem Besuch ausgiebig gebruncht. Die meisten Rezepte habe ich bereits separat gepostet, da ich ja immer erst testen muss, ob das Rezept auch gelingt... hier aber die Zusammenfassung...

marinierte Champignons

diverse Aufstriche - vorne rechts und links Schafskäsecreme (mit Kräutern bzw. mediterrane Art)

Gebackenes:
* Herzhaftes Speckbrot
* Osterzopf

Aufstriche:
* Forellenstreich
* Kräuter-Spargel-Aufstrich
* Eier-Senf-Creme
* Schafskäsecreme
* Geflügelleber-Pastete

Sonstiges:
* Marinierte Champignons
* diverse Fruchtaufstriche aus eigener Produktion
* Joghurt mit frischen Früchten
* Fischplatte
* Wurstplatte

Fischplatte mit Räucherlachs, Forellenkaviar, frischem Meerrettich und geräuchertem Forellenfilet

Wurstplatte mit Geflügelleberpastete, Wildschwein-Fleischwurst und thüringer Lachsschinken

Osterbrunch - Brotaufstriche

Zu einem richtigen Osterbrunch gehören natürlich auch diverse Aufstriche...



Würziger Forellenstreich

200 g geräucherte Forellenfilets
200 g Schmand
200 ml Sahne
1 EL Harissa
1 EL Tomatenmark
Salz und schwarzer Pfeffer

2 EL Forellenkaviar und geräuchertes Forellenfilet zum Garnieren

Forellenfilets in grobe Stücke schneiden oder rupfen und mit dem Schmand pürieren. Sahne steif schlagen und zusammen mit Harissa und Tomatenmark unter die Fischmasse heben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Vor dem Servieren mindestens 1 Stunde kühl stellen.

Wir haben vor dem Servieren noch 1 EL Kaviar unter die Masse gehoben, mit einem weiteren EL Kaviar und Forellenfilets garniert.




Grüner Kräuter-Spargel-Aufstrich

500 g grüner Spargel
1/2 Bund Petersilie
1/2 Bund Bärlauch
1 EL Butter
1 TL Mehl
100 ml Gemüsebrühe
Zucker
Salz und Pfeffer
200 g Frischkäse

Spargel waschen, das untere Drittel schälen und in Stücke schneiden. Petersilie und Bärlauch waschen, trocken schütteln und grob hacken.

Butter in einem Topf erhitzen, die Spargelstücke darin 2-3 Minuten dünsten, mit dem Mehl bestäuben und die Gemüsebrühe angießen. Mit Zucker, Salz und Pfeffer würzen. Zugedeckt ca. 10 Minuten garen, bis der Spargel weich ist. Abkühlen lassen.

Petersilie und Bärlauch zufügen, alles fein pürieren. Den Frischkäse unterrühren, nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Wir haben leider keinen grünen Spargel mehr bekommen, deswegen haben wir das Ganze mit weissem Spargel gemacht - funktioniert genauso gut.


Eier-Senfcreme

6 hart gekochte Eier
200 g Schmand
3 EL mittelscharfer Senf
6 TL Gewürzmischung "Café de Paris"
Salz und Pfeffer
2 EL grober Senf
1 Bund Schnittlauch

Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in Röllchen schneiden. Eier pellen, zusammen mit den Schmand, Gewürzmischung und Senf pürieren. Creme mit Salz, Pfeffer und körnigem Senf abschmecken. Schnittlauch unterheben, eventuell etwas als Deko über die Creme streuen.



Osterbrunch - Gebackenes

Zu einem Osterbrunch gehört für mich auf jeden Fall Ostergebäck in Form eines Zopfes oder Kranzes. Zusätzlich habe ich noch ein herzhaftes Brot gebacken.

Herzhaftes Speckbrot

350 g Weizenmehl
200 g Dinkel-Vollkornmehl
15 g weiche Butter
1 EL Zucker
1 TL Salz
30 g frische Hefe
350 ml lauwarmes Wasser (300 ml waren zu wenig)

1 TL Fenchelsaat
175 g Körnermischung
1/2 Bund Bärlauch, gehackt
1/2 Bund Petersilie, gehackt
75g gewürfelter Speck
4 EL kernige Haferflocken
etwas Chilipulver

Wasser, Butter, Zucker und Salz in den Mixi geben. 3 Minuten/50°C/Stufe 1 erwärmen. Dann die Hefe zufügen kurz auf Stufe 4-5 verrühren. Die restlichen Zutaten hinzufügen und 2 Minuten auf Brotstufe kneten (lassen). 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Die restlichen Zutaten unter den Teig kneten und einen Brotlaib formen. auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und weitere 10 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Brotlaib kreuz und quer einritzen, mit Wasser bestreichen und mit etwas Mehl einstäuben. Eine feuerfeste Schale mit kochendem Wasser füllen, in den Backofen stellen und das Brot auf der mittleren Schiene 35-45 Minuten goldbraun backen.




Osterzopf

300 ml Milch
100 g Butter
4 EL Vanillezucker (vom Selbstgemachten)
1 Prise Salz
1/2 Würfel Hefe
550 g Mehl
1 Msp. Kardamom (gemahlen)
1 Msp. Macislüte
Schale von 1 unbehandelten Zitrone

Hagelzucker und/oder Mandelblättchen
1 Eigelb
2 EL Milch

Milch, Butter, Zucker und Salz in den Mixi geben. 3 Minuten/50°C/Stufe 1 erwärmen. Dann die Hefe zufügen kurz auf Stufe 4-5 verrühren. Die restlichen Zutaten hinzufügen und 2 Minuten auf Brotstufe kneten (lassen). Den Teig im Mixi 30 Minuten gehen lassen, bis er das Volumen verdoppelt hat.

Teig in 3 Stücke teilen, rollen und einen Zopf daraus flechten. Nochmals 30 Minuten gehen lassen.

1 Eigelb mit 2 EL Milch verrühren und den Teigling damit einpinseln. Mit Mandelblättchen und/oder Hagelzucker bestreuen. 45 Minuten bei 170°C (Umluft) und weitere 30 Minuten bei 150°C (Umluft) backen.