Sonntag, 13. Juni 2010

Slada jazar wa jban - Püree von gerösteten Karotten mit Feta


Zutaten:

500 g Karotten (in dicke Scheiben geschnitten)
4 Knoblauchzehen (ganz, geschält)
75-100 ml Olivenöl
2 TL Kreuzkümmelsaat
Salz und Pfeffer
150 g Fetakäse
1 kleines Bund Petersilie (gehackt, zum Garnieren)


Zubereitung:

Die Karotten und den Knoblauch in eine feuerfeste Form geben und mit dem Olivenöl übergießen. Mit Alufolie abdecken und im vorgeheizten Backofen bei 200 °C backen.

In der Zwischenzeit eine Pfanne erhitzen, Kreuzkümmelsaat hineingeben und 3-4 Minuten unter Rühren trocken rösten, bis sie zu duften beginnt. Abkühlen lassen und im Mörser grob zermahlen.

Die Karotten mit dem Kreuzkümmel bestreuen und ohne Alufolie weitere 15-20 Minuten rösten, bis sie weich und gar sind. Danach in der Form mit einer Gabel zerdücken. Dabei gut mit dem Öl vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In eine flache Schale umfüllen, den Feta darüber bröseln und mit der Petersilie bestreuen. Das Karottenpüree warm mit Fladenbrot servieren.

Als weitere (Vor)speisen empfehlen wir Hummus (Kichererbsenpüree), Tomaten- und/oder grüner Salat.

Samstag, 12. Juni 2010

Fladenbrote mit Schwarzkümmel

Da ich heute marokkanisch kochen möchte, muss natürlich die passende Beilage her. In diesem Fall Fladenbrot. Natürlich könnte ich das Brot auch fix und fertig kaufen, aber das habe ich bei der Einkaufstour schlicht und einfach vergessen. Aber für was hat man einen Vorratsschrank und einen Thermomix? Genau, man macht das Brot einfach selbst! Und da bei meinem letzten Versuch der geliebte Schwarzkümmel partout nicht auf dem Brot bleiben wollte, habe ich ihn dieses Mal einfach unter den Teig geknetet (genauer gesagt kneten lassen...)

Zutaten:

350 g Weizenmehl
150 g Roggenvollkornmehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 TL Zucker
1 TL Salz
2 EL Schwarzkümmel
1 EL Grieß
1 EL Obstessig
20 g Olivenöl
300 g lauwarmes Wasser

Zubereitung:

Alle Zutaten in den TM geben und 2 Min./Teigstufe durchkneten. Dann den Teig in zwei Portionen teilen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech jeweils zu einem Fladen ausrollen. Mit etwas Olivenöl bepinseln und 20 Minuten gehen lassen.

Dann im vorgeheiztem Ofen bei 175 °C (Umluft) etwa 20 Minuten backen.

Man kann natürlich auch einen großen Fladen machen...

Tafelspitz mit Spargelvinaigrette

Wir haben wieder ein neues Rezept probiert - Tafelspitz mit Spargelvinaigrette. Wir sind total begeistert von dieser Kombination und möchten Euch das Rezept nicht vorenthalten - es ist unkompliziert und man braucht auch keinen Thermomix dafür...



Zutaten:

1,2 kg Rindfleisch (Tafelspitz)
1 Zwiebel
2-4 Knoblauchzehen
2 Lorbeerblätter
1 Bund Suppengemüse
500 g grüner Spargel
500 g weißer Spargel
2 EL Pflanzenöl
1 TL Zucker
1-2 TL Senf (mittelscharf)
4-6 EL weißer Balsamico-Essig
8 EL Traubenkernöl
Salz und Pfeffer
1 Bund Schnittlauch


Zubereitung:
In einem Topf Salzwasser erhitzen. Das Fleisch, die geschälte, halbierte Zwiebel, Knoblauchzehen und die Lorbeerblätter hineingeben und aufkochen. Den Schaum abschöpfen und das Fleisch köcheln, bis es weich ist. Nach einer Stunde das geputzte, geschälte und kleingeschnittene Suppengemüse zum Fleisch geben.

In der Zwischenzeit den Spargel waschen und schälen, die Enden abschneiden und in ca. 1/2-cm-große Würfel schneiden (die Spargelköpfe dabei allerdings nicht würfeln).

Das Pflanzenöl in einer großen!! Pfanne erhitzen, die Spargelköpfe und -würfel darin anschmoren, mit Zucker und Salz würzen. Abgedeckt etwa 4 Minuten garen. Den Senf unterrühren, Essig darübergeben und vom Herd nehmen. Schnittlauch waschen, trockenschütteln und in Röllchen scheiden. Das Traubenkernöl und den Schnittlauch über den Spargel geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Alles gut vermengen.

Das Fleisch aus der Brühe nehmen, in Scheiben schneiden und auf Tellern anrichten. Spargelvinaigrette darüber verteilen.

Als Beilage empfehlen wir neue Kartoffeln (halbiert und angebraten).

Sonntag, 6. Juni 2010

Hähnchengeschnetzeltes mit Spargel


Die Flut von Spargel nimmt kein Ende... und das ist auch gut so, denn von diesem schmackhaften Gemüse bekommen wir einfach nicht genug. Und die Saison ist ja auch so kurz, dass wir jede Gelegenheit nutzen. Heute haben wir uns daraus Hähnchengeschnetzeltes mit Spargel gemacht.

Zutaten:

400-500 g Hähnchenbrust
2 EL Butterschmalz
750 g Spargel (geschält)
3 Frühlingszwiebeln
200 ml Weißwein
250 g Sahne (oder Soja-Creme)
Schale von 1/2 Zitrone
5 EL Kräuter für grüne Sauce (TK-Produkt)
1 EL Suppengrundstock
Mehl zum Bestäuben
1/2 TL Zucker
Salz und Pfeffer
2 TL Kapern aus dem Glas

Zubereitung:

Den Spargel schräg in Scheiben schneiden, die Frühlingszwiebln waschen, putzen und in Ringe schneiden. Die Hähnchenbrustfilets in Streifen schneiden und mehlieren. In einer großen Pfanne oder Topf 1 EL Butterschmalz erhitzen und das Geschnetzelte portionsweise darin goldbraun anbraten. Herausnehmen und beiseite stellen. Einen weiteren EL Butterschmalz erhitzen, den Spargel darin anbraten und ca. 5 Minuten andünsten. Ebenfalls herausnehmen, den Wein in die Pfanne geben, aufkochen und auf die Hälfte einreduzieren lassen. Sahne angießen, die abgeriebene Zitronenschale, Frühlingszwiebeln, Zucker und den Suppengrundstock zugeben, aufkochen lassen. Den Spargel dazugeben, alles ca. 5 Minuten köcheln lassen. Zuletzt die angebratene Hähnchenbrust, Kräuter und Kapern zugeben, alles erhitzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Reis servieren.

Samstag, 5. Juni 2010

African Rusks - Buttermilchzwieback

Vor ein paar Wochen waren wir bei R.s Cousine Karen und ihrem Lebensgefährten zu Besuch. Die Beiden, die ich noch nie zuvor in meinem Leben gesehen hatte, waren mir gleich sympathisch. Sie sind sehr tierlieb (neben 4 Hunden wohnen auch noch Fische und ein Chamäleon bei ihnen) und scheinen die gleiche Liebe zum Essen zu haben wie wir - wenn man sich die Portionen anschaut, die sie auftischen... ich habe noch gefragt, wer denn noch alles zum Essen käme, aber außer uns vieren kam keine weitere Person mehr dazu. Trotzdem hatten wir am Ende so gut wie alles aufgefuttert. Und eben an jenem Tag haben wir das erste mal diesen köstlichen, von Karen selbst zubereiteten Zwieback gekostet - und gleich nach dem Rezept gefragt. Das trudelte etwas später per eMail auch ein, wurde ausgedruckt und auf die Liste der auszuprobierenden Rezepte gesetzt (die immer länger wird...)

Heute haben wir dann wieder einmal einen Einkaufsmarathon hinter uns gebracht. Und überall gab es afrikanische Lebensmittel (oder das, was die Einkäufer der großen Supermarktketten dafür halten) im Angebot - schließlich fängt nächstes Wochenende die Fußball-WM in Südafrika an. Und mir kam dieses Rezept wieder in den Sinn - ich wollte das Gebäck doch unbedingt einmal ausprobieren. Wieso nicht heute?! Die meisten Zutaten dafür haben wir ja sowieso ständig im Haus, aber ich konnte mich daran erinnern, dass in dem Rezept auch etwas von Buttermilch, Natron und Weinsteinpulver stand... das landete dann auch gleich im Einkaufswagen. Zu Hause angekommen, haben wir uns dann ans Werk gemacht - und das Rezept etwas abgewandelt. Zunächst wurde die Menge halbiert, damit wir zwei Varianten machen konnten. Hier die Rezepte:

African Rusks (Grundrezept)

620 g Mehl
(wir haben 420 g "normales" und 200 g Vollkornmehl genommen)
1 TL Backpulver
1 TL Natron
1 TL Weinstein
1 TL Salz
175 g brauner Zucker

125 g Butter

250 ml Buttermilch
125 ml Öl
1 Ei

Im Originalrezept steht, dass Rosinen, Nüsse, Schokostückchen optional beigegeben werden können. Bei uns sah das dann so aus...

zusätzliche Zutaten für Variante 1:

200 g getrocknete Aprikosen in Stücken
150 g gehackte Cashewkerne
100 g gehackte Mandeln

und für Variante 2 braucht man zusätzlich zum Grundrezept:

200 g dunkle Schokolade in Stücken
200 g Kokosflocken
100 g gehackte Mandeln


Zubereitung:

Alle trockenen Zutaten (inklusive der optionalen Sachen) in einer großen Schüssel vermengen. Dann die Butter in kleinen Stückchen in der Mehlmasse verteilen.

Alle nassen Zutaten in einer anderen Schüssel verrühren, dann in die große Schüssel zu den trockenen Zutaten geben. Alles zu einem festen Teig verkneten.

Den Teig zu ca. 4 cm großen Kugeln formen und dicht an dicht auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech (Fettpfanne, Auflaufform...) aneinander legen.

Im Ofen bei 190 °C für 45 Minuten backen (wir haben sie bei 175 °C Umluft gebacken). Dann heiß aus dem Ofen nehmen, auf ein Kuchengitter legen und dort für ca. 30 Minuten auskühlen lassen. Anschließend entlang der Fugen auseinander brechen und ohne Backpapier auf dem Rost verteilen. Im Ofen bei 100 °C für ungefähr 3 -4 Stunden trocknen. Ab und zu schauen, ob sie goldbraun und schon trocken sind.

Vorsicht, die Teile krümeln ohne Ende!


Liebe Karen,
liebe Stephan,

nochmals ganz herzlichen Dank für die tollen Stunden bei Euch und das wunderbare Essen. Wir freuen uns schon auf das nächste Wiedersehen.

Liebe Grüße
A & R

Donnerstag, 3. Juni 2010

Feiertag

Hier in Hessen ist heute Feiertag - und dazu haben wir wunderschönes Wetter. Was liegt näher, als endlich unsere neu gekauften Fahrräder "ausgehfein" zu machen und einen Ausflug zu unternehmen.

Wir wären nicht wir, wenn uns unsere erste Fahrt nicht zu kulinarischen Köstlichkeiten bringen würde... da heute jedoch Feiertag ist, gibt es nur begrenzte Auswahl. Aber unser geliebter Bauer hat während der Spargelzeit jeden Tag (also auch sonn- und feiertags) geöffnet. So kam es, dass ruck zuck ein Kilo Spargel in unserem Rucksack verschwunden ist, um kurz darauf (Fahrradfahren macht nämlich hungrig!) zusammen mit Nudeln und Champignons im Topf zu landen. O.k., das Foto unserer Nudeln mit Spargel und Pilzen ist nicht das Beste, aber geschmacklich war es vorzüglich.

Zutaten:

1 kg Spargel
250 g Champignons
300 g Sahne (oder Cremefine)
2 EL Butter
1-2 EL Suppengrundstock
1 EL Bärlauchpesto
250 g Nudeln (z.B. Bandnudeln)
100 g frisch geriebener Parmesan
Zucker
Salz und Pfeffer
Muskat


Zubereitung:

Spargel waschen, schälen und in ca. 4 cm lange Stücke schneiden. Dicke Stangen eventuell längs halbieren. 1 Liter Wasser mit 1 Teelöffel Salz, etwas Butter und 1 Prise Zucker aufkochen, die Spargelschalen darin ca. 20 Min. köcheln. Brühe durch ein Sieb abgießen, wieder in den Topf geben, die Spargelstücke hineingeben und knapp gar kochen (das dauert je nach Dicke der Stangen zwischen 10 und 15 Min.).

In der Zwischenzeit die Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Die restliche Butter in einer großen Pfanne oder Topf erhitzen, die Champignons darin bei mittlerer Hitze ca. 5 Min. lang anbraten. Salzen und pfeffern. Die Spargelstücke mit einem Schaumlöffel aus dem Kochwasser heben und beiseite legen. Das Spargelkochwasser erneut aufkochen und die Nudeln darin bißfest kochen. Falls nach dem Kochen des Spargels zu wenig Kochwasser für das Kochen der Nudeln übrig geblieben ist, dann zuerst noch Wasser und eventuell Salz nach Geschmack zugeben. Die Sahne zu den Champignons gießen und ein paar Minuten köcheln lassen. Den Parmesan reiben. Die Spargelstücke in die Pfanne geben und warm werden lassen. Die Hälfte des Parmesans unterrühren und mit Suppengrundstock, Bärlauchpesto, Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Die Nudeln abgießen und unter die Sauce mischen.