Sonntag, 24. Juli 2011

Experiment

Weihnachten 2009 hatte ich einen Kaffee-Orangen-Likör angesetzt. Der fristete lange Zeit sein Dasein in einer Küchenecke. Sogar den Umzug hat er mitgemacht. Nun waren allerdings die Schwiegertigers zu Besuch. Und da hat mich dieses Glas in meiner schönen Küche doch etwas gestört. Also habe ich ihn endlich abgeseiht und in eine Flasche gefüllt. Probiert wurde er auch - und siehe da, er hat meinen Schwiegertigers und meinem Mann ausgezeichnet geschmeckt. Leider war es nur recht wenig Likör (ca. 400 ml), den ich damals angesetzt hatte. Und Schwiegermutter wollte unbedingt welchen zu ihrem Geburtstag im Oktober haben. Also habe ich heute neuen angesetzt. Nur ist es mal wieder so, dass ich null Plan habe, in welchen Mengen ich was benutzt habe... also ist experimentieren angesagt. Damit mir das nicht wieder passiert, schreibe ich das "Rezept" lieber gleich hier nieder.

Kaffee-Orangen-Likör (Zutaten für ein 700 ml-Glas):

100 g braunen Kandis
100 g weißen Kandis
99 Kaffeebohnen
Schale und Saft (100 ml) von 1 Bio-Orange
400 ml Wodka

in ein Schraubglas mit großer Öffnung geben. Dann für 2-4 Wochen in ein sonniges Fenster stellen. Danach dunkel und kühler stellen.

Ich habe jetzt gleich 3 Gläser angesetzt. Das erste wird Anfang Oktober abgeseiht, das zweite wird wohl an Weihnachten dran glauben müssen und das dritte vergesse ich dann wieder für ein oder zwei Jahre...

Sonntag, 10. Juli 2011

Schneller Wurstsalat aus dem Thermomix


Dieses Rezept geht wirklich fix und schmeckt auch noch lecker:

Zutaten:

4 Frühlingszwiebeln
5 eingelegte Gurken plus 1/2 - 3/4 Messbecher Gurkenbrühe
100 g Kräuter-Frischkäse
2-3 EL Majonnaise (oder entsprechend mehr Frischkäse)
2 EL frische Kräuter (oder TK-Produkt)
1 EL Senf
Salz und Pfeffer
300 g (Geflügel-)Fleischwurst

Zubereitung:

Die Frühlingszwiebeln in grobe Stücke schneiden. Zusammen mit den restlichen Zutaten, außer der Fleischwurst und den Gurken, in den Thermomix geben. 4 Sek./Stufe 5 verrühren.

Dann die Fleischwurst und die Gurken in grobe Stücke schneiden, in den Mixi geben und 5 Sek./Stufe 4 zerkleinern. Die Zeit kann natürlich variiert werden, je nachdem wie grob oder fein man seinen Salat haben möchte.

Fertig ist der Wurstsalat, der sich wunderbar als Brotbelag eignet. Als Variante kann noch etwas Käse und/oder gekochte Eier im letzten Schritt zugefügt werden.

Gefüllte Forellen aus dem Backofen

Dieses Rezept haben wir gestern ausprobiert - und fanden es super lecker.

Zutaten:

4 küchenfertige Forellen
150 g Butter oder Margarine
150 g durchwachsener Speck
1 mittelgroße Pastinake
1 Karotte
4 Stangen Frühlingszwiebel
2 Knoblauchzehen
2 EL rotes Pesto (Fertigprodukt)
frische Petersilie, Thymian & Rosmarin
1 Ei
Semmelbrösel
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Die Pastinake, die Karotte und den Knoblauch schälen, in feine Würfel schneiden.
Den Speck ebenfalls fein würfeln. Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Röllchen schneiden. Die Kräuter fein hacken.

Den Speck in der Hälfte der Butter/Margarine auslassen. Pastinaken- und Karottenwürfel dazugeben und andünsten. Zuletzt die Frühlingszwiebeln und den Knoblauch kurz mitdünsten. Das Pesto unterrühren und die Masse etwas auskühlen lassen.

Dann die Kräuter und das Ei unterrühren, so viel Semmelbrösel zufügen, dass die Masse zusammenhält. Kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Forellen gründlich waschen, mit der Masse füllen und auf ein, mit Backpapier ausgelegtes, Backblech legen. Restliche Butter/Margarine in Flöckchen auf den Forellen verteilen.

Bei 185 °C (Umluft) 25-30 Minuten garen.

Als Beilage gab es Ofenkartoffeln - bietet sich an, da der Backofen eh' an ist...

Sonntag, 3. Juli 2011

Kulinarischer Sonntag


Gestern waren wir nach langer Zeit mal wieder in Frankreich einkaufen. In unserem bevorzugten Supermarkt: dem Auchan in Illkrich bei Strassbourg. Und es sind wieder Köstlichkeiten in unserem Wagen gelandet... Couscous, lecker Käse (unter anderem Munster und diverse Ziegenkäse), Wein (o.k., das ist zwar wie Eulen nach Athen zu tragen, aber es musste einfach sein), leckerer Senf, Flammkuchenböden, Leberpasteten, frische Crevetten und noch vieles mehr. Vorsichtshalber hatten wir gleich zwei Kühlboxen mitgenommen... aber wir konnten uns zurückhalten und haben letztendlich doch nur eine gebraucht.

Gestern Abend haben wir, da wir bei meinem Vater mit lecker Gegrilltem und köstlichen Salaten verwöhnt wurden und dann auch noch historisches Altstadtfest in Kenzingen war, außer etwas Käse und einer Flasche Wein nicht viel von unseren Schätzen verbraucht.

Dafür haben wir heute aber voll zugeschlagen. Die Hälfte des Tages, die wir wieder zu Hause sind, habe ich fast ausschließlich in der Küche verbracht. Nachdem es nichts zum Frühstück gab (Mamas Kühlschrank war leer) hatten wir bei unserer Rückkehr richtig Hunger. Also gab es erst mal 3 Flammkuchen für uns beide. Den ersten haben wir mit Munster belegt, den zweiten mit Parma-Schinken und Ruccola und den letzten haben wir mit Trüffelkäse verfeinert.

Dann hat mein geliebter Mann die Johannisbeersträucher von ihrer Last befreit. Aber fast ein Kilo Johannisbeeren naschen, das ist zuviel. Also wohin mit der Ernte, denn verkommen soll ja nichts. Schwpp-di-wupp wurde er zum Mango Schälen verurteilt. Denn aus 385 g Mango, 615 g roten Johannisbeeren und einem Pfund Gelierzucker (2:1) entsteht ein JoMa-Fruchtaufstrich.

Dann fiel mir ein, dass ich am Freitag kein Brot gekauft hatte - ich wollte ja backen. Also schnell den Teig geknetet (diese Arbeit hat mir glücklicherweise die KitchenAid abgenommen) und auf der Terrasse zum Gehen in die Sonne gestellt. Dann hat mir mein Mann verraten, dass er für die nächste Woche keine Kekse mehr hätte... da dachte ich mir, dass wenn ich den Backofen sowieso heizen muss, dann kann ich auch noch Kekse backen. Und zwar:

Kokos-Hafer-Fladen (ca. 80 Stück)

Bei der Herstellung hat mich der Thermo-Mix unterstützt. Hier erst mal die Zutaten:

260 g Margarine oder Butter
250 g Zucker (das nächste mal nehme ich nur 200 g, die Kekse wurden ziemlich süß)
2 große oder 3 kleine Eier
1 TL Backpulver
70 g Vollkornmehl
200 g Kokosraspel
400 g körnige Haferflocken

Zubereitung:

1. Margarine/Butter im Thermomix 3-4 Min/50°/Stufe 2 verflüssigen
2. Zucker dazugeben und 1 Min/Stufe 3 unterrühren.
3. Eier, Backpulver und Mehl zufügen, 1 Min/Stufe 3 verrühren.
4. Kokosflocken und Haferflocken dazuschütten, 2 Min/Teigstufe unterrühren.

Den Backofen auf 200 °C (Umluft) vorheizen. Auf mit Backpapier belegte Beche mit einem Teelöffel kleine Häufchen setzen und etwas flach drücken. Die Abstände nicht zu klein wählen, die Häufchen verlaufen noch ein bisschen. Bei mir haben auf ein Blech genau 16 Stück gepasst und die ganze Masse ergab 5 Bleche.

Die Fladen dann bei 200 °C (Umluft) ca. 11 Minuten backen. Jeder Backofen backt anders, also immer ein Blick auf die Kekse haben, sie verbrennen echt schnell!

Die gebackenen Kekse auf einem Gitterrost gut auskühlen lassen (vorsicht, im warmen Zustand sind sie noch sehr weich), dann in luftdichte Behälter packen.

Als Varianten werde ich demnächst einmal ausprobieren: mit kleingeschnittenem Ingwer, mit dunklen Schokostückchen und mit getrockneten Früchten (Aprikosen, Mangos oder Cranberries).

So, jetzt schiebe ich das Brot in den Ofen, sonst gibt es keine Beilage zu den Crevetten mit Knoblauchsauce, die es später am Abend geben soll.