Sonntag, 17. Februar 2013

Linsen

Als Kind waren Linsen für mich ein Greuel. Ich mochte sie nicht und hatte sie bis vor ein paar Jahren auch völlig aus meiner Küche verbannt. Bis ich die roten Linsen für mich entdeckt habe. Nachdem diese des öfteren unseren Speiseplan bereichert hatten, wurde ich mutiger und traute mich an andere Sorten: schwarze Beluga-Linsen und grüne Le-Puy-Linsen wurden eingekauft, getestet und ebenfalls für gut befunden. Nur mit den Tellerlinsen kann ich mich bis heute nicht wirklich anfreunden.

Angeregt durch grain de sel und Küchentanz sind die Linsen heute eine eher ungewöhnliche Liaison eingegangen - sie wurden mit Pasta kombiniert! Noch ein bisschen Gemüse dazu und fertig war war eine schnelle, sättigende und vegetarische Mahlzeit.


Pasta mit Linsen-Zitronen-Sauce für 2 Personen

5 EL Beluga-Linsen
5 EL Le-Puy-Linsen
250 g Pasta
1 große Karotte
1 Petersilienwurzel
1 Knoblauchzehe
1 kleine Stange Lauch
1/2 - 1 frische Chilischote
1-2 EL Butter
etwas Currypulver
50 ml Weißwein
100 ml Gemüsebrühe
150 g Creme Fraiche
Schale und Saft von einer Zitrone
Koriander, gemahlen
Salz und Pfeffer
Petersilie
Parmesan

Linsen in eine Topf geben und in ca. 25 Minuten bissfest kochen. Karotte, Petersilienwurzel und Knoblauch schälen, fein würfeln. Lauch putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Chili waschen, putzen, entkernen und fein hacken.

Pasta in reichlich Salzwasser al dente kochen. In der Zwischenzeit die Butter in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse zusammen mit etwas Currypulver darin andünsten. Weißwein und Gemüsebrühe angießen, etwas einreduzieren lassen. Creme Fraiche, Zitronenschale und -Saft zugeben. Leicht köcheln lassen, dann die Linsen zufügen und in der Sauce erwärmen. Mit Koriander, Salz und Pfeffer abschmecken.

Pasta abgießen und mit der Sauce vermengen. Mit Parmesan und gehackter Petersilie servieren.

Es ist mal wieder soweit - wir brauchen Suppengrundstock!

Und deshalb hier weitere Variationen zum Thema. Aufgrund des jahreszeitlich begrenzten Angebotes unterscheiden sich die Versionen diesmal hauptsächlich in den Mengenangaben und weniger in den Zutaten.


Suppengrundstock Nummer 11

200 g Karotte
100 g Sellerie
100 g Petersilienwurzel
150 g Lauch
  60 g Schalotte
  50 g Knoblauch
100 g Petersilie

150 g Speisesalz
100 g Himalayasalz


Suppengrundstock Nummer 12

170 g Karotte
160 g Sellerie
100 g Petersilienwurzel
130 g Lauch
  70 g Schalotte
  40 g Knoblauch
  80 g Petersilie

250 g Himalayasalz


und auch diesmal: die Mischungen jeweils grob zerkleinert in den Thermomix (oder einen anderen Mixer) geben und ca. 1 - 1 1/2 Minuten bei Stufe 5 bis zur gewünschten Konsistenz "pürieren". In Twist-off-Gläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Samstag, 16. Februar 2013

Schon wieder Käse am Samstag

Bei meinen Streifzügen durch das www bin ich auf diversen Food-Blogs (z.B. bei Cucina e Passione) auf wunderbare Tartes aux fromages gestoßen. Alleine die Bilder dazu haben mir das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen und haben Begierde in mir ausgelöst. Also habe ich mal wieder den Kühlschrank durchforstet und wurde fündig. Allerdings waren es "nur" 300 g Käse, dafür noch etwas Lauch. Das ist doch auch eine schöne Mischung, oder?



Käse-Lauch-Quiche

120 g Weizenmehl
120 g Dinkel-Vollkorn-Mehl
1 TL Salz (Fleur de sel)
2 Eier
100 g Butter, sehr kalt

300 g Käse (Bergkäse und Cheddar)
150-200 g Lauch
1 Knoblauchzehe
2 EL Öl
250 g Sahne
4 Eier
1 TL Salz (Fleur de sel)
1 TL Pimenton de la Vera, dulce
1/2 TL Kümmel, gemahlen
1 EL Senf
2-3 Zweige Thymian, frisch
1 TL schwarzer Pfeffer

Mehl, Salz, Eier und in Stückchen geschnittene Butter in den Thermomix geben und 1 Minute auf Knetstufe zu einem Teig verkneten. In Frischhaltefolie eingeschlagen 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Backofen auf 220 °C (Umluft 200 °C) vorheizen. Den Käse fein würfeln oder reiben. Lauch putzen, waschen und in feine Ringe scheiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Öl in einer Pfanne erhitzen und den Lauch zusammen mit dem Knoblauch darin ca. 5 Minuten dünsten.

Die Eier, Sahne mit Salz, Pimenton, Kümmel und schwarzem Pfeffer verrühren. Thymianblättchen von den Stängeln zupfen. Tarteform (Durchmesser 28 cm) buttern.

Den Teig so ausrollen, dass er nach allen Seiten etwa 2 cm über die Tarteform übersteht, dann in die Tarteform legen und ringsherum fest andrücken.

Den Boden mit Senf bestreichen, dann den Thymian, schließlich den Lauch und den Käse darauf verteilen. Das Ei-Sahne-Gemisch darüber gießen und noch einmal etwas Pfeffer darüber mahlen.
25-30 Minuten backen. Gegen Ende die Quiche im Auge behalten und rechtzeitig aus dem Ofen holen, bevor sie zu dunkel wird.

 

Dienstag, 12. Februar 2013

7 Tage - 7 Suppen

Hier nun die Zusammenfassung meines Suppenprojekts der letzten Woche...und bis auf den Sonntag bin ich sogar vegetarisch geblieben!



Mittwoch: Pilz-Lauch-Suppe



Samstag: Erbsensuppe


Eines muss ich zugeben - diese Woche war der Pürierstab des öfteren im Einsatz... mal schauen, ob ich das die nächste Woche ändern kann - ich habe nämlich noch so das eine oder andere Suppen- und Eintopf-Rezept auf Lager.

Sonntag, 10. Februar 2013

noch ein Sonntagssüppchen

Ganz sonntagsfein kommt unser heutiges Süppchen daher...


Blumenkohl-Curry-Suppe mit Garnelen für 4 Personen

1 kleiner Blumenkohl
1 Mango
1 Dose Kokosmilch
1 walnussgroßes Stück Ingwer
1 Knoblauchzehe
2-3 EL Sweet-Chili-Sauce
1 TL Thai-Curry-Paste
Suppengrundstock
Zucker
Salz und Pfeffer
etwas Öl zum Braten
1 Bio-Zitrone
1/2 Chilischote
12 Garnelen
frischer Koriander

Knoblauch und Ingwer schälen und fein würfeln (oder reiben). Blumenkohl putzen, waschen, ein paar kleine Röschen zur Seite legen, den Rest grob hacken. Mango schälen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Blumenkohl, Knoblauch, Ingwer und die Hälfte der Mango in einem Topf zusammen mit der Kokosmilch und 500 ml Wasser aufkochen. Mit Zucker, Chili-Sauce, Currypaste und Suppengrundstock würzen. In 10-15 Minuten bei mittlerer Hitze weich kochen. Pürieren, mit etwas geriebener Zitronenschale, einem Spritzer Zitronensaft, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Garnelen waschen, trockentupfen, von der Schale befreien, entdarmen und jeweils 3 auf einen Spieß stecken. Chilischote aufschneiden, von den Kernen befreien und fein würfeln. Garnelenspieße, restliche Mangowürfel, Blumenkohlröschen und den Chili in etwas Öl anbraten. Salzen, mit dem gehackten Koriander und etwas Zitronenschale mischen, auf die Suppe geben und sofort servieren.

Ist sogar eine vegane Suppe, sofern man die Garnelen weglässt!

Zwiebeln & Fleisch = Zwiebelfleisch

Eine einfache Rechnung mit einfachen Zutaten. Und ein leckeres Ergebnis. Nicht immer müssen wir mit viel Chichi kochen. Natürlich machen wir das auch gerne, aber manchmal muss es nicht so wahnsinnig aufwändig sein - schließlich gibt es noch andere Dinge im Leben, als zu kochen. Und auch nicht jeder Leser möchte den Aufwand betreiben, den wir hier ab und zu veranstalten, oder? Deswegen heute ein bodenständiges Gericht, das einfach zuzubereiten ist und ein ordentliches Geschmackserlebnis bringt.


Andrea's wildes Zwiebelfleisch für 4 Personen

1 kg Wildbraten (vorzugsweise aus der Nuss) - ersatzweise Rindfleisch
Öl zum Anbraten
1 l kräftige Wildbrühe
ggf. Suppengrundstock
700 g Zwiebeln oder Schalotten
2 Zehen Knoblauch
2-3 Kartoffeln
Kümmel, gemahlen
Paprikapulver, rosenscharf
Salz und Pfeffer

Fleisch unter kaltem Wasser abspülen und trockentupfen. In große Würfel schneiden. Öl in einem großen Topf erhitzen und das Fleisch darin portionsweise anbraten. Dann die Brühe angießen und bei mittlerer Hitze 45 Minuten köcheln lassen. Sollte es sich um ungewürzte Wildbrühe handeln, mit Suppengrundstock nachwürzen.

In der Zwischenzeit die Zwiebeln/Schalotten schälen und achteln. Knoblauch schälen und fein hacken. Kartoffeln schälen und in ca. 1/2 cm große Würfel schneiden. Zwiebeln/Schalotten in einer Pfanne mit etwas Öl goldbraun anbraten. Zwiebeln, Knoblauch und Kartoffelwürfel zum Fleisch geben und weitere 30-45 Minuten köcheln lassen, bis das Fleisch schön weich ist. Sauce mit Kümmel, Paprikapulver, Salz und Pfeffer abschmecken.

Wir haben zum Zwiebelfleisch Bandnudeln serviert, könnten uns aber auch gut ein Kartoffelpüree oder Klöße dazu vorstellen.

Samstag, 9. Februar 2013

Grün, grün, grün

Hatte ich erwähnt, dass der Gefrierschrank "schlanker" werden soll? Nun gut, ich habe mir heute die Gemüse-Abteilung vorgenommen. Und da sind mir die grünen Erbsen in die Hände gefallen. Na klar, die dürfen nun nicht mehr ihrem Tiefkühl-Schlaf weiter fröhnen, sie haben dafür aber ein warmes Bad genommen...


Grüne Erbsensuppe (Basisrezept - für 3 Personen)

1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1-2 Kartoffeln (ca. 200 g)
1 EL Butter
300 g grüne Erbsen (TK)
700 ml Gemüsebrühe
100 ml Sahne
Salz und Pfeffer
etwas frische Minze

Kartoffeln, Zwiebel und Knoblauch schälen und würfeln. Butter in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin andünsten. Kartoffeln und Gemüsebrühe zufügen, aufkochen und ca. 10 Minuten köcheln lassen. Dann die Erbsen zufügen und weitere 5 Minuten köcheln lassen. Sahne und grob gehackte Minze zur Suppe geben, fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


 Als Topping-Variationen könnte ich mir vorstellen:

* Croutons und Fetakäse (auf dem Foto ohne Croutons - Brot war alle!)
* Speckwürfelchen und/oder Croutons
* gebratene Garnelen
* oder einfach Wiener/Frankfurter Würstchen

Freitag, 8. Februar 2013

Die Suppenwoche geht weiter

Nun gut, ich ernähre mich diese Woche mehr oder weniger von Suppen - was im Winter ja auch nicht schwer ist, denn da dürfen die Suppen schon ganz schön herzhaft und sättigend daherkommen.


Maronensuppe mit Pilztopping für 4 Personen

1 kleine Zwiebel
1 kleine Petersilienwurzel
400 g Maronen
1 TL Zucker
50 ml Portwein
800 ml Gemüsebrühe (oder Wasser mit Suppengrundstock gemischt)
200 ml Sahne
Minipriese Zimt
etwas Zitronenschale
Paprikapulver
Salz und Pfeffer
Butter zum Anbraten
3 Scheiben Toastbrot
8 braune Champignons
ein paar Stängel Schnittlauch

Zwiebel und Petersilienwurzel putzen, schälen und fein würfeln. Champignons putzen und vierteln. Toastbrot in kleine Würfel schneiden. 50g der Maronen würfeln und beiseite stellen. Den Rest der Maronen fein hacken.

Etwas Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebel mit dem Zucker leicht karamelisieren lassen. Mit Portwein ablöschen, aufkochen und etwas reduzieren lassen. Petersilienwurzel zufügen, Gemüsebrühe angießen und ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze zugedeckt köcheln lassen. Dann die gehackten Maronen und die Sahne zugeben, nochmals aufkochen und mit einem Stabmixer pürieren. Zimt - und wirklich nur eine Minipriese, es darf nicht nach Weihnachtsgebäck schmecken! - und die Zitronenschale zugeben. Zuletzt die Suppe mit 1-2 EL kalter Butter etwas aufmixen. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken.

Nochmals etwas Butter in einer Pfanne zerlassen und die Toastbrotwürfel goldgelb anbraten. In einer weiteren Pfanne die Pilze in wenig Butter braten, zum Schluss die gewürfelten Maronen zufügen. Salzen und aus der Pfanne nehmen.

Die Suppe kurz vor dem Servieren nochmal mit dem Pürierstab aufschäumen. Mit Champignons, Maronen- und Toastbrotwürfeln anrichten. Noch ein paar Schnittlauchhalme darauf geben und servieren.


Donnerstag, 7. Februar 2013

Etwas warmes braucht der Mensch

Es geht weiter mit meiner Suppenwoche. Herr P. is(s)t heute zu Hause, deswegen habe ich diese Suppe trotz Spätschicht schnell gekocht. Kohl wärmt wunderbar von innen und das ist das, was man(n) bei diesem Schnuddelwetter braucht!


Cremige Wirsingsuppe mit Parmesan (für 3-4 Personen)

1/2 Wirsing (ca. 500 g)
1 Zwiebel
250 g Kartoffeln
1 l Gemüsebrühe
gemahlener Kümmel
Muskatnuss
Salz und Pfeffer
1/2 Bund Petersilie
100 g Parmesan
200 ml Sahne
Butter zum Anbraten
3-4 Scheiben Toastbrot
ggf. Speck in kleinen Würfeln

Wirsing putzen, waschen, vom Strunk befreien und in Streifen schneiden. Zwiebeln und Kartoffeln schälen, dann würfeln.

Butter in einem Topf erhitzen , Zwiebeln und Wirsing unter Rühren 5 Minuten anschwitzen. Kartoffelwürfen zufügen und die Gemüsebrühe angießen. Mit Salz und Kümmel würzen. Aufkochen lassen und ca. 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Toastbrot entrinden, in Würfel schneiden und in etwas Butter goldbraun anrösten.

Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Parmesan fein reiben. Suppe pürieren, Parmesan zufügen und darin schmelzen lassen. Sahne unterrühren. Mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit der Petersilie und Croutons bestreut servieren. Wer es etwas herzhafter mag gibt noch angebratene Speckwürfelchen darauf.




Mittwoch, 6. Februar 2013

Schon wieder Suppe?

Ja, schon wieder Suppe! Ich hatte noch Champignons und Lauch, also habe ich auch daraus eine Suppe gekocht. Und das schönste daran: sie war in ca. 15 Minuten fertig. O.k., sie hatte eine etwas seltsam graue Farbe, ob es wohl daran lag, dass ich braune Champignons verwendet habe? Geschmacklich war sie aber äußerst lecker.


Pilz-Lauch-Suppe (für 2 Personen)

250 g Champignons
1 Stange Lauch
1 kleine Knoblauchzehe
Suppengrundstock
Salz und Pfeffer
100 ml Sahne
Butter oder Öl zum Anbraten

Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Lauch putzen, waschen und in Ringe schneiden. Ein paar Champignonscheiben und grüne Lauchringe beiseite stellen. Knoblauch schälen und in Stücke schneiden.

Etwas Butter oder Öl in einem Topf erhitzen. Lauch, Champignons und Knoblauch darin andünsten. Ca. 500 ml Wasser angießen und mit Suppengrundstock würzen. 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Sahne zufügen und pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die restlichen Champignonscheiben und Lauchringe in etwas Butter anbraten und als Topping auf die Suppe geben.

Dienstag, 5. Februar 2013

Aus dem Vorratsschrank

Wie gesagt, ich bin zur Zeit zu Hause und mir ist langweilig. Und weil mein Hals immer noch weh tut, vermeide ich es, mit dem Auto zum Einkaufen zu fahren. Also kommt das auf den Tisch, was der Vorratsschrank hergibt und schnell geht...



Kichererbsensuppe mit Sauerkraut für 4 Personen

1 Stange Lauch (nur das Weisse)
1 Knoblauchzehe
4-5 EL Öl
1 Dose Kichererbsen
1/2 TL Currypulver
etwas Kreuzkümmel
1 l Gemüsebrühe
1 kleine Dose Sauerkraut
1 TL Koriandersaat
Zucker
Salz & Pfeffer
100 g Sahnejoghurt

Lauch putzen, waschen und in Ringe schneiden. Knoblauch schälen und hacken. Kichererbsen unter kaltem Wasser abwaschen und abtropfen lassen. 2 EL beiseite stellen. Sauerkraut ausdrücken.

Koriandersaat in einer Pfanne ohne Fettzugabe anrösten, bis er duftet. Dann in einem Mörser zerstoßen. 

2 EL Öl in einem Topf erhitzen, Lauch mit den Kichererbsen, Knoblauch, Kreuzkümmel und Currypulver darin für eine Minute andünsten. 3/4 des Sauerkrauts und etwas Koriandersaat zufügen. Mit der Brühe ablöschen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Suppe pürieren, mit etwas Zucker, Salz und weißem Pfeffer abschmecken.

Restliches Öl in der Pfanne erhitzen, restliches Sauerkraut mit den übrigen Kichererbsen und der Koriandersaat braun anbraten, mit einer Prise Zucker und Salz würzen.

Suppe mit dem gebratenen Sauerkraut und glatt gerührtem Joghurt servieren.

Mit der doppelten Menge Kichererbsen ist die Suppe ein prima Sattmacher, so wie im Rezept beschrieben eine leckere Vorspeise.



Montag, 4. Februar 2013

Vegetarische Phase

Nachdem ich wegen einem "schiefen Hals" nicht ganz so aktiv sein kann, tue ich das, was mich am meisten tröstet: nämlich Essen! Und vor dem Essen steht bekanntlicherweise das Kochen. Und ohne den Lieblingsehemann an meiner Seite ist dies meistens fleischlos. Was der allgemeinen Gesundheit bestimmt nicht abträglich ist. A propos Gesundheit: das folgende Gericht könnte die Darmtätigkeit doch etwas anregen...


Überbackene Zwiebelsuppe (für eine Person)

2 mittelgroße Zwiebeln (sollten so ca. 150 g sein)
1 Knoblauchzehe
50 ml Weißwein
Kümmel
Zucker
Paprikapulver
Salz und Pfeffer
Suppengrundstock
Butter zum Anbraten
1-2 Scheiben Weißbrot (Baguette)
50 g herzhafter Käse zum Überbacken

Zwiebeln schälen und in dünne Ringe schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Butter in einem Topf zerlassen, darin Zwiebeln, Knoblauch und eine Prise Zucker hellgelb andünsten. Mit Weißwein ablöschen, 300 ml Wasser dazugießen und Suppengrundstock würzen. Die Zwiebelsuppe bei schwacher Hitze 30 Min. kochen lassen.

Den Backofen auf 220 °C (Umluft) vorheizen. Das Brot in etwas Butter goldgelb anrösten. Die Suppe mit etwas Kümmel, Paprikapulver, Salz und Pfeffer abschmecken und in feuerfeste Suppentassen füllen. Brotscheiben auflegen und mit dem geriebenen Käse bestreuen. Etwa 8 Minuten im heißen Ofen goldbraun überbacken.


Sonntag, 3. Februar 2013

Variation zum Thema gefüllte Kalbsbrust

Vor nicht allzu langer Zeit musste ich an die leckere Kalbsbrust denken, die es des öfteren bei meiner Oma gegeben hat. Ein Gericht, das ich einfach geliebt habe. Und wie immer, wenn ich in Erinnerungen schwelge, wächst das Verlangen, diese Genüsse zu wiederholen. Nun gut, Kalbsrust haben wir nicht beim Metzger vorbestellt, aber wir wollten das Gericht mit einer Wildschweinbrust oder einer Hirschbrust ausprobieren. Leider konnten wir beide Stücke bei unserem "Wilden" nicht ergattern, denn die erlegten Tierchen waren zu klein dafür. Aber einen schönen Hirschbauch konnten wir bekommen, deswegen also unsere Variation zum Thema gefüllte Kalbsbrust - wobei wir uns sicher sind, dass man das Gericht bestimmt auch mit einer Kalbsbrust herstellen könnte. Ein paar  Grundkenntnisse in Handarbeiten sind bei unserer Zubereitung sehr hilfreich...


Gefüllter Hirschbauch - vermutlich ausreichend für 6 Personen

1,3 kg Hirschbauch (küchenfertig vorbereitet)
etwas Öl zum Anbraten

für die Füllung:
200 g braune Champignons
200 g Karotten
100 g Brokkoli
1 Schalotte
2 Zehen Knoblauch
1/2 Bund Petersilie
400 g Weißbrot oder Brötchen vom Vortag
100 g + 1 EL Butter
350 ml Milch
4 Eier
Salz und Pfeffer
Paprikapulver (edelsüß)
Muskatnuss
ggf. Semmelbrösel

für die Sauce:
4 Karotten
1 Zwiebel
1 Petersilienwurzel
1/2 Knollensellerie
2-3 Knoblauchzehen
150 ml Weißwein
500 ml Wildfond oder Gemüsebrühe

Champignons putzen und vierteln. Karotten schälen und und würfeln. Brokkoli waschen, in kleine Röschen teilen. Schalotte und Knoblauch schälen, fein würfeln. Petersilie waschen, trocken schütteln und hacken. Brot/Brötchen in ca. 1 cm große Würfel schneiden.

Brokkoli 1 Minute, Karottenwürfel 2 Minuten und die Champignons 3 Minuten in Salzwasser blanchieren. Sofort in kalten Wasser abschrecken und dann gut abtropfen lassen.

Butter in einer Pfanne erhitzen und 1/4 der Brotwürfel darin goldbraun anbraten. Herausnehmen und abkühlen lassen. 1 EL Butter in der gleichen Pfanne erhitzen und die Schalotte und den Knoblauch darin glasig dünsten.

Milch und Eier vermengen, über die ungebratenen Brötchenwürfel geben und ca. 10 Minuten quellen lassen. Dann die restlichen Brotwürfel, das Gemüse, und die Petersilie zufügen und gut vermengen. Die Masse sollte nicht zu feucht sein, ggf. mit Semmelbröseln abbinden. Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Muskatnuss kräftig abschmecken.

Handarbeitsstunde !

Hirschbauch mit kaltem Wasser abbrausen, trockentupfen, auf der Arbeitsfläche ausbreiten und pfeffern. Dann zusammenklappen und an 2 Seiten mit kräftigem Küchengarn so zunähen, dass eine Tasche entsteht. Diese dann mit der Brötchenfüllung nicht zu stark füllen und zunähen. Die restliche Füllung kann in Muffinförmchen als Beilage gebacken werden.


Backofen auf 150 °C (Umluft) vorheizen. Das Gemüse für die Sauce putzen, schälen und grob würfeln. Das Fleisch rundherum salzen und pfeffern. Öl in einem großen Bräter erhitzen und das Fleisch darin von allen Seiten kräftig anbraten. Das Gemüse zufügen und kurz mitbraten. Mit Weißwein ablöschen, leich einkochen lassen, dann den Fond angießen und aufkochen lassen.

Im vorgeheizten Ofen gut 2 1/2 Stunden garen lassen, dabei alle 15 Minuten mit der Sauce begießen. Der Braten ist fertig, wenn man den Bauch mit einer Fleischgabel ansticht und sich diese leicht und ohne Widerstand herausziehen lässt. Dann das Fleisch herausheben, gleich auf eine Fleischplatte legen und mit Alufolie zum Warmhalten abdecken.Vor dem Aufschneiden die Fäden entfernen!


Für die Sauce das Gemüse und den ganzen Bratensaft durch ein Sieb passieren. Dabei sollte das Gemüse die Sauce leicht abbinden. Nochmals abschmecken, dann zusammen mit dem in Scheiben geschnittenen Bauch servieren.

Als Beilage ist so gut wie alles erlaubt, wir haben einfach etwas gedünsteten Brokkoli dazu gereicht.


P.S.: Reste das Bauches in Scheiben schneiden und in etwas Butter anbraten - echt lecker!

Hefe-Gedöhns II

Herr P. hat sich einen Kuchen gewünscht - und bekommen (er bekommt ja meistens, was er will... aber er ist halt der Lieblingsehemann. Der Gerechtigkeit wegen sollte ich vielleicht nicht unerwähnt lassen, dass ich bei diesem Arrangement nicht zu kurz komme - ich setze mich oft genug durch). Also habe ich heute morgen die Thermomix angeworfen und ihn die meiste Arbeit machen lassen.



Hefe-Mohn-Kuchen

300 ml + 2 EL Milch
100 g Butter
4 EL Vanillezucker (vom Selbstgemachten)
1 Prise Salz
1/2 Würfel Hefe
250 g Dinkel-Vollkorn-Mehl
300 g Weizenmehl
250 g Mohn-Back (backfertige Mohnfüllung)
etwas Zucker
1 Eigelb
ggf. Mandelblättchen und/oder Hagelzucker

Milch, Butter, Zucker und Salz in den Mixi geben. 3 Minuten/50°C/Stufe 1 erwärmen. Dann die Hefe zufügen kurz auf Stufe 4-5 verrühren. Das Mehl hinzufügen und 2 Minuten auf Brotstufe kneten (lassen). Den Teig im Mixi 30 Minuten gehen lassen, bis er das Volumen verdoppelt hat.

Hefeteig kneten und ausrollen. Mit dem Mohn-Back bestreichen. Etwas Zucker darübergeben und aufrollen. Die Rolle in eine Backform geben und nochmals 30-45 Minuten gehen lassen.

Das Eigelb mit 2 EL Milch verrühren und den Teigling damit einpinseln. Ggf. mit Mandelblättchen und/oder Hagelzucker bestreuen. 45 Minuten bei 170°C (Umluft) und weitere 30 Minuten bei 150°C (Umluft) backen.

Nichts für Weicheier

Am Samstag konnte ich günstig Kumquats erstehen - also habe ich zugeschlagen und angefangen zu experimentieren. Herausgekommen ist eine ziemlich bitter-herbe Kumquat-Orangen-Marmelade.


Bitter Orange

250 g Kumquats
750 g Orangen
500 g Gelierzucker 2:1
10 Kardamomkapseln
5 cm Ingwer

Kumquats gründlich waschen und in feine Scheiben schneiden. Orangen filetieren, austretenden Saft dabei auffangen. Ingwer schälen und sehr fein würfeln. Alles in einem großen Topf mit dem Gelierzucker und dem Kardamom vermengen. Über Nacht ziehen lassen.

Am nächsten Tag aufkochen, nach Packungsangabe 3-4 Minuten sprudelnd kochen lassen und sofort in Twist-off-Gläser füllen.

Samstag, 2. Februar 2013

Cheesy Saturday

Der heutige Tag steht im Zeichen des Käses - wie man unschwer am Post-Titel erkennen kann. Nun gut, wir konnten heute auf dem Marktbesuch beim Käse-Dealer nicht widerstehen und so hat es die eine oder andere Käsesorte ins Einkaufskörbchen geschafft. Zu Hause mussten wir dann allerdings feststellen, dass im Kühlschrank aber auch noch einige Käseschätzchen vor sich hinschlummerten. Und so wurde heute das Käse-Reste-Fest angesagt.

 

Zum Mittagessen gab es leckere Flammkuchen mit Munster-Käse belegt - zu reinknieen lecker und total simpel in der Zubereitung. Pro Flammkuchenboden benötigt man einen Becher Schmand und 1 kleinen Munster-Käse. Den Boden mit dem Schmand bestreichen, mit dem in Scheiben geschnittenen Munster belegen, etwas Paprikapulver und Kümmel darüber streuen und dann 15 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 225 °C (Ober- und Unterhitze) backen. Et voilà - fertig ist das Gericht!




Zum Abendessen gab es noch mehr Reste... es waren noch gekochte Kartoffeln vom Vortag übrig. Und bei den Flammkuchen musste ich an unsere Kurzurlaube in Frankreich denken - in den Savoyen hatten wir mal leckere Tartiflette gegessen und so etwas inspiriert mich. Nun gut, vom Original-Gericht sind wir weit entfernt, aber lecker war es trotzdem. Denn das Original wird mit Tartiflette-Käse bzw. Reblochon gemacht und enthält auch viel mehr Speck.


Keine Tartiflette - oder: Kartoffel-Auflauf (für 2 Personen)

1 kleine Stange Lauch
gekoche Kartoffeln vom Vortag
etwas Öl
75 ml Weißwein
150 - 200 ml Sahne
Paprikapulver (edelsüß)
Muskatnuss
Salz und Pfeffer
Zucker
200 g Raclette-Käse
8 dünne Scheiben Frühstücksspeck

Lauch putzen, waschen und in Ringe schneiden. Die Kartoffeln in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und den Lauch darin andünsten. Anschließend die Kartoffeln zufügen und anbraten. Mit dem Wein ablöschen, diesen fast vollständig einkochen lassen. Dann die Sahne angießen und alles aufkochen lassen. Mit Paprika, Muskat, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. In 2 kleine Auflaufformen füllen, Raclette-Käse darüber geben und die Speckscheiben oben auflegen. Im vorgeheizten Ofen bei 185 °C (Umluft) 30-35 Minuten goldbraun überbacken.



Zuletzt habe ich dann auch noch ein paar Kräuter-Käse-Klößchen für den Vorrat hergestellt...