Freitag, 27. März 2009

Restaurant-Tipp Berlin

Gestern haben wir mit meiner Schwägerin, die wir kurzfristig in Berlin besucht haben, ein für uns neues Restaurant besucht: The Bird

Wer auf gutes Rindfleisch, selbstgemachte Burger (nix tiefgefrorene Hacksteaks etc.) und handgeschnitzte Pommes steht, dem kann ich das "Bird" wirklich wärmstens empfehlen. Man sollte allerdings einiges an Hunger mitbringen (die Portionen sind nicht gerade klein) und ein bisschen Zeit, da die Küche alles frisch zubereitet.

Der Laden ist meist brechend voll, also besser reservieren oder um 18:00 Uhr direkt da sein oder an der Bar schon mal einen Aperitiv nehmen, so lange man auf seinen Tisch wartet.

Wir hatten jedenfalls einen schönen Abend und sind pappsatt nach Hause gerollt...

Montag, 9. März 2009

Für Alle, denen wir...

(Übertrag vom 01. März 2009)

...Lust auf mehr gemacht habe. Heute gibt es

Rinderzunge in Rotwein

Zutaten:

1 Rinderzunge (frisch, ca. 1,5 kg)
3 Karotten, gewürfelt
1/3 Sellerieknolle, gewürfelt
2 Zwiebeln, gewürfelt
4 Knoblauchzehen (angedrückt)
2 Lorbeerblätter
5 Pimentkörner
5 Wacholderbeeren
1 Tl schwarze Pfefferkörner
700 ml Rotwein
1 El Butterschmalz
2 El Tomatenmark
3 El Preiselbeeren (Glas)
1 El Zucker
1 Lauchstange (grobe Stücke)
400 ml Rinderbrühe oder Fond
2 Tl Speisestärke
Butter
3 cm frischen Ingwer in Scheiben

Zubereitung:

1. Rinderzunge kalt abwaschen und in eine Schüssel legen. Karotten, Sellerie, Zwiebeln, Knoblauch, Lorbeerblätter, Ingwer, Piment, Pfeffer und Wacholderbeeren zufügen. Mit dem Rotwein übergießen und mindestens 12 Stunden zugedeckt im Kühlschrank ziehen lassen.

2. Zunge aus der Marinade nehmen. Das Gemüse abtropfen lassen, den Rotwein dabei auffangen.
Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen, das abgetropfte Gemüse darin gut anbraten. Das Tomatenmark zufügen und mit anrösten.
Mit dem Rotwein und der Rinderbrühe ablöschen. Preiselbeeren, Zucker und Lauch zufügen, alles aufkochen lassen.
Die Zunge einlegen, salzen und mindestens 2 Stunden bei mittlerer Hitze zugedeckt kochen lassen, bis die Zunge gar ist.

3. Zunge aus der Brühe nehmen, Haut abziehen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Sauce durch ein Sieb passieren, mit der Speisestärke andicken. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Butter in einer Pfanne erhitzen, die Zungenscheiben darin von beiden Seiten anbraten.

4. Zusammen mit der Sauce und z.B. Kartoffel-Kürbis-Püree servieren.

Wie schnell man von der Toskana nach Thailand kommt...

(Übertrag vom 28. Februar 2009)

...oder: ein ganz normaler Dialog am Samstag Vormittag um 11 in Deutschland...

er: Schatz, was gibt es denn heute zum Essen?
sie: Weiss nicht. Auf was hättest Du denn Lust, Liebling?
er: Hmmm, lass mich mal überlegen... (Denkpause)...da war doch vor kurzem in dieser Zeitschrift dieses toskanische Nudelgericht. Mit dem Sugo. Wo ist denn das Rezeptheft? (er geht die Zeitschrift holen) ...guck, genau das meine ich (er zeigt auf ein bestimmtes Rezept)
sie: Nööö, das ist mir eigentlich zu aufwändig. Fällt Dir nichts anderes ein?
er: Wir müssen die Pasta ja nicht selbst machen.
sie: Was ist denn noch an Nudeln da? (gehen zusammen in die Küche)
er: Diese breiten Nudeln (hält eine angebrochene Tüte grüner Nudeln in die Höhe), Mini-Farfalle, Vollkorn-Spaghetti, noch mehr Vollkorn-Nudeln, diese griechischen Reisnudeln, Glasnudeln und Soba-Nudeln.
sie: Wie wäre es mit Nudelsuppe?
er: Ich weiss nicht...
sie: Und wenn wir sie in die asiatische Richtung machen würden? Mit den Soba-Nudeln und so? (Anmerkung: es gibt für die beiden nichts schöneres als extotische Gewürzmischungen und Co. zu kreieren)
er: Hmmm, da könnte man was machen. Ist noch Ingwer da?
sie (öffnet den Kühlschrank und hält ein Stück Ingwer in seine Richtung): Reicht das?
er: Ja. Aber wir bräuchten dann auch noch Koriandergrün, Zitronengras, Thai-Basilikum und sonst noch ein paar Sachen.
sie: Koriandergrün und Zitronengras haben wir noch getrocknet.
er: Neee, das muss dann schon frisch sein (er ist inzwischen von der Idee ganz begeistert und sie sucht die Zeitschrift mit den thailändischen Gerichten drin, die vor zwei Monaten im Briefkasten war)
er (hat inzwischen die Zeitschrift durchgeblättert und sich entschieden): Schreib mal auf den Einkaufszettel: Zitronengras, Koriander, Thai-Basilikum, Tamarindenpaste, Thai-Ingwer und Limettenblätter. Frühlingsziebeln brauchen wir auch noch...
sie: Und wo bekommen wir das? Den türkischen Lebensmittelladen gibt es ja nicht mehr. Ich kenne nur den Asia-Laden in der Stadtmitte von Langen (Anmerkung: es sind ja nur ca. 25 km bis da hin)
er: In Dietzenbach (Anmerkung: ca 12 km) gibt es bestimmt einen... ich geh' mal Dr. Google fragen (welch ein Glück, dass der Rechner so gut wie immer on ist)... also, da gibt es einen.... aber da stehen keine Öffnungszeiten dabei. Der in Langen hat aber bis zwei offen.
sie: Gut, dann lass uns doch hinfahren!

Inzwischen ist es dann zwölf Uhr, die beiden ziehen sich an, schnappen sich Hund und Einkaufskorb. Im Flur sieht sie noch ein Päckchen für eine Elfe, das noch zur Post soll.

sie: Wir müssen aber noch schnell auf der Post vorbei. Ist schon frankiert, muss ich nur eben abgeben. Und dann kann ich auch gleich noch Lotto spielen. Ähhh, hast Du noch Bargeld, sonst muss ich vorher noch auf die Bank...
er: Ja hab' ich, nun lass uns aber endlich fahren, sonst hat der Laden zu, bis wir ankommen.

Zusammen fahren sie nach Langen, nachdem sie bei der Post alles erledigt hat. In Langen angekommen...

sie: Ich bin doch schon mal an dem Laden vorbeigekommen... ich sehe ihn aber nicht... welche Hausnummer soll das sein?
er: 75
sie: Und wo sind wir jetzt?
er: 73
sie: Dann muss es ja ganz in der Nähe sein. Ich geh' mal schauen...

Sie steigt aus und läuft ein paar Schritte.... und kommt zum Auto zurück

sie: Ich hab' den Laden gefunden... zumindest wo er mal war. Aber das Geschäft gibt es nicht mehr... alles leer dort. Und nun? Hast du dir die Adresse von dem Laden in Dietzenbach aufgeschrieben?
er: Ja, ich geb's schon ins Navi ein. Aber ich weiss ja nicht, wie lange der Laden offen hat. Vermutlich machen die um eins zu (das ist der Zeitpunkt, an dem sie verflucht, dass sie auf dem Land wohnen)
sie: Aber versuchen können wir es ja...?!
er: Auf jeden Fall.

Und siehe da, diesen Laden gibt es wirklich und er hat von Monatg bis Samsatg durchgehend von Neun bis Neunzehn Uhr geöffnet!

er: Guck mal, was die hier alles haben. Brauchen wir auch Thai-Spargel?
sie: Nööö, muss nicht sein. Aber schau dir mal diese Mini-Paksoi an. Nehmen wir davon was mit?
er: Pack ein (so landet der Paksoi neben Chilis, Thai-Basilikum, Koriander, Zitronengras, noch mehr Ingwer und diversen anderen "Kleinigkeiten" im Einkaufskorb)

Auf dem Rückweg...

sie: Wir kommen doch beim Türken vorbei? (also der in Dietzenbach, den gibt es noch!) Können wir da nicht kurz anhalten. Dann kann ich doch gleich die Frühlingszwiebeln holen. Die sind da doch immer besonders schön.
er: Ja, machen wir.

Sie geht in den Laden und kommt nach 10 Minuten mit einer großen Einkaufstüte bedaden zurück...

sie (hält ihm etwas grünes, frühlingszwiebelähnliches unter die Nase): Weisst Du, was das ist?
er: Ähh, Frühlinszwiebeln?
sie: Nein, das ist junger Knoblauch. Könnte doch auch passen, oder?

Nach dem Besuch eines weiteren Supermarktes kommen die beiden wieder zu Hause an und machen sich ans Kochen. Hier das Rezept

Ostasiatische Nudelsuppe
für 2 Personen (es werden auch locker 4-5 Personen davon satt)

Man setze einen großen Topf Wasser (ca. 3 Liter) auf und bringe es zum Kochen. Inzwischen 1 riesengroße Möhre, 1/4 Sellerieknolle, 1 Zwiebel, 4 Knoblauchzehen und ca. 5 cm frischen Ingwer putzen, schälen und mehr oder weniger groß würfeln. Das dünkelgrüne einer Lauchstange putzen, waschen und in grobe Stücke schneiden. Zusammen mit einer Chilischote ins kochende Wasser geben. 6 Hähnchenschlegel zufügen. 1 Zitronengrasstängel mit einer Tasse (o.ä.) platt klopfen und auch ins Wasser werfen. Die ganze Geschichte mit einem großzügigen Schuß Sojasauce, 2 EL Tamarindenpaste, 6-10 Curryblättern und Salz würzen. Alles ca. 1 Stunde vor sich hinköcheln lassen. Kurz vor Ende der Kochzeit die Stängel von Korinder und Thai-Basilikum zufügen (die Blätter davon für die weitere Verwendung zur Seite legen).

In der Zwischenzeit 2 normale Möhren schälen und in feine Streifen schneiden. 2 Lauchzwiebeln in grobe Stücke sowie 8 frische Champignons in Scheiben scheiden. Das weisse und hellgrüne einer Lauchstange sowie 1 Stange jungen Knoblauch in feine Streifen schneiden. 2 cm Thai-Ingwer (Galgant) fein würfeln.

Nun die Hähnchenschlegel aus der Brühe fischen und etwas abkühlen lassen. Die Brühe durch ein Sieb gießen. Während man das Fleisch von den Knochen löst (vorsicht, heiß!), 250 g Soba-Nudeln nach Packungsangaben ca. 4 Minuten kochen und abgießen.

In einem Topf ca. 1 Liter von der Hähnchenbrühe erneut aufkochen, die Möhrenstreifen sowie den Thai-Ingwer hineinwerfen und ca. 1 Minute kochen lassen. Danach den jungen Knoblauch, den Lauch, die Frühlingszwiebeln und die Pilzscheiben zufügen. Nicht mehr kochen lassen. Mit etwa 2 EL süßer Pflaumensauce (auch im Asia-Laden erhältlich) und einem großzügigen TL Tamarindenpaste würzen. Die Soba-Nudeln und das Hähnchenfleisch in der Suppe erwärmen. Kurz vor dem Servieren ein paar Thai-Basilikum-Blätter in feine Streifen schneiden und in die Suppe geben.

Die Suppe heiß in Schälchen füllen, mit Koriandergrün garnieren und mit Stäbchen servieren.


Und so sieht sie aus, unsere Suppe:



Zubereitungszeit (inklusive halber Weltreise, Einkaufstour und allem): 4,5 Stunden
Kalorien: nicht bekannt
Spaßfaktor: sehr groß


Und dann noch der letzte Dialog...

er: Schatz, das haben wir wirklich lecker gekocht. Aber die Toskana-Nudeln will ich trotzdem einmal essen...
sie: Dann schreib es dir auf deinen Wunschzettel, Liebling. Dann gibt es das auch einmal... irgendwann am Samstag um 11 Uhr in Deutschland.

Holunderblütenpunsch

(Übertrag vom 21. Dezember 2008)

Nachdem ich ja jedes Jahr fleissig Holunderblütensirup produziere, habe ich nun endlich ein (weiteres) Rezept zu seiner Verwendung gefunden.

Holunderblütenpunsch (für 5 Gläser à 200 ml)

20 g frischen Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden. 850 ml Wasser mit 150 ml Holunderblütensirup in einen Topf gießen. Ingwer zugeben, den Punsch aufkochen und 5 Minuten bei milder Hitze ziehen lassen. Inzwischen den Saft von 1 Limette auspressen und in den Punsch geben. 1 Bio-Limette waschen und in Spalten schneiden. 5 Stiele Minze und die Limettenspalten auf 5 Gläser verteilen, mit dem heißen Punsch aufgießen und sofort servieren.

Variationen: Das Wasser ganz oder teilweise durch Weißwein ersetzen. Die Limetten können auch durch Zitronen ersetzt werden.

Quelle: essen&trinken Für jeden Tag 01/2009

Holunderblütensirup

(Übertrag vom 04. Juni 2008)

Da bei uns zur Zeit der Holunder in voller Blüte steht und seinen Duft verstömt, dachte ich mir, dass ich mal mein Lieblingsrezept veröffentliche (wegen dem enthaltenen Alkohol leider nicht für Kinder geeignet)

20-25 Holunderblüten durch stehendes Wasser ziehen und trockenschütteln. 3 unbehandelte Orangen und 2-3 unbehandelte Zitronen abwaschen, trockenreiben und in Scheiben schneiden. Blüten und die Zitrusscheiben in ein großes Gefäß schichten. Mit je 750 ml Weißwein und Wasser übergießen. 1 EL Zironensäurepulver zufügen. 4-5 Tage zugedeckt im Kühlschrank ziehen lassen. Dabei ab und zu umrühren. Danach durch ein feines Sieb in einen großen Topf gießen. 1,5 kg Zucker zufügen und 10 Minuten lang zu einem leichten Sirup einkochen lassen. Noch heiß in gut gespülte Flaschen mit Schraubverschluß abfüllen. Der Sirup hält sich dunkel und kühl gelagert mindestens 6 Monate.

Warum?

Warum ich (nein, wir) diesen Blog eingerichtet haben? Weil wir der Meinung waren, dass die von uns kreierten Rezepte

a) es wert sind, veröffentlicht zu werden
und
b) irgendwie doch nicht wirklich auf meinem Bastelblog gehören.

Und genau deswegen habe(n) ich/wir jetzt noch einen Blog.

Viel Spaß beim stöbern, schauen und nachkochen.