Montag, 28. Mai 2012

Slow Food


Am Samstag sind wir nach dem Marktbesuch noch schnell bei unserem Lieblings-Metzger vorbei gefahren. Dort haben wir unter anderem ein schönes Stück Kalbsbrust erstanden. Und genau diese ist heute im Slow-Cooker gelandet.




Kalbsbrust mit frühlingsfrischem Marktgemüse (für 3 Personen)

740 g Kalbsbrust
250 g frische Champignons
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
200 ml Weißwein
400 ml Gemüsebrühe
Paprikapulver edelsüß
1-2 EL Pflanzenöl

500 g grüner Spargel
500 g weißer Spargel
1 Bund Karotten
3 Mairübchen
Zucker
Salz und Pfeffer
5 Zweiglein Thymian
1/2 Bund Petersilie

Butter
100 ml Sahne

Die Champignons putzen, vierteln und in den kleinen Crocky legen. Die Schalotten und den Knoblauch schälen und in Scheiben bzw. kleine Würfel schneiden. Kalbsbrust pfeffern, in Öl von allen Seiten scharf anbraten und auf die Champignons legen. Schalotten und Knoblauch im Bratfett 
anschwitzen, mit Weißwein ablöschen. Aufkochen lassen, dann die Gemüsebrühe angießen. Alles erhitzen und zum Fleisch geben. Die Kalbsbrust mit Paprikapulver bestäuben. 1 Stunde auf HIGH und 7 Stunden auf LOW garen (ich denke, dass 6 Stunden LOW auch gereicht hätten, aber wir hatten uns einfach Zeit gelassen...)

Weißen Spargel, Karotten und Mairübchen komplett schälen, den grünen Spargel nur im unteren Drittel. Den Spargel und die Karotten in schräge Stücke scheiden, die Mairübchen in Stifte. Etwas Wasser in einem Topf erhitzen, mit Salz und etwas Zucker würzen. Zuerst die Karotten und den weißen Spargel ins Wasser geben. Nach 3 Minuten den grünen Spargel und nach weiteren 3 Minuten die Mairübchen zufügen. Alles bissfest garen, dann abgießen. Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse darin schwenken. Thymianblättchen und gehackte Petersilie zufügen, mit Salz und ggf. Zucker abschmecken.

Das Fleisch aus dem Crocky nehmen und warm halten. Von der Brühe 200 ml abnehmen und zusammen mit der Sahne in einen Topf geben. Aufkochen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Etwas Butter in kleinen Flöckchen zufügen, kurz mit dem Pürierstab aufmontieren.

Fleisch in Scheiben schneiden, mit dem Gemüse und der Sauce auf Tellern anrichten.


Wer sich jetzt wundert, was wir mit den Pilzen gemacht haben - die gibt es morgen mit der restlichen Brühe und Sauce als Vorsüppchen...

Samstag, 26. Mai 2012

Open-Air-Saison eröffnet


Schon seit Februar nehmen wir uns vor, endlich zu grillen. Aber irgendwie kam immer etwas dazwischen: keine Zeit, schlechtes Wetter, keine Lust, zu windig etc. - aber dieses Wochenende konnte uns nichts davon abhalten. Und so haben wir dieses Event richtig zelebriert. Zunächst die Frage, was soll auf den Grill? Wir haben uns für die folgende Kombination entschieden: 2 Medaillons vom Rehrücken (vom Kochtopfjäger geschossen und von uns mariniert), 4 dünne Scheiben vom Schweinebauch (mit etwas Knofi, Thymian & Rosmarin plus etwas geräuchertes Paprikapulver gewürzt) und 8 Hackfleischlollis sollten doch für 2 Personen reichen, oder? Und ein paar Kräutersaitlinge machen sich doch bestimmt auch ganz gut auf dem Grill - die waren gestern im Angebot und wollten unbedingt in meinen Einkaufskorb - was will man da machen?

unser Grillfleisch...
es bruzzelt...
zartes Rehmedaillon
krosser Schweinebauch
Lolli, Kräutersaitling & Schweinebauch



Zweierlei Kräuterbutter


Für die klassische Variante:
125 g weiche Butter
2 fein geriebene Knoblauchzehen
5 Stängel Thymian, gehackt
1 Rosmarinzweig, gehackt
1/2 Bund Schnittlauch, in Röllchen
1/4 Bund Petersilie, gehackt
Paprikapulver, edelsüß
Salz und Pfeffer

Für die asiatische Variante:
125 g weiche Butter
etwas Schnittknoblauch, gehackt
1/2 Bund Koriandergrün, gehackt
1 Zweig vietnamesischer Koriander, gehackt
1 Stängel Zitronengras, fein gehackt
1 haselnussgroßes Stück Ingwer, fein gerieben
etwas geriebene Zitronenschale
Currypulver
Kurkuma
Kreuzkümmel
Chiliflocken
Salz

Die Zutaten miteinander vermengen und mit den Gewürzen abschmecken. Zu Rollen formen und kalt stellen.


Salat vom Ofengemüse


1 Zucchini
2 Stängel Rosmarin
3 Zweige Thymian
4 Knoblauchzehen
5 Schalotten / kleine Zwiebeln
6 Karotten
7 Kartoffeln
8 Stangen weißer Spargel

1-2 EL Senf
Olivenöl
Balsamico Bianco
Salz & Pfeffer
Zucker
1 TL Pimenton de la Vera (dulce)
Thymian
Rosmarin
Petersile


Karotten, Kartoffeln und Spargel schälen. In Scheiben bzw. Stücke schneiden. Zucchini waschen und in Scheiben schneiden. Knoblauch andrücken und pellen, Schalotten schälen und vierteln. Rosmarin und Thymian fein hacken. Alles in eine Schüssel geben, mit 4-6 EL Olivenöl vermengen. Auf ein Backbelch geben, pfeffern und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Umluft) 30-35 Minuten garen. Dabei ab und zu umschichten.


Aus dem Senf, Olivenöl, Balsamico und den gehackten Kräutern ein Dressing herstellen. Mit Paprikapulver, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Das Gemüse aus dem Ofen nehmen und mit dem Dressing vermengen.

Uns schmeckt der Salat am besten, so lange er noch lauwarm ist.


Medaillons vom Rehrücken


1 Strang ausgelöster Rehrücken, in 6 Stücke geteilt
2 Stängel Rosmarin, gehackt
5 Zweige Thymian, gehackt
3 Pimentkörner, angedrückt
3 Wacholderbeeren, angedrückt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
etwas Pflanzenöl

Alles zusammen in einen Gefrierbeutel geben, gut durchkneten und mindestens 2 Stunden ziehen lassen.


Hackfleischlollis (ergibt 8 Stück)

500 g Hackfleisch (wir hatten Rinderhack)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1-2 EL Senf
1/2 Bund Petersilie
1 Ei
Semmelbrösel
Paprikapulver, edelsüß
Salz und Pfeffer

Zwiebel und Knoblauch sälen, fein hacken. Zusammen mit dem Hackfleisch, dem Senf, der gehackten Petersilie und dem Ei vermengen. Mit den Semmelbröseln abbinden und den Gewürzen abschmecken. Den Fleischteig in 8 Portionen teilen, zu länglichen "Würsten" formen und auf Holzspieße stecken. Vor dem Grillen mit Öl einpinseln.


Was soll ich sagen, das Fleisch war super lecker, die Medaillons sind zart und saftig vom Grill gekommen, der Speck würzig und kross. O.k., die Lollis haben wir nicht alle geschafft und auch vom Salat ist noch etwas übrig. Und auch wenn wir, alles in allem, eine Ewigkeit für das Einkaufen und Vorbereiten gebraucht haben, es hat sich definitiv gelohnt. Nun lassen wir den Abend auf der Terrasse mit einem Glas Wein bzw. Bier ausklingen und freuen uns auf morgen- denn dann wird wieder gegrillt!

Freitag, 25. Mai 2012

Die Tücken von Desserts...


Vor ein paar Tagen hat meine Schwägerin angerufen - sie will Ende des Monats ein kleines 3-Gänge-Menü für 4 Personen kochen. Ein Gast ist schwanger, der nächste mag weder rohe Zwiebeln noch Pilze und schon gar keinen Spargel. Fleischlos sollte das ganze, falls möglich, auch noch sein und dann wäre da noch eine Laktose-Intoleranz gepaart mit Weizenallergie. Ach so: möglichst wenig Arbeit sollte es machen - dafür aber optisch was hergeben. Gut, hier also das Einfachste: das Dessert. Mit Früchten der Saison und ganz ohne Milchprodukte.


Kokoscreme mit Erdbeerragout

1 Dose Kokosnussmilch (400 ml)
50 ml Kokoslikör (es kann auch darauf verzichtet werden)
50 g Zucker
1 Pk. (10 g) AgarAgar (pflanzliches Geliermittel)
500 g Erdbeeren
Vanillezucker nach Gusto

Zucker, Kokosnussmilch und AgarAgar in einen Topf geben und 2 Minuten köcheln lassen. Ggf. Kokoslikör unterrühren. Auf vier Gläser oder Förmchen verteilen (geeignet sind z.B. schöne Weingläser, Teelichtgläser von Ikea - unbenutzt und sauber natürlich - tun es aber auch. Letztere sind sehr praktisch, wenn man, wie ich, nie Platz im Kühlschrank hat). Mindestens 4 Stunden kühlen.

In der Zwischenzeit die Erdbeeren waschen und 4 schöne Exemplare separat zur Seite stellen. Den Rest putzen und in Stücke schneiden. In eine Schüssel geben und nach Gusto zuckern. Zugedeckt bis zur Verwendung ziehen lassen.

Zum Servieren das Erdbeerragout in die Gläser auf die Kokoscreme geben (Weinglas-Variante) oder die Creme vorsichtig aus der Form auf einen Teller stürzen. Mit einer Erdbeere garnieren und das Ragout um die Creme verteilen (Teelichtglas-Variante).




Spargel-Pasta


Den heutigen Hauptgang möchte ich natürlich keinem vorenthalten:

Limonenpasta mit frischem Marktgemüse (Champignons, Karotten, weisser & grüner Spargel) und Weinschaumsößchen.

Frau P. richtet das Essen an ...
... Hunger!

Mahlzeit!

Tricolore


Herr P. kommt heute Abend nach einer stressigen Woche nach Hause. Und da meine Woche nicht ganz so stressig war (von diversen Koch - und Fotografieratacken abgesehen) möchte ich ihn mit einem leckeren Menü überraschen. Als Vorspeise gibt es dieses Mal ein Salätchen mit...



Spargelmousse auf Räucherlachstatar (für 4 Portionen)

400 g Räucherlachs
1/2 Bund Schnittlauch
3 EL gutes Olivenöl
Salz & Pfeffer
250 g weißer Spargel
250 ml Sahne
1 Pk. AgarAgar
500 g grüner Spargel (möglichst dünne Stangen)
80 g Pflücksalat/Wildkräutermischung
1 EL Aceto Balsamico Bianco

Räucherlachs fein würfeln. Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in feine Röllchen schneiden. Zusammen mit 1 EL Olivenöl vermengen. Mit Pfeffer würzen. In 4 Metallringe füllen und etwas fest drücken.

Weißen Spargel schälen und in Stücke schneiden. Zusammen mit der Sahne bei mittlerer Hitze in ca. 9 Minuten weich garen. Nach 7 Minuten Agar-Agar zufügen und 2 Minuten mitkochen lassen. Dann Alles im Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren, mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Püree etwas abkühlen lassen, dann auf dem Tatar in den Ringen verteilen. Mindestens 3 Stunden kühlen.

Die holzigen Enden vom grünen Spargel abschneiden, waschen und in etwas Salzwasser bissfest kochen. Abschrecken und längs halbieren. Salat/Wildkräuter waschen und trocken schütteln. Zusammen in eine Schüssel geben. Mit Essig und Öl ein Dressing herstellen, den Salat damit mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann auf Tellern anrichten. Die Spargelmousse darauf sezten und servieren.





Rhabarber meets Ananas


Ananas im Angebot und dann noch Rhabarber im Kühlschrank - was könnte das wohl werden? Richtig - ein Fruchtaufstrich!

300 g gewürfelte Äpfel
960 g Rhabarber
500 g gewürfelte Ananas
1 kg Gelierzucker 2:1
1 TL Zitronensäure
2 EL Vanillezucker

Das Obst mit der Zitronensäure, Vanille - und Gelierzucker in einem großen Topf vermengen und mindestens 3 Stunden ziehen lassen - besser über Nacht. Anschließend nach Packungsangabe 3-4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Sofort in gut gespülte Twist-off-Gläser geben und verschließen.


Übrigens: weil ich gerade in "ich mache Mitbringsel-Laune" bin, bereite ich auch gleich einen neuen Jahrgang Holunderblütensirup vor.

Noch mal hellgrün ...


Das Thema "Hellgrün" lässt mich einfach nicht los... und so ist zum Vorspeisen-Cappuccino noch ein Dessert gekommen. Mit (teilweise) ungewöhnlichen Zutaten.

Natürlich hätte ich mir für meinen 2. Beitrag zum Blog-Event auch so etwas profanes wie Waldmeister-Wackel-Pudding mit Vanillesauce (am Besten mit Fertigprodukten - igitt!) oder Mai-Bowle (gibt es inzwischen auch schon fix und fertig in der Flasche - wieder igitt) oder Berliner Weisse mit Schuss (bah - gibt es zwar auch als fertige Mischung, aber das könnte frau auch gerade noch selbst anmischen - nur: wer trinkt das Gesöff?). Zu guter Letzt muss ich beim Thema hellgrün an die Vorliebe einer Freundin denken: WaldiWodka (Wodka mit Waldmeistergeschmack) und als Erinnerung an Studienzeiten: wie wohl grüne Gummibärchen in Saurer-Apfel-Likör schmecken? (ausprobieren und auf die ToDo-Liste schreiben!) - Eisbonbons oder Wick-Blau in Wodka aufgelöst ist ja bereits bekannt... aber ich habe etwas wesentlich leckeres im Gepäck - und das ist auch noch so schön hellgrün - ganz ohne künstliche Farbstoffe:





Apfel-Hollerblüten-Gelee mit Sauerrahmtopping (für 4 Portionen)

ungefüllte Apfelbonbons "Grüner Apfel"- hmmm, weckt wunderbare Kindheitserinnerungen (war gar nicht so einfach, die Dinger zu bekommen - fündig wurde ich im Krankenhauskiosk!!!!)
2 grüne Äpfel (z.B. Granny Smith)
6 EL Zitronensaft (frisch gepresst)
100 ml Wein (falls Kinder mitessen: durch Apfelsaft -nicht naturtrüb- ersetzen)
10 g AgarAgar (pflanzliches Geliermittel - entspricht einem Päckchen)
200 ml Holunderblütensirup
Salz
50 g Zucker
100 ml Schlagsahne
200 g Schmand oder saure Sahne

Ein paar Bonbons in einer Küchenmaschine (oder dem Thermomix) zu feinem Pulver zermahlen. Durch ein Sieb auf ein mit Backpapier belegtes Backblech sieben (kleiner Tipp: für besondere Formen mit einer Schablone arbeiten). Unter dem Backofengrill in 10-15 Sekunden schmelzen lassen. Abkühlen lassen und vorsichtig vom Papier lösen.

AgarAgar in den Wein einrühren, 2 Minuten köcheln und danach etwas auskühlen lassen.

Äpfel waschen, trocken wischen und schälen. Die Schalen mit 2 EL Zitronensaft vermengen und beiseite stellen. Äpfel mit einem Ausstecher entkernen, dann erst in Scheiben schneiden, danach klein würfeln. Die Würfel mit weiteren 2 EL Zitronensaft vermengen und auf 4 Gläser verteilen.

Apfelschalen mit den restlichen 2 EL Zitronensaft und dem Holunderblütensirup pürieren. Die etwas ausgekühlte AgarAgar-Wein-Mischung unterrühren, ggf. durch ein Sieb über die Apfelwürfel gießen und mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank stellen. (kleine Anmerkung: mein Holunderblütensirup besteht zu 50 % aus Zucker. Falls gekaufter Sirup verwendet wird bitte die Süße des Gelees testen. Falls noch etwas fehlt mit Puderzucker nach-"würzen").

Für die Sauerrahmcreme die Sahne mit 50 g Zucker und einer Prise Salz steif schlagen. Vorsichtig unter die saure Sahne heben.

Creme auf das Apfelgelee geben und mit Bonbonchips garnieren.



Hmmm, das war lecker! Aber wer spült jetzt die Gläser? In den Geschirrspüler passen sie leider nicht...

hier noch eine Variante für's Picknick im "Hell"-Grünen



HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Donnerstag, 24. Mai 2012

Duell der Köpfe


Das kommt davon, wenn man durch das www im Allgemeinen und Kochblogs im Besondern surft. Man findet immer mehr Events, die zum Mitmachen verführen. In diesem Fall bin ich bei "Aus meinem Kochtopf" über das Duell der Köpfe gestolpert. Dabei geht es um das beste Spargelrezept 2012. Leider steht da 2012 - und nicht 2010. Denn sonst hätte ich glatt mit meinem Spargel-Mango-Salat mit Garnelen teilgenommen. Der war super lecker *schwärm*. Und mein Cappuccino vom grünen Spargel nimmt ja schon an Uwe's Cookbook of Colors teil... aber schließlich wohne ich hier inmitten eines Spargelanbaugebiets und habe somit frischen Spargel direkt vor der Türe. In meinem Kopf schwirren noch tausend Ideen herum, was man damit anstellen kann.

Abendessen auf der Terrasse

Lieber Peter, ich nehme die Herausforderung an! Hier also mein Rezept - die Zubereitung erfolgt im Themomix:

Schollenfilet auf grünem Spargel und Kerbel-Hollandaise
(für 2 Portionen)


1/2 Pk. fertiger Blätterteig aus dem Kühlregal
500 g grüner Spargel
250 g Schollenfilets (2 Stück)
110 g Butter
80 g Sahne
Salz & weisser Pfeffer
1 gute Prise Zucker
1 Schuss Zitronensaft
5 Eigelb
etwas frischen Kerbel

Den Blätterteig auf der Küchenarbeitsplatte ausbreiten, halbieren und in der Mitte umschlagen, so dass er doppelt liegt. Beide Stücke auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit einem Eigelb bepinseln. Backofen auf 180 °C (Umluft vorheizen).

Die holzigen Enden vom grünen Spargel abschneiden und waschen. Spargel in den unteren Teil des Varomas legen. Die Schollenfilets mit Salz und Pfeffer würzen, auf den oberen Teil des Varomas legen. 1/2 Liter Wasser in den Mixbehälter geben, Varoma aufsetzten und 15 Minuten/Varoma dünsten.

Blätterteig ebenfalls für 15 Minuten in den Backofen geben.

Für die Hollandaise Butter und Sahne in den Mixtopf geben. 1/2 TL Salz, etwas Pfeffer und Zucker zufügen. Bei 80 °C/Stufe 4/ 2 Minuten erwärmen. 4 Eigelb und ein Spritzer Zitronensaft zufügen. Weitere 6 Minuten bei 80 °C/Stufe 4 garen. Am Schluss ein paar klein gehackte Kerbelblättchen unterrühren.

Den Blätterteig aufschneiden, Spargel und Fischfilet auflegen, etwas Hollandaise darauf geben und den "Deckel" auflegen. Servieren.


Natürlich hätte ich den Fisch und den Spargel auch im Dampfgarer machen können, aber um ganz ehrlich zu sein: der Garaufsatz (Varoma) vomThermomix reinigt sich wesentlich schneller als die Einbau-Variante.

Blogevent Duell der Köpfe

P.S.: Bei flowers on my plate habe ich zufälligerweise ein Rezept für eine super schnelle Hollandaise gefunden. Wer also keinen Thermomix hat, der wird hier fündig...

Mittwoch, 23. Mai 2012

Cappuccino mal anders


Hellgrün soll es diesen Monat sein - bei Highfoodalitys Blog-Event "Cookbook of Colors". Im Februar hatte ich ja schon ein Rezept für Hellblau eingereicht, zu Blau fiel aber weder der Küchenhilfe noch mir etwas ein. Allerdings habe ich den rosaroten April verpennt. Dabei wären mir zu dieser Farbe tausend Rezepte eingefallen - leider hat es dann an der zeitlichen Umsetzung gehapert... aber was soll's: neuer Monat - neue Farbe!

Gedanklich bin ich immer noch beim Menü meiner Schwägerin - ein Gast mag zwar keinen Spargel, aber zur Not ersetzt man den eben durch Erbsen. Hier also mein Vorchlag für die hellgrüne Vorspeisen-Suppe - es ist doch immer wieder schön,wenn man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann:



Cappuccino vom grünen Spargel (für 4 Portionen)

400 g grüner Spargel
1 Schalotte
1 EL Pflanzenöl
400 ml Gemüsebrühe (400 ml Wasser mit Suppengrundstock gemischt geht auch)
50 ml Weißwein
75 g Butter (oder Margarine)
200 ml Milch (geht bestimmt auch mit Sojaprodukt)
50 g geriebener Parmesan
Zucker
Salz & Pfeffer
Muskatnuss

Vom Spargel die holzigen Enden abschneiden, dann waschen und in kleine Stücke schneiden. Schalotte schälen und fein würfeln. Alles zusammen im Öl anschwitzen, die Brühe und den Wein angießen und alles 8 Minuten köcheln lassen. Butter in Flöckchen zufügen und pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Milch mit Salz und etwas geriebener Muskatnuss aufkochen. Parmesan nach und nach zufügen und in der Milch schmelzen lassen. Mit einem Pürierstab aufschäumen - dabei den Topf schräg halten.

Die Suppe auf 4 Tassen oder Gläser verteilen. Den Milchschaum darauf verteilen und sofort servieren.


Also liebe Schwägerin, ist diese Vorspeise genehm? Alles in allem habe ich keine 15 Minuten dafür in der Küche gestanden. Auch wenn die Fotos nicht so professionell sind, macht doch was her, oder?

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Dienstag, 22. Mai 2012

K hoch drei


Der heutige Tag ist schwül-warm - und ich habe Hunger... satt soll es machen, aber nicht so schwer im Magen liegen - und schnell gehen soll es auch. Also habe ich drei meiner Lieblingszutaten genommen und einen Salat daraus gebastelt...




Kichererbsensalat mit Karotten und Knoblauch

1 Bund Karotten
1 Dose Kichererbsen
2 Knoblauchzehen
1 Schalotte
1 kleines Stückchen Ingwer
4 EL gutes Pflanzenöl (z.B. Olivenöl)
100 ml Orangensaft
Schale und Saft von 1 Bio-Zitrone
1 TL Zucker
1 TL Suppengrundstock
Kreuzkümmel
Salz und Pfeffer
1/2 Bund Petersilie
2 EL Sesamsaat

Die Karotten putzen, schälen und schräg in Scheiben schneiden. Knoblauch und Schalotte in feine Würfel schneiden. Alles zusammen in 2 EL Öl andünsten. Mit dem Orangensaft ablöschen. Ingwer schälen und fein reiben. Zusammen mit etwas Kreuzkümmel, Zucker und Suppengrundstock zufügen. Zugedeckt ca. 5 Minuten dünsten. Kichererbsen abgießen, mit kaltem Wasser abspülen und zu den Karotten geben. Weitere 2 Minuten dünsten.

Alles in eine Schüssel umfüllen. Restliches Öl, Zitronenschale und -saft zufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Gut verrühren und etwas ziehen lassen. In der Zwischenzeit die Petersilie waschen und hacken. Vor dem Servieren die Petersilie untermischen und alles mit Sesam bestreuen (ggf. vorher in einer Pfanne ohne Fettzugabe anrösten).


Dienstag, 15. Mai 2012

Mediterranes Gemüseragout mit Couscous


Dieses Gericht habe ich einer "Arbeitskollegin" gewidmet. Sie isst wenig Fleisch und kannte bis vor kurzem Couscous überhaupt nicht. Nachdem sie unseren Spargel-Couscous-Salat probiert hatte, habe ich ihr eine kleine Menge der einfach zuzubereitenden Beilage mitgegeben. Jedenfalls hatten wir in letzter Zeit auch genug Fleisch (zumindest von der Häufigkeit her, mengenmässig war es gar nicht so viel...), so dass heute mal ein fleischloser Tag eingelegt wurde. Ich hatte noch ein paar Zucchinis, die verbraucht werden sollten und Karotten, die sowieso immer vorrätig sind. Also Gemüseragout (hört sich meiner Meinung nach schöner an als Gemüseeintopf):



Mediterranes Gemüseragout mit Couscous (für 3-4 Portionen)

7-10 mittelgroße Karotten
5 kleine Zucchinis
1 Bund Frühlingszwiebeln
1-2 Zehen Knoblauch
2 EL Olivenöl
3 EL Tomatenmark
1 Dose geschälte Tomaten
5-10 Zweige Thymian
2 Blättchen frischen Liebstöckel
ein paar Blätter Oregano
1 Zweig Rosmarin
1 Dose Kichererbsen
Zucker
Suppengrundstock
Salz und Pfeffer
1 Wasserglas Couscous

Karotten schälen und in Scheiben (oder Würfel) schneiden. Die Zucchinis waschen und in Würfel schneiden. Frühlingszwiebeln putzen, in Ringe schneiden. Den Knoblauch pellen und fein würfeln.
Die Kräuter waschen, trockenschütteln und fein hacken.

1 EL Öl in einem Topf erhitzen. Erst die Karotten anbraten, dann die Zwiebeln zufügen. 3-5 Minuten braten lassen, dann Knoblauch und Tomatenmark zugeben. Die Tomaten und 1/2 Dose Wasser angießen. Kräuter, Kichererbsen und Zucchini zufügen. Mit Suppengrundstock würzen. 10 Minuten köcheln lassen, so dass das Gemüse noch Biss hat. Vor dem Servieren mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

In der Zwischenzeit den Couscous in eine Schüssel geben und mit der doppelten Menge kochenden Wassers übergießen. Salzen und gelegentlich umrühren. Wenn das Wasser von Couscous aufgesaugt ist einen EL Ölivenöl unterrühren.

Couscous mit dem Gemüseragout servieren.

Montag, 14. Mai 2012

Wildschweinfilet im Kräuter-Speck-Mantel


Vom Wochenende war noch ein Wildschweinfilet "übrig". Und da es heute Nacht nicht gerade warm war und die Vorhersage für die folgende auch nicht besser aussieht, haben wir dem Schweinderl ein Mäntelchen angezogen und es in den warmen Ofen gepackt. Die Kräuter hat Herr P. übrigens eigenhändig gepflückt - einmal quer durch den Garten...



Wildschweinfilet im Kräuter-Speck-Mantel mit gebratenen Kartoffeln und Spargel (für 2 Personen)

280 g Wildscheinfilet (Lende)
100 g Bacon in dünnen Scheiben
1 handvoll gemischte Kräuter (Thymian, Salbei, Borretsch, Olivenkraut, Oregano, Sauerampfer... halt eine "wilde" Mischung)
1-2 EL Kremser Senf
1-2 EL Öl
400 g Kartoffeln (festkochend)
1 kg weißer Spargel
Zucker
Salz & Pfeffer
1 EL Suppengrundstock

Das Wildschweinfilet parieren. Den Bacon leicht überlappend auf einem Küchenbrett ausbreiten. Kräuter waschen und hacken.

Kartoffeln und Spargel schälen. Den Mixtopf mit knapp 1 l Wasser füllen, Suppengrundstock zufügen.  Kartoffeln halbieren und in das Garkörbchen des Thermomix geben. Die holzigen Enden des Spargels abschneiden und die Stangen in den Varoma legen. Alles zusammen 30 Min./Varoma/Stufe 1 garen.

In der Zwischenzeit das Filet mit dem Senf einstreichen, dann in den gehackten Kräutern wälzen. In den Bacon einwickeln. Öl in einer Pfanne erhitzen, das Fleisch darin von allen Seiten anbraten. Dann in einer feuerfesten Form im vorgeheizten Backofen bei 150 °C (Umluft) 10-15 Minuten fertig garen  lassen.

Die Kartoffeln kurz im Bratfett schwenken. Das Fleisch nach kurzer Ruhezeit aufschneiden und alles zusammen auf Tellern anrichten.



Sonntag, 13. Mai 2012

Spargel-Kräuter-Pfannkuchen


Nachdem wir heute einen Kräuterhof besucht und einen Teil unserer Gemüsepflanzen im Garten verbuddelt haben, mussten wir uns auch irgendwann stärken. Herr P. hatte heute Mittag das Wort "Kräuterpfannkuchen" aufgeschnappt und ich war von der Idee begeistert. Zusammen mit Pfälzer Spargel ein Gedicht.


Spargel-Kräuter-Pfannkuchen (für 2-3 Personen)

1 kg Spargel (kann auch Bruch sein)
1 großes Bund gemischte Kräuter (Schnittlauch, Petersilie, Thymian, Oregano, Kerbel etc.)
4 Eier
100 g Weizenmehl
50 g Dinkelvollkornmehl
Milch
Butter oder Margarine
2 EL Mehl
200 g Crème fraiche
Zucker, Salz & Pfeffer
Suppengrundstock

Kräuter waschen, trockenschleudern und fein hacken.

Eier in einem Rührgefäß aufschlagen. Mehl unter Rühren zufügen. So viel Milch angießen bis ein nicht zu dünnflüssiger Teig entsteht. 1/3 der Kräuter und 1/2 TL Salz unterrühren. 5-10 Minuten quellen lassen.

Etwas Fett in einer beschichteten Pfanne erhitzen und nacheinander 6 Crepes ausbacken. Im Backofen die Crepes (in Alufolie gewickelt) warm halten.

Den Spargel schälen, in Stücke schneiden und in 300 ml Wasser mit Salz und Zucker gar kochen. Den Spargel abgießen, dabei das Kochwasser auffangen.  2 EL Butter oder Margarine zerlassen, 2 EL Mehl hineinstreuen, dann ganz langsam die Spargelbrühe dazugießen. Die Sauce auf kleiner Flamme unter ständigem Rühren 5 Minuten lang schwach köcheln lassen, dann den Topf von der Flamme nehmen. Die gekochten Spargelstücke, die Crème fraiche und die restlichen Kräuter hinzugeben und pürieren. Mit Suppengrundstock und weißem Pfeffer abschmecken. Auf kleiner Flamme warm halten.


Die Crepes ausbreiten und auf jeden 1/6 Füllung geben. Die Füllung gleichmäßig verteilen. Einen schmalen Rand freilassen, sonst läuft der Crepe aus. Die Crepes auf die Hälfte zusammenfalten, dann ein zweites mal auf ein Viertel. Auf Tellern anrichten.


Samstag, 12. Mai 2012

Salat von Puy-Linsen mit gebratenem Rehfilet


Heute standen wir auf dem Wormser Markt bei unserem Wilden und haben uns erst dort Gedanken gemacht, was es denn am Wochenende zum Essen gibt. Wir hatten eine große Auswahl verschiedener Fleischstücke von Reh und Wildschwein. Ganz spontan haben wir uns für ein Stück entschieden, das wir noch nie hatten: Rehfilets! Zu Hause haben wir uns dann überlegt, was es zu den edlen Stücken geben soll:

Lauwarmer Salat von Puy-Linsen mit gebratenem Rehfilet  


1 1/2 Gläser (ca. 250 g) Puy-Linsen (grüne Linsen)
4 1/2 Gläser (ca. 900 ml) Wasser
4 Blätter Liebstöckel

125 g Katenschinken gewürfelt
1-2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
150 ml trockener Weißwein (z.B. Kerner von Weinbau Roß)
1 EL Öl
1 EL Senf
6 EL guter Balsamico rosso
1 EL Suppengrundstock
10 Zweige Thymian
1 Zweig Oregano
1 Zweig Rosmarin
1/2 Bund Petersilie
Zucker, Salz und Pfeffer

4 kleine Rehfilets
1 Zweig Rosmarin 
2 Knoblauchzehen
1 EL Öl

Die Linsen und den Liebstöckel mit dem Wasser aufkochen und 20-25 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen noch leichten Biss haben. Anschließend abgießen.

Schalotten und Knoblauch schälen und fein würfeln. In nicht zu heißem Öl zuerst den Katenschinken, dann Schalotten und Knoblauch andünsten. Mit dem Wein ablöschen, fast vollständig einkochen lassen und vom Herd nehmen. Senf, Essig, Suppengrundstock und die gehackten Kräuter unterrühren. Die Linsen hinzufügen, durchmischen und ziehen lassen. Bei Bedarf mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Knoblauchzehen andrücken, zusammen mit dem Rosmarin in Öl geben. Die Rehfilets von allen Seiten anbraten. Vor dem Anschneiden kurz ruhen lassen, dann auf dem lauwarmen Salat anrichten.

Die angegebenen Mengen reichen als Vorspeise für 8 oder als Hauptgericht für 2 Personen.

Sonntag, 6. Mai 2012

Erfrischungsgetränk à la Küchenhilfe


1 handvoll frische Zitronenmelisse-Blätter
1 Zweig frische Pfefferminze
2 Stevia-Blätter
1 kleiner Zweig Zitronenthymian
1-2 Salbei-Blätter
1 walnussgroßes Stück Ingwer in dünnen Scheiben
1 L kochendes Wasser

Alles zusammen in eine Teekanne geben, gut durchziehen lassen. Kann warm oder abgekühlt getrunken werden.