Sonntag, 29. Januar 2012

Gefüllter Mufflonbauch mit Parmesanwirsing und Maronenpolenta


Vor wenigen Minuten war es soweit... unser Mittagsmahl konnte serviert werden. Und wir müssen sagen: es war lecker. Genau das richtige Sonntagsessen. Das Fleisch war super zart, der Wirsing schön würzig, nur die Polenta war etwas zu fest. Nächstes Mal werden wir auf die Flüssigkeitsmenge statt 200 g nur 150 g Maisgrieß verwenden.









Parmesanwirsing

600 g (1/2 Kopf) Wirsing
100 g Schalotten
1-2 EL Butter

250 ml Sahne
50 ml Milch
100 g Parmesan
Suppengrundstock
Muskat

Den Wirsing putzen, vom Strunk befreien und in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Diese in Salzwasser 1 Minute blanchieren, dann kalt abschrecken. Gut abtropfen lassen. Die Schalotten schälen und fein würfeln. Butter in einem Topf erhitzen und die Schalottenwürfel darin glasig andünsten. Wirsing, Sahne und Milch hinzufügen und etwas einkochen lassen. Den fein geriebenen Parmesan unterrühren, mit Suppengrundstock, frisch gemahlenem Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.


Maronenpolenta

150 g gegarte Maronen
900 ml Milch
1 Rosmarinzweig
2 Knoblauchzehen
Suppengrundstock
200 g (150 g) Maisgrieß (Polenta)
3 EL Butter
100 g Parmesan

Die Maronen fein hacken. Zusammen mit der Milch, dem Rosmarinzweig und den angedrückten Knoblauchzehen in einen Topf geben und aufkochen lassen. Von der Platte nehmen, den Rosmarinzweig entfernen und mit Suppengrundstock (oder einfach nur Salz) würzen. 1/2 Stunde ziehen lassen, dann den Knoblauch entfernen. Die Milch erneut aufkochen und den Maisgrieß einrühren. Dann den Zubereitungsanweisungen für die Polenta auf der Packung folgen (ist ja schon ein kleiner Unterschied zwischen der traditionellen und "Instant"-Polenta). Zuletzt Butter und den geriebenen Parmesan unterrühren.


Gebratene Käuterseitlinge

Muss ich hier jetzt wirklich schreiben, wie man Pilze in Scheiben schneidet und in einer Pfanne anbrät? Nö... ich verrate höchstens, dass ich viel gute Butter zum Braten verwende.


Alles zusammen ergibt ein richtig leckeres Geburtstagsessen. Yummy! Hier kann man übrigens nachlesen, wie wir die Bäuche gefüllt haben...

Samstag, 28. Januar 2012

Es wird mal wieder WILD!


Mitte der Woche erreichte uns die frohe Kunde unseres "Kochtopfjägers", dass er am Samstag (also heute) Mufflon dabei hätte. Nach kurzer Beratschlagung haben wir vorsichtig nach etwas Mufflonbauch gefragt, aber leider keine direkte Antwort erhalten. Umso größer war die Freude heute Morgen, als Herr Klein uns schon den küchenfertigen Bauch entgegenhielt, als wir zu seinem Stand auf dem Wormser Wochenmarkt kamen. Dass es bei dem Bauch nicht geblieben ist, brauche ich wahrscheinlich nicht zu erwähnen, davon vielleicht an anderer Stelle mehr. Freundlicherweise haben wir auch noch einen Hals für den Fond bekommen.

Dieses Stück Hals ist zusammen mit noch zwei weiteren Stücken Hals (insgesamt fast 3 Pfund) aus dem Tiefkühler, 1 kg Hähnchenflügel und ca. 300 g Bauchspeck erst einmal in einem großen Bräter bei 220°C in den Ofen gewandert und hat dort eine knappe Stunde geröstet.

Parallel haben wir Karotten, Sellerie, 2 Zwiebeln sowie ein walnußgroßes Stück Ingwer geputzt und grob gewürfelt.

Das Gemüse haben wir in einem Topf angebraten, etwas Tomatenmark mitgeröstet und mit 1 Liter Roséwein abgelöscht. Den Bräter aus dem Ofen nehmen, Hände unter kaltes Wasser halten (auch die Griffe werden heiss im Ofen!!!) und das Gemüse über das Fleisch und die Knochen geben. Mit einem weiteren Liter Rosé und Wasser auffüllen, bis alles gut bedeckt ist. Jetzt kamen noch 4 Knoblauchzehen, einige Lorbeerblätter, Pfefferkörner, Piment und Wacholderbeeren, sowie Thymian- und Rosmarinzweige hinzu.

Alles ein Mal gut aufkochen lassen, abschäumen, dann die Hitze reduzieren. Die Brühe mindestens 4 Stunden, besser noch 8 Stunden leicht köcheln lassen. Dabei wiederholt den Schaum und das Fett von der Oberfläche der Brühe abschöpfen.


So viel zum Fond... aber da sind immer noch die zwei Stücke Mufflonbauch. Wir haben entschieden, dass jeder von uns beiden einen davon "füllen" darf.

Mufflonbauch nach FunnyWitch:

1 Mufflonbauch ca. 500 g (küchenfertig)
1-2 EL Pflanzenöl
125 g Katenschinken
150 g braune Champignons
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 TL frischen, gehackten Rosmarin
400 g Putenfleisch
250 ml Sahne
1/3 TL Rauchsalz
1/3 TL Piménton de la Vera (dulce)
1/3 TL Paprikapulver edelsüß
1 großzügige Prise Muskatnuss
Salz und Pfeffer

Schalotte und Knoblauch schälen, sehr fein würfeln. Katenschinken und Champignons ebenfalls fein würfeln. Öl in einer Pfanne erhitzen, und die Würfel darin anbraten. Rosmarin hinzufügen und abkühlen lassen.

Das Putenfleisch in Stücke schneiden und für 15-20 Minuten im Tiefkühler anfrieren lassen. Anschliessend zusammen mit der Sahne und den Gewürzen im Thermomix (oder einer anderen Küchenmaschine) zu einer geschmeidigen Masse verarbeiten. Die abgekühlten Pilze mit Speck unter die Masse rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Mufflonbauch waschen, trockentupfen und auf der Arbeitsfläche ausbreiten. Die Farce gleichmäßig dünn darauf verstreichen. Das Ganze dann wie eine Roulade aufrollen, verschnüren und mit Trüffelöl einreiben.

Sollte, wie bei uns, etwas Farce übrigbleiben, so kann man aus dem Rest Nocken abstechen und in Brühe garziehen lassen (z.B. als Suppeneinlage) oder man formt Minifrikadellen und brät diese.


Mufflonbauch á la Küchenhilfe:

1 Mufflonbauch ca. 600 g (küchenfertig)
3 EL frz. Senf (mit Petersilie & Knoblauch)
100 g Frühstücksspeck in dünnen Scheiben
1/3 Glas getrocknete Tomaten in Öl
2 Knoblauchzehen
1 Schalotte
2 große Blätter Mangold
1/3 Bund glatte Petersilie
5 Champignons

Den Mufflonbauch waschen, trockentupfen und auf der Arbeitsfläche ausbreiten. Mit Senf bestreichen und mit den Speckscheiben belegen. Die Tomaten hacken, Schalotte und Knoblauch schälen und fein stifteln. Mangold waschen, Pilze putzen. Mangold und Pilze in feine Streifen schneiden, Petersilie grob hacken. Alles gleichmäßig auf dem Bauch verteilen und auch hier das Ganze wie eine Roulade aufrollen, verschnüren und mit Öl von den getrockneten Tomaten einreiben.

Beide Rollen in den Crocky legen, den oben erwähnten Wildfond abschmecken, das Fleisch damit  bedecken und 12 Stunden auf LOW garen lassen.



Und wie es schmeckt und was es dazu gegeben hat, erzählen wir Euch morgen, da wir es selbst noch nicht wissen...


1. Zwischenstand 28.01.12  21:55:
Der Fond ist gigantisch und die Katzen haben Fleisch im Überfluss - zum Selberessen ist das nix mehr - mehr als 5 Stunden gekocht ist da kein Geschmack und/oder Nährwert mehr vorhanden. Unsere Fellnasen freuen sich trotzdem, zumal da kein Gramm Salz dran ist...

2. Zwischenstand 29.01.12  09:20:
Heute Morgen nach dem Aufstehen roch es in Küche und Wohnbereich schon richtig lecker... wir haben die Bratenstücke 1x gewendet und harren nun der Dinge - hoffentlich ist bald Mittagszeit.


Freitag, 27. Januar 2012

Eintopf Thai-Style...


... oder so etwas in die Richtung.
Eigentlich wollte ich heute einen schönen Putenrollbraten im Crocky machen. Aber irgendwie konnte ich keinen auftreiben. Sogar im Real habe ich geschaut - nix, nada! Morgen schaue ich auf dem Markt beim Geflügelhändler und friere ihn ein!!!

Nun gut, nachdem kein Putenbraten verfügbar war, musste ich eben umdisponieren. Mit Cocosmilch und Thai-Curry arbeite ich ja super gerne - also hatte ich damit schon das "Grundgerüst" für mein heutiges Gericht, das ich Eintopf Thai-Style getauft habe. Für 4 Portionen braucht man:

5 Karotten
1 EL Pflanzenöl
1 walnussgroßes Stück Ingwer
1 Knoblauchzehe 
2 Dosen Cocosmilch
1-2 TL Thai-Curry-Paste
2 EL Sweet-Chili-Sauce
2 EL Soja-Sauce
1 EL Suppengrundstock
3 Frühlingszwiebeln
400 g Champignons
1 Tasse TK-Erbsen
270 g Muschelfleisch (TK)
4 Handvoll Basmati-Reis
Salz und Pfeffer
1/2 Bund Koriandergrün oder Blattpetersilie

Die Karotten schälen und würfeln. Ingwer und Knoblauch schälen, fein würfeln oder reiben. Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe, die Champignons in Scheiben scheiden.

Den Basmaiti-Reis in reichlich Salzwasser bissfest kochen, abgießen und beiseite stellen.

Das Öl in einem großen Topf erhitzen. Karottenwürfel und Ingwer darin andünsten. Mit der Cocosmilch ablöschen. Mit Knoblauch, Curry-Paste, Chili-Sauce, Soja-Sauce und Suppengrundstock würzen. Aufkochen, dann Hitze reduzieren und 5 Minuten köcheln lassen. Anschließend Frühlingszwiebeln, Champignons und Erbsen in die Sauce geben, weitere 5 Minuten köcheln. Zuletzt den gekochten Reis und das Muschelfleisch im Eintopf erwärmen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf Teller verteilen und mit gehacktem Koriander/Petersilie garnieren.



Sonntag, 22. Januar 2012

Angesteckt...


... ich fnde es so lustig. Unser Crocky ist nun seit 2 Wochen Familienmitglied und schon bekommt er einen Bruder. Der wird allerdings nicht bei uns einziehen sondern bei den Eltern meiner Küchenhilfe. Ich bin ja gespannt, wer sich als nächstes einen Slow-Cooker kaufen wird. Ein paar potentielle Kandidaten gibt es ja...

Biskuit-Boden


Meine Küchenhilfe hat ja demnächst Geburtstag. Deswegen hat er sich einen (genauer gesagt zwei) Kuchen für seine Kollegen gewünscht. Nach dem Käsekuchen ohne Boden musste noch ein Biskuit-Boden für den "Rosa Traum" gemacht werden. Für eine mehrschichtige Torte ist das Rezept nicht geeignet. Modifizierte Variante in Klammern)

2 Eier, getrennt ( 3 Eier)
1 EL kaltes Wasser
80 g Zucker (90 g Zucker)
40 g Mehl (60 g Mehl)
40 g Speisestärke (30 g Speisestärke)
1/2 TL Backpulver


Den Boden einer Springform (26 cm Durchmesser) mit Papier auslegen. Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen.

Die Eier trennen. Eiweiss und das kalte Wasser mit den Quirlen des Handrührgerätes zu sehr steifem Schnee schlagen. Die Hälfte des Zucker unter ständigem Weiterschlagen langsam einrieseln lassen und weiterrühren, bis es nicht mehr knirscht.

Eigelb mit restlichem Zucker schaumig rühren und dann auf niedrigster Stufe unter das Eiweiß ziehen, bis vom Eigelb nichts mehr zu sehen ist.

Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und sieben, zur Eimasse geben und mit einem großen Schneebesen kurz unterheben. Dabei nicht rühren, sondern den Schneebesen durch beide Schichten ziehen, über der Handkante abschlagen und neu ansetzen.

Die Masse sofort in die Springform füllen und glattstreichen.

Form in den Backofen schieben und etwa 30-35 (25-30) Minuten backen.

Tortenboden mit einem Messer vorsichtig vom Formrand lösen. Springformrand entfernen und den Tortenboden auf ein Kuchengitter stürzen. Papier abziehen und den Tortenboden auskühlen lassen.

Donnerstag, 19. Januar 2012

Schweinebraten "Café de Paris"


Nachdem es bisher die ganze Woche nur Gemüse und Fisch gegeben hat, habe ich einen richtigen Heißhunger auf Fleisch. Und so kommt mir das Stück Schweinenacken, der mir gestern ins Einkaufskörbchen gehüpft ist, gerade recht. Eigentlich hätte es ein "Pulled Pork" werden sollen, aber nun habe ich mir etwas anderes damit einfallen lassen. Denn meine Küchenhilfe hat letztes Jahr zum Abschied von seinen Kollegen einen Fresskorb bekommen. Unter anderem war eine Gewürzmischung "Café de Paris" dabei. Nachdem das Glas nun schon lange in unserer Gewürzschublade vor sich hinschlummert und wir bisher noch nichts damit gemacht haben, habe ich den Inhalt kurzerhand zweckentfremdet - denn eigentlich stellt man Dipps oder Gewürzbutter damit her. Aber bei uns sind solche Dinge ja nicht in Stein gemeißelt.

Und so habe ich den Braten gemacht:

1,3 kg Schweinebraten (Nacken)
mittelscharfer Senf
Paprikapulver edelsüß
Gewürzmischung "Café de Paris"

Das Fleisch trockentupfen und überall mit Senf einstreichen. Dann großzügig mit Paprikapulver und der Gewürzmischung einreiben. Die Oberfläche sollte ganz trocken sein. Nun das Fleischstück fest in Frischhaltefolie einwickeln und über Nacht (24 Stunden wären noch besser) ziehen lassen.

Am nächsten Tag:

2 Zwiebeln (mittelgroß)
3 Karotten
500 g Champignons
1 EL Pflanzenöl
250 ml Wasser
300 ml Sahne o.ä.
1 EL Gewürzmischung "Café de Paris"
1 TL Paprikapulver edelsüß
1 EL Brühengrundstock

Die Zwiebeln und Karotten schälen und würfeln. Die Champignons putzen und vierteln. Das Öl in einem Topf erhitzen, die Zwiebeln und Karotten darin anschwitzen. Nach und nach die Pilze zugeben. Dann mit Wasser und Sahne ablöschen, Gewürzmischung und Paprikapulver zufügen. Mit dem Brühengrundstock abschmecken. Kurz aufkochen lassen.

Das Fleisch aus seiner Folienpackung nehmen, im Crocky platzieren. Die Sauce dazu geben - nach Möglichkeit die Sauce nicht über, sondern neben das Fleisch gießen. Nun den Crocky 11,5 Stunden auf LOW arbeiten lassen.

Bei uns gibt es wirklich selten Schweinefleisch, aber ab und zu muss es einfach sein - vor allem, wenn es so lecker daherkommt. Traumhaft zartes Fleisch in einer leckeren Sauce, die (ein wenig angedickt) zusammen mit Knödeln und ein bisschen Schmorkohl "Café de Paris" die perfekten Beilagen sind.
Auf Fotos haben wir diesmal verzichtet - wir hatten zu viel Hunger... ;-)

Sonntag, 15. Januar 2012

Matjestatar


Inspiriert von einem Rezept im Fernsehen gab es heute Abend ein frisches Matjestatar mit Avocado und Mango. Und so wird's gemacht:


Fruchtiges Matjestatar

250 g Matjesfilet
2 Mangos
1 Avocado
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Saft von je 1 Orange und 1 Zitrone
Sweet-Chili-Sauce
Pfeffer
1/2 Bund Koriandergrün

Mango, Avocado, Zwiebel und Knoblauch schälen und würfeln. Matjesfilets ebenfalls würfeln. Alles zusammen mit dem Zitrusfrüchtesaft in eine Schüssel geben und gut vermengen. Mit Sweet-Chili-Sauce und Pfeffer abschmecken. Mit gehacktem Koriandergrün anrichten.




Extra für mich...


Aus einem früheren Leben hegt meine liebe Gattin eine Abneigung gegen Rinderrouladen der klassischen Art. Experimente mit dem Gericht finden zwar hin und wieder statt (z.B. Leberwurstfüllung), aber mal ehrlich: es wird niemals eines ihrer Lieblingsgerichte.
Um so mehr freute ich mich über die Ankündigung, es gäbe Rouladen. Und da ja jetzt der Slowcooker hier wohnt, war auch klar, wie die Fleischrollen zubereitet werden sollten - 9 Stunden bei LOW... wir haben extra eine Zeitschaltuhr gekauft, damit wir pünktlich um 12:00 Uhr zu Mittag essen können. Also alles am Abend vorbereiten, den Timer auf 3:00 Uhr morgens stellen und ins Bettchen gehen...
Falls man nachts mal raus muss, kann man ja mal schauen, ob der Crocky fleissig ist. ;-)

Und das haben wir in den Topf geworfen:

Etwas andere Rinderrouladen

4 Rouladen (ca 570 g)
100 g  Frühstücksspeck (in dünnen Scheiben)
Senf
4 Möhren
3 Schalotten
3 EL Pflanzenöl
1 Kräuterseitling
ein bisschen Bergkäse
4 rohe Geflügelwürstchen (ca. 200 g)
3 TL Zucker
3 rote Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
ein kleines Stück Sellerie
150 ml Rotwein
100 ml Portwein
1/3 Tube Tomatenmark
Suppengrundstock
400 ml Rinderfond
Salz und Pfeffer

Möhren, Schalotten, Zwiebeln, Knoblauch und Sellerie schälen. 2 Möhren längs in Stifte (Julienne) schneiden, den Rest fein würfeln. Die Schalotten ebenfalls längs in feine Streifen schneiden. Rote Zwiebeln, Sellerie und Knoblauch fein würfeln. 1/2 Kräuterseitling in feine Scheiben schneiden, den Rest würfeln.

Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen, die Schalotten und Möhrenstreifen darin andünsten. 1 TL Zucker zufügen, leicht karamellisieren lassen, dann alles auskühlen lassen.

Inzwischen die Rouladen ausbreiten, trockentupfen und mit Senf bestreichen. Pfeffern, dann mit dem Frühstücksspeck belegen. Je nach Geschmack mit den Möhrenstiften, den Schalotten, Geflügelwürstchenbrät, Bergkäse, Pilzscheiben etc. belegen, dann aufrollen und in den Crocky legen.

Die Pfanne wieder erhitzen, das gewürfelte Gemüse zusammen mit 2 TL Zucker darin anbraten. Das Tomatenmark zufügen, kurz anrösten. Mit dem Rotwein ablöschen, diesen fast komplett einkochen lassen. Dann den Portwein und den Fond angießen. Mit Suppengrundstock, Salz und Pfeffer abschmecken und ca. 10 Minuten köcheln lassen.

Sauce über die Rouladen geben, den Crocky 9 Stunden auf LOW stellen und abwarten...



Als Beilage haben wir Taglioline al Barolo und gebratene Kräuterseitlinge serviert. 


 



Montag, 9. Januar 2012

Veganes Crocky-Experiment

Der Crocky kann nicht nur Fleisch kochen - auch Gemüse wird, wie ich inzwischen weiss, köstlich darin. Genau aus diesem Grund habe ich dieses Expriment gestartet.

Dinkel-Gemüse-Suppe

5 Möhren (190 g) - gewürfelt
1 Pastinake (60 g) - gewürfelt
1 Scheibe Sellerie (70 g) - gewürfelt
1 Pk. Champignons (250 g) - gewürfelt
2 Zucchini (250 g) - gewürfelt
1 Stange Lauch (130 g) - in Ringen
250 g Zartdinkel
1 L Wasser
2 EL Suppengrundstock (vegan)
1 EL Pflanzenöl oder -Crème

in den Crocky geben und 4 Stunden HIGH bzw. 8 Stunden LOW garen. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver (edelsüß) abschmecken. Vor dem Servieren ggf. mit Sojacrème verfeinern.

Suppengrundstock mal anders

Nachdem wir ja unseren veganen Suppengrundstock schon selbst machen, habe ich heute mal einen "Fleischbrühen"-Gundstock im Thermomix gebastelt. Gefunden habe ich das Rezept (zumindest so ähnlich) im Wunderkessel.

100 g Sellerie
150 g Karotten
100 g Zwiebel
50 g Blattpetersilie
3 Knoblauchzehen

in den Mixi geben und 10 Sek./Stufe 5 zerkleinern.

400 g Rinderhackfleisch
400 g grobes Meersalz
50 g Rotwein

zufügen, 15-20 Sek./Teigstufe vermengen. Dann 30 Min./Varoma/Stufe 1-2 kochen, dabei das Garkörbchen als Spritzschutz auf den Deckel stellen.

Danach den Messbecher aufsetzen und 1 Min./Stufe 6-10 pürieren. In Schraubgläser füllen und abkühlen lassen.

Hält sich angeblich im Kühlschrank mehrere Monate und man benötigt 1 TL für 500 ml Wasser.

P.S.: Besser nicht, wie ich das getan habe, den Löffel abschlecken, das Zeug ist brutal salzig...

Sonntag, 8. Januar 2012

"Fauler" Rehrücken


Nein, das Fleisch ist nicht verdorben... nachdem uns unser schizophrenes Huhn so gut geschmeckt hat, wollten wir schauen, was unser neuer Kumpel mit Wild anstellt. Und da der Rehrücken so schön im Tiefkühler geschlummert hat, haben wir ihn kurz geweckt, damit er es sich jetzt im neuen Slow-Cooker gemütlich machen kann:

1 ausgelöster Rehrücken (zusammen 700 g)
1 EL Trüffelöl
1/3 TL Wildgewürz
3 Schalotten
2 kleine, rote, Zwiebeln
1 EL Butterschmalz o.ä.
2 TL Zucker
3 kleine Knoblauchzehen
1 kleines Stück Ingwer
250 ml Rotwein
200 ml Portwein
350 ml Geflügelbrühe
Saft und Zeste von 1 Bio-Orange
1/2 EL Thymianblättchen (Zitronenthymian)
1 EL Suppengrundstock
1 TL Hagebuttenmark (gesüßt)

Die beiden Rehrückenstränge waschen, trockentupfen und halbieren. Trüffelöl und Wildgewürz einmassieren. Auf den Boden des Crocky legen.

Schalotten und rote Zwiebeln schälen, längs in Scheiben schneiden. In Butterschmalz andünsten, den Zucker dazugeben und leicht karamelisieren lassen. Knoblauch und Ingwer schälen, fein würfeln und kurz mitdünsten.

Mit der Hälfte des Rotweins ablöschen, diesen fast völlig einkochen lassen, dann die andere Hälfte angießen, wieder einreduzieren lassen. Zuletzt Portwein, Brühe, Orangensaft und -Zeste dazu geben und leicht einkochen lassen. Mit Thymian, Suppengrundstock und Hagebuttenmark abschmecken.

Die Flüssigkeit über den Rehrücken gießen. 1 Stunde HIGH, dann 1 Stunde LOW garen.




Anmerkung: 
Geschmacklich exzellent und das Fleisch auch butterweich, aber für klassische Kurzbratstücke wie Rehrücken u.ä. ist der Crocky vielleicht nicht die erste Wahl. Wenn man den Rücken durch ein Stück Braten bzw. Wildgulasch ersetzt, dann ist das Essen perfekt.

Hähnchen in der Identitätskrise...


Der Crocky ist gestern eingezogen und musste natürlich gleich ausprobiert werden. Die Chefin des Hauses hatte die Idee, dass geschmorte Kaninchenkeulen doch lecker werden müssten, wenn sie lange und langsam gegart werden. Der Plan (an sich gar nicht mal schlecht) scheiterte dann an den fehlenden Kaninchenbeinen. Allerdings begegneten uns im Kühlschrank Hühnerkeulen, die wir dann in eine Identitätskrise gequatscht (in sowas können wir richtig gut sein) und davon übezeugt haben, dass sie ja eigentlich vom Kaninchen wären...

Letztendlich ist das dabei rausgekommen:

Falsche Kaninchenkeulen

3 Hähnchenschlegel
6 Möhren
3 Knoblauchzehen
2x 125 g gewürfelter Katenschinken (mager)
400 ml Hühnerbrühe
2 EL Suppengrundstock
Pfeffer
2 Becher Schmand

Die Möhren und den Knoblauch schälen und klein würfeln. Die Möhren zuunterst in den Kocher einlegen, einen Teil des Knoblauchs und eine Packung des Katenschinkens darauf verteilen.
Die Hähnchenkeulen von der Haut und Fett befreien (wird sowieso nicht knusprig) und auf das Wurzelgemüse legen. Mit dem restlichen Knoblauch, der zweiten Packung Katenschinken bedecken. Pfeffer und Suppengrundstock hinzufügen und mit Hühnerbrühe aufgießen. Das Ganze mit dem Schmand abdecken, Deckel drauf und bei "HIGH" 4 Stunden in Ruhe lassen. Danach auf "LOW" 4-5 Stunden weiterziehen lassen.

Die Sauce ist grandios, die Möhren sind gar und haben noch ganz leicht Biss und das Fleisch ist saftig und zart - was will man mehr?



Samstag, 7. Januar 2012

Neuer Küchenbewohner


Als ich am Donnerstag heim kam, meinte die Gattin mir beichten zu müssen, dass sie sich ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk bestellt hätte. Es erübrigt sich zu erwähnen, dass es sich um einen neuen Bewohner unserer Küche handelt...


Meine Damen und Herren,
bitte lassen Sie mich Ihnen Crocky alias Morphy Richards Slow Cooker vorstellen:



Wir werden den Guten mal ausprobieren und dann berichten, was man alles mit ihm anstellen kann und welche Leckereien dabei herauskommen...

Nachtrag 20:00 Uhr:
Gerade sind wir nach Hause gekommen und das erste, was passierte, war meine liebe Gattin, die alles stehen und liegen ließ, sich in die Küche begab und das neue Küchenteam-Mitglied einweihte...
Sollte das Rezept etwas werden (das wissen wir in mind. 4 Stunden - Mitternachtsessen halt), wird es hier veröffentlicht, wenn nicht, üben wir weiter...


Mittwoch, 4. Januar 2012

Quitten-Orangen-Aufstrich usw.


Als wir letztens bei unserem türkischen Supermarkt einkaufen waren, gab es dort wunderbar duftende Quitten. Wir konnten nicht widerstehen und haben 5 Stück davon in unseren Einkaufswagen gepackt. Nun war es höchste Zeit, diese zu verarbeiten. Nur zu was? Denn Quittengelee halte ich für Verschwendung, da wird doch so viel Gutes weggeworfen (und Quittenbrot aus den Resten herzustellen war mir dann doch zu viel Arbeit). Da auch noch massenhaft Orangen von Weihnachten da sind, bin ich auf die Idee gekommen, beides zu kombinieren. Und dabei ist dann folgendes entstanden:

Quitten-Orangen-Fruchtaufstrich mit Vanille und Kardamom

800 g Quitten in groben Stücken (ohne Kerngehäuse)
400 g frisch gepresster Orangensaft
Schale von einer Bio-Orange (Zesten)

 in den Mixi geben und 7 Sekunden auf Stufe 5 zerkleinern.

10 Kardamomkapseln
1 Vanilleschote

hinzufügen, dann 20 Minuten bei 100 °C/Sanftrühren/Linkslauf kochen. Anschließend die Kardamomkapseln und Vanilleschote aus der Masse fischen, dann 15 Sekunden auf Stufe 7 pürieren. In einen Kochtopf umfüllen (es waren genau 1047 g) und mit

Orangensaft auf 1,2 kg auffüllen.
1 EL Zitronensäure und
500 g Gelierzucker (2:1)

hinzufügen. Nach Packungsangabe (3-4 Minuten) sprudelnd kochen und sofort in heiß ausgespülte Twist-off-Gläser füllen.


Nach dieser Orgie waren immer noch 2 Quitten übrig - also habe ich den Telefon-Joker gewählt und gefragt, ob die restlichen Quitten zu Quitten-Mango-Chutney oder Quitten-Mango-Aufstrich verarbeitet werden sollen: die Antwort war: Aufstrich! Denn Chutney macht sich nicht so gut im Joghurt-Müsli-Gemisch. Und so, gnädiger Meister, soll eben dieser Aufstrich entstehen:

QM - das steht für Quality Management oder Quitte-Mango! - wobei am Schluss mehr eine VE - Very Exotic herausgekommen ist:

760 g Quitten in groben Stücken (ohne Kerngehäuse)
140 g Orangensaft

in den Mixi geben, 7 Sekunden auf Stufe 7 (wir werden mutig!) fast pürieren, dann 15 Minuten bei 100 °C/Stufe 1 garen. Anschließend 10 Sekunden/Stufe 7 fertig pürieren. Ergab 800 g Püree - ich frage mich, wo eigentlich die restlichen 100 g geblieben sind - verdampft?

In der Zwischenzeit

2 Mangos schälen und in in kleine Würfel schneiden (ergibt 550 g),
eine 1/2 Ananas musste auch daran glauben (320 g)
und weil die 2 kg Frucht voll werden sollten, habe ich noch 2 reife Kakis (z.Z. Raiks Lieblingsobst - ich hatte nur vergessen, es ihm am Montag mit nach München zu geben) dazugewurstelt (330 g).

Das Ergebnis war allerdings zu dick, also noch mal

200 ml O-Saft dazu und
1 kg Gelierzucker (2:1) plus
2 EL Zitronensäure

Nachden die ganze Geschichte sowieso eine gewisse Eingendynamik entwickelt hat, habe ich kurzentschlossen noch ein walnussgroßes Stück Ingwer atomisiert und in die ganze Mischung gegeben. Soll ja gesund sein...

Über Nacht ziehen lassen, dann nach Packungsangabe (auf-)kochen lassen und sofort heiß in Twist-off-Gläser abfüllen.


Nun warte ich das Urteil meines Götter-Gattens ab....

Anmerkung des Gatten:
LECKER! Die Vielfruchtversion ist ein bisschen mehr nach meinem Geschmack, aber die erste Mischung ist auch sehr gut. Jetzt weiss ich endlich, wie Quitte schmeckt...