Freitag, 22. Juni 2012

Salatschwemme


Im Garten wächst und gedeiht es... Radieschen, Kohlrabi, Erdbeeren, Johannisbeeren, Kräuter und viele bunte Salatköpfe. So viel Salat, dass wir gar nicht wissen, wann wir allen essen sollen. Die nächsten Wochen wird es zu jeder Mahlzeit Salat geben. So auch heute.

Teile der Gartenbeute

Nachdem ich am Nachmittag meinen Himbeeressig auf Flaschen gezogen habe, war noch ein kleiner Rest davon übrig. Und so habe ich ein Dressing mit dem Essig und Joghurt gemacht - und mich wahnsinnig über die Farbe gefreut: ein wunderschönes Rosarot. Um den beerigen Geschmack (und die Farbe) zu verstärken, habe ich noch ein bisschen Erdbeer-Rhabarber-Sirup rein getan. Nur noch ein bisschen Salz und Öl dazu, fertig war das Dressing. Gekrönt habe ich den Salat mit ein paar Erdbeeren und Borretsch-Blüten.



Fisch + Grün = Lecker


Ich habe heute arbeitsfrei - dafür muss ich allerdings morgen ran. Aber man muss die Gunst der Stunde nutzen und so habe ich mal wieder ein Freitags-Menü für den heimkehrenden Herrn P. kreiert. Freitags ist oft Fisch angesagt und im Garten nehmen sich die Kräuter gegenseitig das Licht, weil sie wuchern. Und so kam ich auf die Idee, Fischbällchen mit einem grünen Erbsen-Kräuter-Risotto zu kochen. Wer keinen Thermomix und/oder Dampfgarer sein eigen nennt, kann das Gericht auch mit einer herkömmlichen Küchenmaschine und einem Dämpfeinsatz für Kochtöpfe machen.



Gedämpfte Fischbällchen

500 g TK-Kabeljaufilet, angetaut
200 g Sahne
1 1/2 EL Suppengrundstock provencal
1 handvoll frische Kräuter, gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1/2 TL Paprikapulver, edelsüß
1 Ei
100 g Semmelbrösel

Kabeljaufilet in grobe Stücke schneiden. Zusammen mit den restlichen Zutaten bis auf das Ei und die Semmelbrösel in den Mixi geben. 10-15 Sekunden auf Stufe 5-6 zu einer geschmeidigen Farce cuttern. Dann das Ei und die Semmelbrösel 1 Minute auf Knet-/Teigstufe untermengen. 12-16 ca. tischtennisballgroße Bällchen formen. Da der Thermomix nicht Risotto und Fischbällchen gleichzeitig garen kann, habe ich sie im Dampfgarer gemacht - 30 Minuten bei 100 °C.


Grünes Erbsen-Kräuter-Risotto 
(im Thermomix)

1 Bund gemischte Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Thymian...)
50-100 g Öl
1/2 Bund Frühlingszwiebeln
1 EL Pflanzenöl
250 g Risotto-Reis
150 ml Weißwein
650 ml heiße Gemüsebrühe (alternativ: Wasser mit Suppengrundstock)
200 g grüne Erbsen
20 g Margarine oder Butter
100 g Parmesan, gerieben
Salz und Pfeffer

Kräuter waschen, trockenschütteln und grob hacken. Zusammen mit dem Öl mit dem Turbo pürieren und umfüllen. Die Frühlingszwiebeln waschen, putzen, in grobe Stücke schneiden und in den Mixtopf geben, 3 Sekunden auf Stufe 5 zerkleinern. 1 EL Öl zugeben und 2 Minuten bei 100° auf Stufe 1 dünsten. Risotto-Reis zugeben und 3 Minuten bei 100° auf Linkslauf/Stufe 1 dünsten. Mit Weißwein ablöschen, 5 Sekunden auf Linkslauf/Stufe 2 verrühren. Gemüsebrühe dazugießen und 22 Minuten bei 100° auf Linkslauf/Sanftrühren garen, dabei den Messbecher nicht aufsetzen. Nach 12 Minuten die Erbsen zugeben und mitgaren lassen. Am Ende der Garzeit pürierte Kräuter und Parmesan unterrühren, gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Gegessen haben wir das Ganze auf der Terrasse mit einem schnellen Sößchen aus Weißwein, Butter und Sahne, das ich mit dem Pürierstab ein bisschen aufgeschäumt habe.


Sonntag, 17. Juni 2012

Johannisbeer-Muffins


Manchmal sind wir ein wenig chaotisch. Da hilft es, wenn man sich am Abend To-do-Listen schreibt, damit man am nächsten Tag auch nichts von den wichtigen Dingen vergisst zu erledigen.

Für heute stand zum Beispiel "Johannisbeeren ernten" drauf, da einer unserer drei Johannisbeer-Sträucher schon schöne reife rote Beeren getragen hat. Diese wollten wir natürlich nicht den zahlreich im Garten herumfliegenden Vögeln überlassen und schon gar nicht den Ameisen, die dieses Jahr zur Plage werden...

Was aber machen wir mit den knapp 200 g Beeren, die rasch heute morgen geerntet wurden? Kurz überlegt und dann entschieden:


Johannisbeer-Muffins

125 g Butter/Margarine
2 Eier
250 g Zucker
250 g Mehl
200 g Orangensaft
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
1 EL Vanillezucker
180 g Johannisbeeren


Backofen auf 180°C (Umluft) vorheizen.

Butter, Eier, Zucker, Salz & Vanillezucker miteinander vermengen und schaumig rühren. Orangensaft, Mehl und Backpulver unterrühren. Die geputzten Johannisbeeren vorsichtig unterheben.

Teig auf 18 Muffinförmchen verteilen und im Backofen 25 - 30 Minuten backen.

Jetzt müssen wir uns nur noch etwas einfallen lassen, dass die kleinen Biester nicht alle ganz nach unten auf den Boden sinken. Denn irgendwie müssen die Johannisbeeren am Schluss immer vom Muffinpapier abgekratzt werden.

Samstag, 16. Juni 2012

Basics: Geflügelbrühe


Ein lieber junger Kollege klagte letztens über eine leichte Erkältung. Als ich ihm vorschlug, Heim zu gehen und eine Hühnerbrühe zu essen, antwortete er, dass er gerade keine Tütensuppe da hätte...

Als ich meine Fassung wieder errungen hatte, habe ich auf unserem Blog nach einem einfachen Rezept gesucht und mit Entsetzen festgestellt, dass wir in unserer ganzen "Kreativität" vergessen haben, solch einfache Sachen aufzuschreiben.

Genau deshalb starte ich heute die "Basics"-Reihe, unter anderem für kulinarisch fehlgeleitete Kollegen, denen man mit einem einfachen Hinweis auf das Rezept evtl. Horizonte eröffnen kann  - stimmt's S.? ;-)


Must be
Sellerie
Lauch
Ingwer
Möhren
Zwiebeln
Knoblauch
Petersilie

Gewürze
Lorbeerblätter
Salz
Pfeffer
Wachholderbeeren
Piment
Thymian

zusätzlich, wenn vorhanden
Suppengrundstock (alternativ zu Salz)

Fleischeinlage - alternativ (oder gemeinsam)
Hähnchenschlegel
Putenhals
Putenober-/-unterkeule
ganzes Hähnchen (Wir verzichten auf sog. Suppenhühner, da diese meist alt & zäh sind und viel zu wenig Geschmack abgeben. Ausserdem ist das Fleisch hinterher nicht zu verwenden und daher aus unserer Sicht Verschwendung!)

für noch mehr kräftigen Geschmack (wenn man's mag)
Hähnchen-/Putenherzen
Hähnchenmägen


für den richtigen "BUMMS"
Koriandergrün
Chilischoten


Bezüglich den Mengen kommt es natürlich darauf an, wieviel man machen möchte, daher verzichte ich hier auf Gewichtsangaben. Allgemein würde ich ein Verhältnis Gemüse:Fleisch von ca. 1:2 empfehlen, aber auch das ist Geschmackssache.
 
Das Gemüse putzen und grob zerkleinern, Gewürze und alle weiteren Zutaten in einen großen Topf geben (ganze Hähnchen bei Bedarf etwas zerkleinern), mit Wasser auffüllen und ca. 1,5 - 2 Stunden leicht kochen lassen. Das Fleisch sollte gerade so vom Knochen fallen, die Innereien schön weich sein. Die Brühe durch ein Sieb abgießen, das Gemüse hat seine Schuldigkeit getan und wird entsorgt.
Das vom Knochen gelöste Fleisch kann als Suppeneinlage oder anderweitig verwendet werden.

Wenn man das Fleisch nicht mehr verwenden, aber der Brühe noch mehr Geschmack geben will, dann kann man den Ansatz gerne auch wesentlich länger kochen lassen. Faustregel: je länger gekocht, desto mehr Geschmack.

Ich verzichte bewusst an dieser Stelle auf das Abschöpfen von irgendwelchen Schwebeteilchen oder das zusätzliche Klären der Brühe, da es hier um einfache und schnell zuzubereitende Rezepte gehen soll, und nicht um die Grundlagen der gehobenen (Restaurant-)Küche.

Als "Arzneimittel" gegen Erkältung würde ich das Fleisch wieder zur Brühe geben, erhitzen und mit (separat gegarten) Suppennudeln servieren. Gilt immer noch als Hausmittel Nr.1 und ist extrem lecker.

S. - mein Angebot steht noch, Dir das Ganze live vorzuführen, auch in Eurer kleinen Küche in D.!


... mal wieder: Suppengrundstock


Es ist mal wieder soweit, die Vorräte sind aufgebraucht und wir machen mal wieder Suppengrundstock. Und da bei uns sowieso nichts wieder so wird, wie wir es schon einmal hatten, sind neue Kreationen entstanden:

Suppengrundstock Mediterran:

230 g Karotten
230 g Zwiebeln
50 g Pastinake
50 g Sellerie
140 g Staudensellerie
40 g Knoblauch
70 g Petersilie
ein kleiner Zweig Liebstöckelblätter
75 g gemischte italienische Kräuter
2 große Blätter Salbei
15 g frischer Oregano
2 EL getrockneter Thymian
1 EL getrockneter Rosmarin
300 g Salz


Suppengrundstock Asia:

230 g Karotten
120 g Zwiebeln
200 g Pastinake
50 g Sellerie
160 g Staudensellerie
20 g Knoblauch
35 g frischer geriebener Ingwer
55 g Lauch
55 g Petersilie
3 Blätter Liebstöckelblätter
130 g Koriandergrün
1 Stängel Vietnamesischer Koriander
3 Stängel (ca. 20 g) Zitronengras fein gehackt
2 kleine getrocknete Chilis
1 TL Kreuzkümmel gemahlen
1 TL Kardamom gemahlen
300 g Salz


Suppengrundstock Rumfort (alles was noch RUMlag und FORT musste):

210 g Karotten
240 g Zwiebeln
170 g Pastinake
60 g Sellerie
300 g Staudensellerie
25 g Knoblauch
45 g Petersilie
1 kleiner Zweig Liebstöckelblätter
75 g gemischte TK-Kräuter
380 g Salz

die Mischungen jeweils grob zerkleinert in den Thermomix (oder einen anderen Mixer) geben und ca. 1 - 1 1/2 Minuten bei Stufe 5 bis zur gewünschten Konsistenz "pürieren". In Twist-off-Gläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren, wie gehabt...


Montag, 11. Juni 2012

Post aus meiner Küche


Die Küchenhilfe war's! Sie hat mich auf die Idee gbracht, bei dieser wunderbaren Idee mitzumachen. Und so habe ich mich angemeldet und bin nun Teil der genialen Küchensause von Post aus meiner Küche. Endlich darf ich meine beiden Lieblingsbeschäftigungen kombinieren: Kochen und Basteln. Denn nur etwas kulinarisches kreieren und dann ab die Post - das kommt bei mir nicht in die Tüte - äh, Karton. Jedenfalls bin ich schon ganz hibbelig und hoffe, dass sich meine Tauschpartnerin bald meldet, so dass ich demnächst loslegen kann. Und in zwei bis drei Wochen könnt ihr dann hier sehen, was ich gezaubert habe.


Samstag, 9. Juni 2012

Koriandergrün


Dieses Jahr haben wir Glück mit dem Koriander. Er ist im Kräuterbeet wunderbar angewachsen und bereits fast einen halben Meter groß! Grund genug, ihn etwas zurechtzustutzen und aufzufuttern. Auch wenn er nicht jedermanns Geschmack ist, wir lieben dieses Kraut und können nicht genug davon bekommen.

Die Geflügelbrühe hatten wir schon am Nachmittag mit viel Ingwer und Korianderstängeln angesetzt, so dass wir am Abend nur noch das Gemüse schneiden und kurz garen mussten.


Asiatische Glasnudelsuppe mit viel Grün

500 ml Geflügelbrühe
500 g grüner Spargel
1 kleine Stange Lauch
200 g Glasnudeln
300 g gekochtes Hühnerfleisch
300 g Garnelen
Sojasauce
Sweet-Chili-Sauce
viel Koriandergrün

Spargel putzen und im unteren Drittel schälen. Schräg in ca. 2-3 cm lange Stücke schneiden. Lauch putzen, waschen und in Ringe schneiden. Geflügelbrühe erhitzen und den Spargel darin 5 Minuten köcheln lassen. Dann Lauchringe, Hähnchenfleisch und Garnelen mit erwärmen - aber nicht mehr kochen lassen. Mit Soja- und Sweet-Chili-Sauce abschmecken.

In der Zwischenzeit die Glasnudeln in einer Schüssel mit kochend heissem Wasser übergießen und ziehen lassen. In einem Sieb abtropfen lassen und zur Suppe geben.

Auf Teller verteilen und mit viel gehacktem Koriandergrün bestreuen.



Tauschgeschäfte


Das Leben auf dem Land ist einfach, schön - also einfach schön...

Ich weiss gar nicht mehr wann, aber irgendwann kamen wir mit dem "Winzer unseres Vertrauens" (wie sehr doch Herr Biolek den deutschen Sprachgebrauch beeinflußt hat...) ins Gespräch - natürlich ging's ums Essen & Trinken. Dabei kam heraus, dass ebenjener Winzer doch ganz gerne auch Zunge isst, seine Gattin allerdings keinerlei Vorzüge an diesem Gericht entdecken kann und daher diese Delikatesse äußerst selten im Hause Roß auf den Tisch kommt.

Spontan haben wir dann zugesagt, dass er an unserem nächsten "Zungenessen" teilhabe könne.
Letztes Wochenende war es dann so weit, es gab mal wieder Zunge (diesmal vom Lamm) und ein Portiönchen fand seinen Weg auf den Roß'schen Hof und des Winzers Tisch.

Heute, vom Wochenendeinkauf zurückkehend, fanden wir neben der Eingangstür unsere Transportbehältnisse wieder. Es scheint geschmeckt zu haben (wenn dem so gewesen sein sollte, würden wir uns auch über einen entsprechenden Kommentar auf dieser Seite freuen ;-) ), denn dabei war auch noch eine Flasche der gerade erst vor Kurzem ins Sortiment aufgenommenen Cuveé "S88", die wir schon am 1. Mai probieren konnten. Vielen Dank dafür!

So einfach kann es gehen und verschiedene Leckereien erfreuen viele Leute...

Kann man so etwas in der Stadt noch erleben?


Sonntag, 3. Juni 2012

Lammzünglein mit sautierten Tomaten und Polenta


riecht lecker, schmeckt lecker... unser Lunner (Mischung aus Lunch und Dinner)





... und kein Rezept dazu!