Sonntag, 27. Januar 2013

Wildes Abendessen

Tja, gestern haben wir angefangen, unseren Gefrierschrank zu leeren und die erste Schneise geschlagen. Das Stück Mufflonrücken sollte es ja eigentlich schon gestern gegeben haben, aber irgendwie war da noch so viel Gemüsesuppe vom Freitag übrig. Also gab es das Mufflon heute Mittag, aber der Hirschrücken, der langsam im Kühlschrank auftaute, wollte auch noch verarbeitet werden - zusammen mit dem Rotkraut, das ich schon heute Vormittag vorbereitet habe. Wie üblich haben wir den Kühlschrank durchforstet und haben ein Stück französiche Leberpastete, den restlichen Frühstücksspeck (von heute Mittag) und Hagebuttenmark "gefunden". Daraus lässt sich doch etwas zaubern, oder?


Gefüllter Hirschrücken mit Rotkraut (für 2 Personen)

1 kleiner Kopf Rotkraut
1 kleine Zwiebel
125 g Speck
Öl zu Anbraten
2 Lorbeerblätter
5 Pimentkörner
2 Nelken
1 EL Zucker
1 EL Suppengrundstock
4 EL Balsamico-Essig
75 ml Orangensaft
Salz und Pfeffer
2 Äpfel
1 EL Hagebuttenmark

Rotkraut putzen, halbieren, den Strunk entfernen, vierteln und in feine Streifen schneiden. Zwiebel schälen und fein würfeln. Speck ebenfalls fein würfeln. Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel- und Speckwürfel darin anbraten, dann nach und nach das Rotkraut zufügen.  Gewürze zugeben, mit Zucker und Suppengrundstock würzen. Balsamico-Essig und Orangensaft angießen. Alles ca. 30 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Kurz vor Ende der Garzeit Äpfel schälen, vom Kerngehäuse befreien, würfeln und zum Rotkraut geben. Mit Hagebuttenmark, Salz und Pfeffer abschmecken.

ca. 400 g Hirschrücken (ausgelöst)
100 g grobe, französische Leberpastete (Pate de Campagne)
1-2 EL Hagebuttenmark
100 g Frühstücksspeck in dünnen Scheiben
Salz und Pfeffer
Öl zum Anbraten

Einen Teller (oder sonstiges ofenfestes Geschirr) in den Backofen stellen und auf 160 °C (Umluft) vorheizen.

Zunächst den Hirschrücken kurz kalt abbrausen, trockentupfen und längs mit einem doppelten Schmetterlingsschnitt aufschneiden. Die entstandene Fläche slazen, pfeffern und mit dem Hagebuttenmark bestreichen. Die Leberpastete mittig auflegen, alles zusammenrollen und mit dem Frühstücksspeck umwickeln.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch rundherum kräftig anbraten. Dann herausnehmen und im Backofen 15 Minuten nachziehen lassen.

Rotkraut aufwärmen und zusammen mit dem in Scheiben geschnittenen Hirschrücken servieren.


Gut gekleidet

Heute Mittag gab es den 2. Mufflonrücken von letzter Woche. Und da wir Temperaturen um den Gefrierpunkt herum haben, dachten wir, dass wir dem Tierchen ein Mäntelchen aus Frühstücksspeck anziehen. Keine Mühen haben wir bezüglich der Beilagen gescheut, denn obwohl Herr P. mit einer Erkältung zu kämpfen hat, hat er sich gestern Abend noch aufgerafft und frische Chilischoten besorgt - ist er nicht lieb?


Medaillons vom Mufflon im Speckmantel mit Vanille-Chili-Schupfnudeln und Pariser Karöttchen (für 2 Personen)

1 ausgelöster Rücken vom Mufflon (ca. 300 g)
8 Scheiben Frühstücksspeck (Bacon)
400 g Schupfnudeln
1 Vanilleschote
1 Chilischote
250 g Pariser Karotten
Suppengrundstock
Zucker
Salz und Pfeffer
Butter und Öl zum Anbraten

3 Teller (ofenfest) in den Backofen stellen und auf 160 °C (Umluft) vorheizen.

Den Mufflonrücken in 8 kleine Medaillons schneiden, salzen, pfeffern und anschließend mit dem Frühstücksspeck umwickeln.

Chili waschen, der Länge nach aufschneiden, die Kerne entfernen und in feine Streifen schneiden. Vanilleschote ebenfalls der Länge nach aufschneiden und das Mark herauskratzen.

Karöttchen in einem Topf mit etwas Wasser, Suppengrundstock und einer Prise Zucker nicht zu weich kochen. Abgießen und in etwas Butter schwenken. Warm halten.

Etwa 2 EL Butter in einer beschichteten Pfanne erhitzen, Chili, Vanilleschote und -Mark hineingeben. Die Schupfnudeln darin bei nicht zu großer Hitze goldbraun braten.

In einer anderen Pfanne etwas Öl erhitzen und die Medailons von allen Seiten kräftig anbraten. Herausnehmen, auf einen der vorgewärmten Teller legen und im Backofen ca. 10 Minuten nachgaren.

Schupfnudeln, Karöttchen und die Medaillons auf vorgewärmten Teller anrichten und sofort servieren.



Sonntagssüppchen

Schon seit langer Zeit möchte ich eine Käsesuppe kochen. Nun hat sich die Gelegenheit geboten und so gab es vorhin ein feines Vorsüppchen, das wärmt und sättigt.


Käsesuppe (für 2 Personen)

1 kleine Stange Lauch (ca. 100 g)
1 kleine Schalotte
1 kleine Knoblauchzehe
100 ml Weißwein
100 ml Sahne
1 EL Suppengrundstock
100 g kräftiger Begkäse
150 g Raclette-Käse
1 Eigelb
Muskatnuss
Kümmel, gemahlen
Salz und weisser Pfeffer
2-3 Scheiben Toastbrot
Butter
ggf. Schnittlauchröllchen

Lauch putzen und in feine Ringe schneiden. Schalotte und Knoblauch schälen und fein würfeln. 1 EL Butter in einem Topf erhitzen. Lauch, Schalotten und Knoblauch darin anschwitzen, aber keine Farbe nehmen lassen. Mit Wein ablöschen, etwas einreduzieren lassen. Sahne, 250 ml Wasser und den Suppengrundstock zufügen. Bei mittlerer Hitze das Gemüse weich kochen, dann in der Flüssigkeit pürieren. Bergkäse und Raclette würfeln, nach und nach unter die Suppe rühren und bei kleiner Hitze schmelzen lassen. Mit Muskat, Kümmel Salz und Pfeffer abschmecken.

Toastbrot entrinden und in kleine Würfel schneiden. Butter in einer Pfanne erhitzen und die Brotwürfel darin goldbraun braten. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Die Suppe mit dem Eigelb legieren, nicht mehr kochen lassen und mit den Croutons servieren. Ggf. mit Schnittlauchröllchen bestreuen.

 

 

P.S.: wem die Suppe mit der Sahne zu mächtig ist, ersetzt diese durch Milch...

Freitag, 25. Januar 2013

Alles muss weg...

Wieder einmal haben wir viel zuviel Gemüse eingekauft - und nun muss es weg, so wie vor zwei Tagen die vielen Kiwis. Und so habe ich das Gemüse geputzt, geschält und zusammen mit ein paar Kartoffeln zu einem Rumfort-Eintopf verarbeitet.


Gemüse-Eintopf

Steckrüben
Kartoffeln
Karotten
Sellerie
grüne Bohnen
Champignons
Lauch
Knoblauch
1 walnussgroßes Stück Ingwer
Suppengrundstock
Salz und Pfeffer
Muskatnuss
Sauerrahm
1/2 Bund Petersilie

Eigentlich kann man für diesen Eintopf Gemüse jeglicher Art verwenden. Die Menge hängt von der Anzahl der zu verköstigen Personen und deren Hunger ab. Dazu das Gemüse putzen, ggf. schälen und in Würfel bzw. Ringe schneiden. Alles zusammen in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und mit Suppengrundstock würzen. Aufkochen lassen, dann mit geschlossenem Deckel bei mittlerer Hitze gar kochen. Den Eintopf vor dem Servieren mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und einen Klecks Sauerrahm und/oder gehackte Petersilie zufügen.

Natürlich kann man diesen Eintopf unendlich variieren... Hackfleisch zufügen, Hackbällchen, Würstchen, Tofu, Sonnenblumen- oder Kürbiskerne. Gut vorstellen könnte ich mit eine Variante mit etwas Räucherfisch.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Kiwi-Schwemme

Am Wochenende wollte Herr P. unbedingt Kiwis haben - sie waren im Angebot und so hat er 2 kg der gesunden Früchtchen vom Einkauf mitgebracht. So weit, so gut - nur dass er das ganze Wochenende nicht eine Frucht davon genascht hat. Und da ich mal wieder die ganze Woche alleine zu Hause bin stehe ich nun vor dem Problem, was damit machen? Zum so essen sind es einfach zu viele. Also mache damit, was ich sonst mit Obst auch immer mache: Fruchtaufstrich!

Grüner Exote (Kiwi & Mango mit Blue Curacau)

700 g Kiwis
300 g Mango
50 ml Zitronensaft (frisch gepresst)
500 g Gelierzucker 2:1
30 cl Blue Curacau

Kiwis und Mango schälen und würfeln. In einen großen Topf geben, Zitronensaft und Gelierzucker zufügen. Umrühren und ca. 1 Stunde ziehen lassen. Dann aufkochen, nach Packungsangabe 3-4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Kurz vor Ende der Kochzeit den Likör unterrühren. Gelierprobe machen, dann sofort heiß in gut gespülte Twist-off-Gläser füllen und verschließen.


Kiwapfel (Kiwi & Apfel)

800 g Kiwis
175 g Äpfel
80 ml Zitronensaft (frisch gepresst)
Schale von 1 Bio-Zitrone
1 walnussgroßes Stück Ingwer
2 EL Vanillezucker
500 g Gelierzucker 2:1
20 cl Blue Curacau

Kiwis schälen, in Würfel schneiden und zusammen mit dem Zitronensaft pürieren. Äpfel schälen und in feine Würfel schneiden. Die Schale der Zitrone abreiben. Ingwer schälen und sehr fein hacken (oder reiben). Alles zusammen mit dem Vanille- und Gelierzucker in einen großen Topf geben, aufkochen lassen und nach Packungsangabe 3-4 Minuten sprudeldnd kochen lassen. Kurz vor Ende der Kochzeit den Likör unterrühren. Gelierprobe machen, dann sofort heiß in gut gespülte Twist-off-Gläser füllen und verschließen.

Sonntag, 20. Januar 2013

"Morgenmuffel" - oder: Mufflon im Schafrock

Würstchen im Schlafrock kennt ja jeder - aber Mufflon im Schlafrock? Auf die Idee sind wir gekommen, als wir auf dem Markt wunderschönen Mufflonrücken erstanden haben und im Kühlschrank noch Blätterteig ruhte. Also sollte es eine Art "Mufflon Wellington" werden...


Mufflon im Schlafrock (für 4 Personen)

250 g Champignons
1 große Schalotte
1 Karotte
1 Petersilienwurzel
125 g geräucherter Speck
2 EL Butter
100 ml Portwein
1 EL Mehl
200 g feine Wildleberwurst
1/2 Bund Petersilie
Salz und Pfeffer

2 ausgelöste Mufflonrücken (zusammen ca. 800 g)
Öl zum Anbraten
2 Pk. Blätterteig aus dem Kühlregal (275 g)
1 Ei
Salz und Pfeffer


Gemüse und Pilze putzen, ggf. schälen und in sehr feine Würfel (Brunoise) schneiden.


Speck ebenso fein würfeln. Butter in einer Pfanne erhitzen, zuerst Speck, dann das Gemüse und zuletzt die Champignons darin anbraten. Alles so lange schmoren, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Dann mit dem Portwein ablöschen und wiederum vollständig einkochen lassen. Die Masse muss trocken sein. Mit dem Mehl bestäuben, kurz unterrühren und alles abkühlen lassen. Petersilie hacken. Dann zusammen mit der Wildleberwurst und der erkalteten Pilz-Gemüse-Farce vermischen.

Backofen auf 185 °C (Umluft) vorheizen. Blätterteig ausbreiten. Jeweils eine Hälfte der Farce auf einem Stück Blätterteig verteilen, dabei auf einer Längsseite einen Rand lassen. Ei trennen, Teigränder mit Eiweiß bestreichen.

Mufflonrücken salzen und pfeffern. Öl in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch von allen Seiten gut anbraten. Auf die Farce legen, im Teig einschlagen, andrücken und mit verquirltem Eigelb bestreichen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Ofen ca. 20 - 25 Minuten garen. Vor dem Aufschneiden kurz ruhen lassen.



Aus dem Bratensatz, etwas Portwein und Brühe kann man, wenn gewünscht, noch ein Sößchen zaubern. Wir heben zu dem leckeren Gericht einfach einen kleinen Wildkräutersalat gereicht.

Sonntag, 13. Januar 2013

Suppenkasper

 

Vor langer Zeit hatten wir die Tradition, dass es samstags Suppe oder Eintopf gab. Diese schöne Angewohnheit ist in letzter Zeit etwas in Vergessenheit geraten. Heute ist zwar Sonntag, aber wir haben nicht lange überlegt und aus dem restlichen Gulaschfleisch ein Süppchen gekocht - wobei Süppchen noch stark untertrieben ist, denn die Portion reicht locker für 6-8 Personen!


Wilde Gulaschsuppe

1 kg Wildschwein-Gulasch
2 Gemüsezwiebeln
2 große Karotten
1 Petersilienwurzel
1/2 Sellerieknolle
8 Kartoffeln
1 walnussgroßes Stück Ingwer
1-2 Knoblauchzehen
1 dicke Stange Lauch
500 g Champignons
8 EL Tomatenmark
200 ml Rot- oder Weißwein
2 Dosen (gehackte) Tomaten
1 Glas getrocknete Tomaten in Öl
1 L Wildfond
2 Lorbeerblätter
1 EL Pimenton de la Vera - mild
1 TL Pimenton de la Vera - scharf
1 EL Paprikapulver edelsüß
Suppengrundstock
Salz und Pfeffer
Zucker

Wildschwein-Gulasch in kleine Würfel schneiden (für eine Suppe sind mir die normalen Gulaschwürfel einfach zu groß). Zwiebeln, Karotten, Petersilienwurzel, Sellerie und Kartoffeln schälen, in ca. 1/2 cm große Würfel schneiden. Ingwer und Knoblauch schälen, fein reiben. Lauch putzen und in Ringe schneiden. Champignons ebenfalls putzen und vierteln. Getrocknete Tomaten aus dem Öl nehmen, etwas abtropfen lassen und klein schneiden.

Etwas Tomatenöl in einem großen Topf erhitzen und das Fleisch darin portionsweise kräftig anbraten. Herausnehmen und warm halten. Im Bratenfett das Gemüse etwas Farbe nehmen lassen. Tomatenmark kurz mitrösten. Mit dem Wein ablöschen, dann gehackte und getrocknete Tomaten zufügen. Brühe angießen. Fleisch und Gewürze in die Suppe geben, mit Suppengrundstock, Salz, Pfeffer und Zucker würzen.

Auf kleiner Flamme in 45-60 Minuten weich kochen. Vor dem Servieren nochmals abschmecken. Auf Wunsch die Suppe mit (Preiselbeer-)Schmand und/oder gehackter Petersilie bestreuen und Brot dazu reichen.

 

Wer kein Wildgulasch bekommt oder nicht mag, der kann das Gericht natürlich auch mit Rind-oder Schweinegulasch zubereiten.

Samstag, 12. Januar 2013

Eine runde Sache

Wir sind noch nicht fertig mit unseren wilden Hack-Experimenten!

Beim schwedischen Möbelhaus ist zur Zeit Knut (nein, wir waren nicht dort) und dabei musste ich an deren Köttbullar denken, die mit einer Rahmsauce, Salzkartoffeln und Preiselbeeren daherkommen (ja, ich gebe es zu: ab und zu muss das sein). Und das hat mich inspiriert... allerdings haben wir wilde Bällchen gemacht, die Preiselbeeren sind zusammen mit ein paar Champignons in der Sauce gelandet und die schnöden Salzkartoffeln wurden durch Bamberger Hörnchen, die in Petersilienbutter geschwenkt wurden, ersetzt.


Wilde Hackbällchen mit Preiselbeer-Rahm, Champignons und Petersilienkartoffeln für 4 Portionen

Hackmasse
Öl zum Braten
500 g Champignons
400 ml Wildfond
300 ml Sahne
2 EL Preiselbeeren aus dem Glas
etwas Speisestärke
800 g Kartoffeln (Bamberger Hörnchen)
Butter
1/2 Bund Petersilie

Kartoffeln schälen und in Salzwasser garen.

Aus der Hackmasse kleine Bällchen formen. Öl in einer Pfanne erhitzen und darin rundherum anbraten. Herausnehmen und im Backofen warm halten.


Champignons putzen und im Bratfett der Bällchen anbraten. Fond angießen und etwas einreduzieren lassen. Sahne und Preiselbeeren zufügen, aufkochen und mit etwas  mit Wasser verrührter Speisestärke binden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Petersilie waschen, trockenschütteln und hacken. Butter in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Kartoffeln zusammen mit der Petersilie darin schwenken.

Die Bällchen zusammen mit der Sauce und den Kartoffeln anrichten.



Wilde Burger de Luxe

 

Das erste Gericht, das wir aus der wilden Hackmasse kreiert haben: Wilde Burger!

Hackmasse
4 Brötchen
100 g roten Feldsalat
12 dünne Scheiben Frühstücksspeck(Bacon)
8 Champignons
etwas Öl zum Braten
1 Frühlingszwiebel
1 Becher Schmand
4 EL Preiselbeeren aus dem Glas
etwas Orangenabrieb
Pfeffer und Salz


Aus der Hackmasse 4 Patties/Frikadellen formen. Champigons und Lauchzwiebel putzen, in dünne Scheiben schneiden. Feldsalat putzen und waschen. Schmand und Preiselbeeren verrühren, mit Orangenabrieb, Salz und Pfeffer abschmecken. Brötchen aufschneiden.

Öl in einer Pfanne erhitzen, Frühstücksspeck und Champignonscheiben darin anbraten. Herausnehmen und im Backofen warm halten. Dann die Hackpatties von beiden Seiten braten.

Brötchen mit dem Feldsalat belegen, Patties, Frühstücksspeck, Champignons und Lauchzwiebelringe auflegen. Zum Schluß einen Klecks Preiselbeerschmand  darauf geben und den Brötchendeckel auflegen.



Hier noch die frauenfreundliche Variante mit Schweizer Wickel...





Wild gehackt

Schon letztes Wochenende hatte ich beschlossen mal wieder mit Hackfleisch zu experimentieren. Und so kam es, dass wir heute Gulasch von Reh und Wildschwein beim Kochtopfjäger eingekauft haben um daraus Hackfleisch zu machen. Natürlich hätten wir dieses auch schon fix und fertig bekommen können, aber da ich einen schönen Fleischwolfaufsatz für die Kitchenaid habe, sollte dieser ab und zu benutzt werden. Davon abgesehen: frischer geht nicht!

Hackmasse

500 g Rehgulasch (oder -gehacktes)
250 g fetten Speck
150 g getrocknete Brotwürfel
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
1 EL Senf
1 Ei
1 TL Thymian
Salz und Pfeffer

Die Brotwürfel mit 250 ml Wasser übergießen und quellen lassen. Schalotten und Knoblauch schälen. Schalotten fein würfeln, Knoblauch reiben.

Rehgulasch durch die mittlere Scheibe des Fleischwolfs drehen. Anschließend Speck, dann die Brötchenwürfel durchdrehen. Schalotten, Knoblauch, Senf, Ei und Thymian zufügen und alles gut verkneten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Hackmasse kann vielfältig eingesetzt werden, z.B. als Wild-Burger oder für Hackbällchen.

Donnerstag, 10. Januar 2013

Braten-Voting bei BEEF! - vorläufiges Ergebnis

Das Voting zum Braten-König ist vorbei - leider haben wir es nicht auf Platz 1 geschafft und somit haben wir auch nicht das riesengroße Fleisch-Paket gewonnen. Aber das macht nichts, wir sind mit dem 5. Platz auch ganz zufrieden.

Deswegen: ganz herzlichen Dank an Alle, die für uns abgestimmt haben!


Nachtrag: das letzte Ergebnis scheint das nicht zu sein... der Erstplatzierte hat wohl 103 von insgesamt 564 Stimmen bekommen. Von daher sind wir uns gar nicht sicher, ob wir nun wirklich den 5. Platz gemacht haben...

Montag, 7. Januar 2013

Gemüse, Gemüse und noch mehr Gemüse

Wir können nicht nur Fleisch, wir können auch Gemüse!
 
Nach so viel Fleisch in der letzten Zeit haben wir uns über unsere Gemüsevorräte hergemacht und heute Abend eine helle Wurzelgemüse-Suppe gekocht. Nicht ganz vegetarisch, da die restliche Geflügelbrühe und Sahne vom Wochenende auch noch verarbeitet werden mussten. Ein schönes Stück geräucherter Rehrücken fand sich auch noch im Kühlschrank - die altbackenen Brötchen konnten bei diesem Restefest dann auch noch verwertet werden...

... der geräucherte Rehrücken ...


Helles Wurzelcremesüppchen mit Croutons und geräucherterm Rehrücken (für 6-8 Personen)



8-10 Kartoffeln
1 kleine Sellerieknolle
2 Mairübchen
3 Pastinaken
3 Petersilienwurzeln
2 Knoblauchzehen
1 Stange Lauch
1500 ml Geflügelbrühe
200 ml Sahne
Suppengrundstock
Muskatnuss
Salz und Pfeffer
200 g geräucherter Rehrücken (ersatzweise Bündner Fleisch)
2 Brötchen vom Vortag
Butter

Gemüse putzen, ggf. schälen und in Würfel bzw. Ringe schneiden. Alles in einen Topf geben und Geflügelbrühe angießen. Aufkochen, dann das Gemüse in 15-20 Minuten bei mittlerer Hitze weich kochen. Sahne zufügen, alles fein pürieren. Mit Suppengrundstock, Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.

Brötchen in dünne Scheiben (oder Würfel) schneiden. Butter in einer Pfanne erhitzen und die Brotscheiben darin goldgelb anbraten.

Rehlende in sehr dünne Scheiben schneiden.

Suppe auf Teller verteilen. Mit Croutons und Rehrückenscheiben garnieren.


Als Vorsuppe sonntagfein, als Hauptgericht definitiv alltagstauglich!

Sonntag, 6. Januar 2013

Wildschweinbraten "Wilderer Art"

Jeder kennt Schnitzel und Braten "Jäger Art" - eben Fleisch in oder mit einer Champignon-Rahm-Sauce. Aber für den heutigen Sonntagsbraten wollte ich dann doch etwas gehaltvolleres bzw. bodenständigeres gegen das Grau, das zur Zeit draussen vorherrscht. Und davon abgesehen musste auch noch einiges an Wurzelgemüse verbraucht werden. Und da ich entschlossen war, zum heutigen Gericht Klöße zu servieren, konnten wir das Gemüse nicht in einen Gemüsestampf verwandeln. Und so entstand der Wildschweinbraten "Wilderer Art", der eben etwas herzhafter als der Jäger daherkommt.


1 kg Wildschweinbraten aus der Keule
Öl zum Anbraten
1 Gemüsezwiebel
2 Karotten
1 große Petersilienwurzel
1 Knoblauchzehe
125 g geräucherter Speck
200 ml trockener Weißwein
500 ml Wild- oder Geflügelfond
1-2 EL Hagebuttenmark
1 EL Preiselbeeren aus dem Glas
1 Zweig Rosmarin
4 Zweige Thymian
3 Wacholderbeeren
1 Lorbeerblatt
Suppengrundstock
500 g Champignons
Salz und Pfeffer
100 ml Sahne
Speisestärke

Zwiebel, Karotten, Petersilienwurzel und Knoblauchzehe schälen und in Würfel schneiden. Speck ebenfalls fein würfeln. Wildschweinbraten kurz mit kaltem Wasser abbrausen und trocken tupfen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Öl in einem Topf erhitzen, das Fleisch darin rundherum anbraten, dann herausnehmen. Gemüse und Speck im Topf anbraten, dabei leicht Farbe nehmen lassen. Mit dem Weißwein ablöschen und etwas einreduzieren lassen. Fond angießen und aufkochen lassen. Fleisch wieder in den Topf geben. Rosmarinblättchen vom Stiel zupfen und fein hacken. Zusammen mit den restlichen Gewürzen, dem Hagebuttenmark und den Preislbeeren zur Sauce geben. Mit 1 EL Suppengrundstock würzen. Auf kleiner Flamme köcheln lassen. Nach ca. 45 Minuten die Champignons putzen, ggf. vierteln oder halbieren und für weitere 45 Minuten in der Sauce mitkochen.

Fleisch entnehmen und warm halten. Wacholderbeeren, Lorbeerblatt und Thymianstiele entfernen. Sahne zur Sauce geben, aufkochen lassen und mit in etwas Wasser gelöster Speisestärke leicht binden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Fleisch aufschneiden und mit der Sauce servieren.



Die Kombination von süßen Komponenten mit dem herzhaften Speck und Fleisch hat uns ausgezeichnet geschmeckt. Als Beilage gab es einfach Kartoffelklöße, das Gemüse hatten wir ja schon in der Sauce "versteckt".

Braten-Voting bei BEEF!

Wir haben es getan und unsere Ochsenbäckchen von Weihnachten beim Braten-Wettbewerb von BEEF! eingereicht. Wir haben es schon unter die Top 15 geschafft und hoffen jetzt natürlich auf den Sieg...



Hier geht es zur Abstimmung - in der oberen Reihe mittig...

Vielleicht will ja der eine oder andere noch bis zum 10.01. seine Stimme für uns abgeben.