Montag, 28. Dezember 2009

Weihnachtsgeschenk

Hach, was sind wir glücklich, denn wir haben von den Schwiegereltern zu Weihnachten (und auch zu den im Januar anstehenden Geburtstagen) einen Thermomix bekommen. Gestern haben wir ihn eingeweiht und eine leckere (und einfache) Kartoffelsuppe darin zubereitet.


Wir sind uns auf jeden Fall sicher, dass wir mit unserem neuen "Spielzeug" sehr viel Spass haben werden...

Dienstag, 15. Dezember 2009

Weihnachtsgeschenke

Wie in jedem Jahr stehen wir vor der Entscheidung, was wir zu Weihnachten der lieben Familie denn schönes schenken könnten. Das gestaltet sich immer schwieriger, da alles, was uns so einfällt, bereits im Haushalt vorhanden ist oder von den entsprechenden Personen selbst gekauft wird bzw. uns zu teuer ist (leider schwimmen wir nicht im Geld, sonst hätten wir sehr, sehr viele Geschenkideen...)

Nun denn, zum Glück habe ich Schwiegereltern und eine Schwägerin, die meine wilden Kreationen aus der Küche mögen. Also wird es auch dieses Jahr wieder Geschenke aus der Küche geben. Eine kleine Auswahl habe ich schon zusammengestellt. Eingefallen (bzw. in den Weiten des www gefunden) sind mir folgende Dinge:

1. selbstgemachte Nudeln (Idee wieder verworfen, da sie den Transport nach Berlin -per Post- vermutlich nicht heil überstehen würden)

2. Fenchel-Grissini (aus den gleichen Gründen wie Nr. 1 wieder verworfen)

3. Steinpilz-Cracker (da bin ich noch am überlegen, ob es ihnen nicht wie Nr. 1 ergeht)

4. Brombeer-Ingwer-Essig - das hört sich gut an, ist gesund und die Zutaten habe ich auch schon

5. Orangen-Kaffee-Likör (dieses Rezept hatte eine wildfremde Frau meiner Mutter am Sonntag auf dem Michelstädter Weihnachtsmarkt anvertraut)

6. Bratapfel-Marmelade (die habe ich dieses Jahr schon einmal gemacht und war innerhalb von 2 Tagen komplett weg)

7. Tomaten-Marmelade (weil ich die schon den ganzen Sommer mal ausprobieren wollte und ich jetzt ganz günstig an Cocktail-Tomaten gekommen bin)

8. Chutney provencal (weil Romy und Philippe davon so begeistert waren, dass ich es neu auflegen muss)

9. Mango-Chutney (weil mir meine Muter so viele Mangos von Teneriffa mitgebracht hat und die weg müssen - aber auch, weil das Zeug so lecker schmeckt)

10. Aprikosen-Senf (das Rezept hört sich einfach nur lecker an und ist dabei auch noch ganz simpel)

Mittwoch, 7. Oktober 2009

wieder ein Restaurant-Tipp für Berlin

Eigentlich wollten wir anlässlich des Geburtags von meiner Schwägerin essen gehen, aber sie meinte, wieso essen gehen, wenn ich doch zwei vorzügliche Köche in der Familie habe... und so haben wir gekocht - anstatt in dieses vietnamesische Restaurant zu gehen (hatten wir aber schon einmal ausprobiert und für sehr gut befunden!!!!)....

Sonntag, 20. September 2009

Zart gesottener Schweinebauch asiatische Art

Zunächst einmal müssen wir eine Lobeshymne auf eine Zeitschrift singen. Wir sind nämlich die totalen Fans der Zeitschrift "Lust auf Genuss", der Nachfolgerin von "Meine Familie und ich - Kreative Küche". Und aus letzterer (genauer gesagt aus der Ausgabe 9/2008 - Chinesisch Kochen) stammt das Grundrezept für dieses Gericht, das wir im Herbst/Winter unheimlich gerne essen. Das Gericht muss zwar 2 1/2 Stunden kochen, aber an einem trüben Sonntag passt das schon.

Wie wir schon festgestellt haben, sind die Portionen, die für 4 Personen angegeben sind, einfach zu klein. Denn 900 g Schweinebauch für 4 Leute als Hauptgericht??? Neee, deswegen hier unsere Variante...

Man benötigt :

1,5 - 2 kg Schweinebauch mit Schwarte
3 EL Öl
2 Bund Lauchzwiebeln
ein großzügiges Stück Ingwer
2 Sternanis
3 Zimtstangen
150 g Zucker
200 ml helle Sojasauce
250 ml Reiswein
50 ml Sweet-Chili-Sauce
1 Knolle jungen Knoblauch
Geflügelbrühe

In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen, das Fleisch hineingeben und 10 Minuten kochen lassen. Herausnehmen und gut trockentupfen. Den Topf auch trocknen.

Das Öl im Topf erhitzen, Fleisch mit der Schwarte nach unten hineinlegen. Bei kleiner Hitze 10 Minuten lang braten, bis die Schwarte braun und knusprig ist. Lauchzwiebeln waschen, putzen und in Stücke schneiden. Ingwer schälen, in Scheiben schneiden. Die komplette Knoblauchknolle in Scheiben schneiden.

Fleisch mit Reiswein und Sojasauce übergießen. Zucker, Lauchzwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Sternanis und Zimt dazugeben. Mit so viel Brühe auffüllen, dass das Fleisch bedeckt ist.

Zum Kochen bringen und 2 bis 2 1/2 Stunden bei kleiner Hitze sieden lassen, bis das Fleisch butterweich ist. Dabei darauf achten, dass es stets mit Flüssigkeit bedeckt ist.

Fleisch aus dem Sud nehmen und in Folie 10 Minuten ruhen lassen. Fett vom Sud abschöpfen und diesen etwas einkochen, bis er lackartig glänzt. Das Fleisch aufschneiden und mit der Sauce servieren.

Wir gießen den Sud vor dem Einkochen immer durch ein Sieb und fügen nochmals in Stücke geschnittene Lauchzwiebeln zu. Zu dem Gericht passt Reis und grünes Gemüse.

Und LECKER ist das... ;-)

Hier haben wir das Rezept übrigens noch einmal gekocht - die reloaded Version sozusagen.

Sonntag, 6. September 2009

Inspirationen zum Kürbis...

... haben wir uns aus der aktuellen "Lust auf Genuss" (Ausgabe 10/2009) geholt.

Dabei herausgekommen ist eine Abwandlung des Titelrezeptes "Schmorkürbis mit Leberkäse und Majoran".

Einen Hokkaido-Kürbis (ca. 1,5 kg) halbieren und die Kerne entfernen. 250g Kartoffeln schälen und in etwa 1cm grosse Würfel schneiden. 250g Kasseler ebenfalls 1cm gross würfeln. Kartoffeln etwa 10 Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren. Blätter von 2 Majoranzweigen abzupfen und fein hacken.
Backofen auf 200°C (Umluft 180°C) vorheizen. Die Kartoffeln, den Majoran und Kasseler mit ca. 450g Brät von rohen Thüringer Rostbratwürsten mischen. Alles mit Salz und Cayennepfeffer würzen und gut vermengen. Die Masse in die Kürbishälften füllen.
0,25 Liter Instantfleischbrühe (ja, dafür reicht das Pulverzeugs!!!) erhitzen. Den Kürbis auf einem Gitter über die Brühe setzen (NICHT IN DIE BRÜHE!!!) und im Ofen ca. 40-45 Minuten schmoren.

Das Originalrezept sieht Leberkäsebrät vor, wir fanden jedoch, dass das Bratwurstbrät feiner gewürzt ist und hier besser passen würde. Auch haben wir auf die Pistazien aus dem Rezept verzichtet (wir hatten gerade keine da...). Die Mengenangaben des Rezeptes haben wir auch verändert (nach oben) und trotzdem das für 4 Personen gedachte Gericht zu zweit gefuttert. Entweder haben die Redakteure nie Hunger oder wir sind einfach verfressen - ich tippe auf ersteres... ;-)

Alles in allem ein leckeres Rezept für Kürbisse, das zu empfehlen ist!

Sonntag, 30. August 2009

Mediterranes Sepia-Ragout

Wenn man noch Mini-Sepien in der Gefriertruhe hat, und ein wenig Phantasie, dann kann folgendes leckeres Gericht entstehen:

500 g tiefgefrorene Mini-Sepien über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.
1 kleine Zwiebel, 1/2 Fenchelknolle, 3 Knoblauchzehen, 1/2 Stange Porree, 1 walnussgrosses Stück Ingwer und 2 Stangen Sellerie in grobe Stücke schneiden und kurz mit ein wenig Olivenöl in einem Topf anschwitzen lassen. Mit 1/2 Wasserglas Pastis ablöschen und mit jeweils einem Glas Wasser und Weisswein auffüllen. Ein Päckchen Kochfisch-Gewürzmischung hinzugeben und aufkochen lassen.
Mini-Sepien und etwas Salz hinzugeben und noch einmal aufkochen lassen. Danach den Herd runterschalten und das Ganze ca. 30 Minuten garziehen lassen.
In der Zwischenzeit die restliche halbe Stange Porree fein schneiden, 5 grosse Tomaten würfeln und 2 Knoblauchzehen fein würfeln. Das Ganze in etwas Olivenöl anschwitzen. 2 Esslöffel Tomatenmark hinzufügen und mitrösten. 2 kleine Schöpfkellen des Sepia-Sudes hinzufügen und leicht köcheln lassen.
Sepien aus dem Sud nehmen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Stücke zum Tomatenragout hinzufügen und mitziehen lassen. Mit Salz, Pfeffer und evtl. einer Prise Zucker abschmecken.

Dazu passen hervorragend kleine Rosmarinkartöffelchen.

Den Sepia-Sud kann man prima einfrieren und zum nächsten Fischgericht wiederverwenden.

Asiatischer Blumenkohl-Salat

Gestern musste ein Blumenkohl verarbeitet werden. Damit er nicht so alleine war, haben wir ihm einen Romanesco als Gesellschaft dazugeholt. Nach kurzer Überlegung haben wir entschieden, dass es dieses Mal in die asiatische Richtung gehen sollte. Das Ergebnis war ein asiatisch angehauchter Salat:

1 Blumenkohl und 1 Romanesco in kleine Röschen teilen. 1 walnussgroßes Stück Ingwer schälen und in Scheiben schneiden. Alles in einem großen Topf Salzwasser zusammen mit 8 Kardamom-Kapseln, einer halben Handvoll getrockneten Curryblättern und 2 Knoblauchzehen bissfest garen.

In der Zwischenzeit 1 Becher Schmand, 50-100 ml Limettensaft, 5 EL Sweet-Chilli-Sauce, 1/2 TL Currypulver, 1/2 TL Curcuma, 1/4 TL Garam Masalla und 1/4 TL "Melange Oriental" (orientalische Gewürzmischung aus einem französischen Supermarkt) verrühren sowie 1 Frühlingszwiebel in Ringe schneiden.

Die Röschen abgiessen und ohne Kardamom, Knoblauch und Curryblätter in eine Schüssel geben. Mit der Schmandmischung übergiessen und die Frühlingszwiebeln zufügen. Alles gut verrühren und ziehen lassen. Eventuell mit Salz abschmecken. Vor dem Servieren mit frisch gehacktem Koriandergrün bestreuen (wer keinen Koriander mag, kann diesen auch durch frische Petersilie ersetzen).

Dazu gab es bei uns einen asiatischen Hackbraten - das Rezept folgt noch....

Für die Weinfreunde noch ein kleiner Hinweis: zu diesem Salat passt hervorragend ein 2007er Niersteiner Pettenthal Riesling Spätlese trocken vom Weingut Jakob Becker & Sohn. Den haben wir gestern selbst erst entdeckt und sind begeistert.

Sonntag, 9. August 2009

Blaubeerküchlein

Bei uns war diese Woche in den Supermärkten eine regelrechte Blaubeer-Schwemme. Und da wir solchen Schwemmen schlecht widerstehen können, haben wir uns mit einem Vorrat eingedeckt und herumexperimentiert. Wie schön, dass Anfang der Woche ein Care-Paket von den Schwiegereltern angekommen ist, in dem sich unter anderem das Kochbuch "Brandenburgische Küche" vom Komet-Verlag befand. Und daraus haben wir dieses köstliche Rezept:

300 g frische Heidelbeeren/Blaubeeren verlesen, gut waschen und von Stielen und Blättern befreien. Die Beeren in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen. Dann in einer Schüssel mit 3 EL Zucker und einer Messerspitze Zimt mischen.

3 Eier trennen. 50 g Butter mit 100 g Zucker verrühren, die Eigelbe zugeben und alles schaumig rühren. 200 g Mehl mit 1/2 Päckchen Backpulver mischen und 1 Prise Salz zufügen. Die Eiweiße steif schlagen. Zuerst das Mehl unter die Zucker-Ei-Mischung rühren, dann die Eiweiße unterheben und alles zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten (mit dem letzten Punkt hatten wir so unsere Probleme, von wegen Eiweiß unterheben... wir haben das Eiweiß mehr untergerührt, da die Ei-Zucker-Mehl-Mischung sehr hart war... vielleicht lag es daran, dass wir die 100 g Zucker vergessen hatten und die ganze Geschichte nur mit 3 EL Zucker süßten). Zuletzt die Heidelbeeren/Blaubeeren darunter mischen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen. Vom Teig esslöffelweise kleine Häufchen abnehemen und auf das Backblech setzen.

Die Küchlein im vorgeheizten Ofen bei 200 °C (Umluft: 180 °C) etwa 20 Minuten backen.

Servier-Tipp: 50 g Butter schmelzen und über die warmen Küchlein träufeln - lecker!!!

Sonntag, 2. August 2009

Bohnensalat

Klingt einfach, ist es auch. Aber die Geheimzutat sind die Stangenbohnen aus Achim's Garten, die (schon geputzt) den Weg zu uns gefunden haben - nochmals herzlichen Dank dafür!!!

Man nehme also ein gutes Pfund grüne Bohnen, putze diese (oder man hat Glück und die sind schon geputzt...) und schneide diese in etwa 2-3 cm lange Stücke.
Parallel schon einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Bohnen und etwas Bohnenkraut ins Salzwasser geben und die Bohnen bissfest kochen.
Anschliessend die Bohnen abgiessen und mit kaltem Wasser abschrecken.

Während die Bohnen kochen, 2-3 Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, 1-2 Zehen Knoblauch "atomisieren" und mit Salz, Pfeffer, Sherry-Essig und einem guten Schuss Öl zum Dressing verrühren.

Die grünen Bohnen, 1 Dose weisse Riesenbohnen (abgegossen und abgesspült) und Dressing miteinander vermengen und ziehen lassen.

Passt ganz gut zu gebratenen Hühnerkeulen...

Guten Appetit!

Nektarinen-Creme

Ja ja, da waren mal wieder Nektarinen reif und keiner wollte sie so essen. Aber verkommen lassen will man das Obst ja auch nicht und für Marmelade war's zu wenig.

Also nimmt man die 6 vollreifen Nektarinen, befreit diese vom Kern, schneidet sie klein und füllt sie in ein hohes Gefäß. Man fügt den Saft einer halben Zitrone hinzu und 1 Esslöffel Vanille-Zucker.
Das Ganze schon einmal mit dem Stabmixer ca. 1 Minute lang pürieren. Anschliessend noch 250 ml Schlagsahne (in unserem Fall war es ein Convenience-Produkt der Marke R*ma) dazu und noch einmal 1 Minute mit dem Stabmixer rein.

Die so entstandene Creme kühl stellen oder einfrieren (dann ist es Sahne-Eis...).

Auf jeden Fall ist es extrem lecker und erfrischend an warmen Tagen wie gestern.

Noch eine Idee:
Die Masse komplett aufschlagen und zum Schoko-Schock (Rezept auch auf diesem Blog) servieren - kann eigentlich nur richtig lecker sein!!!

Dienstag, 30. Juni 2009

Express-Kaffeelikör für Giesela

Zum Geburtstag einer super lieben "Kaffeetante" wollte ich Kaffeelikör verschenken. Leider habe ich mein erstes Kaffeelikör-Rezept (das etwas langwieriger war) versemmelt. Aber in den Untiefen meiner Rezeptbuchsammlung habe ich ein Rezept gefunden und abgewandelt...

100 ml Wasser zusammen mit 100 g Zucker aufkochenlassen bis der Zucker aufgelöst ist. 5 EL Instant-Kaffeepulver unterrühren. Abkühlen lassen. 200 ml Wodka (37 % Vol) zufügen und gut vermengen. Fertig.

Wohl bekomm's!

Mittwoch, 10. Juni 2009

Schafskäsecreme

Nachdem wir am Wochenende die leckere Schafskäsecreme bei meinem Bruder hatten (war gekaufte - aber super lecker) wollten wir unsere Gäste morgen bzw. übermorgen zum Frühstück damit überraschen. Also beim italienischen Feinkostladen vorbeigeschaut und nachgefragt, ob sie so etwas hätten. Ja, hatten sie, aber leider nur in der Geschmacksrichtung Chili - also super scharf. Nee, das ist nichts für mich.

Wieder zu Hause hat uns die ganze Geschichte dann doch keine Ruhe gelassen. Also mal den Kühlschrank durchforstet und etwas gezaubert. Und schon ist unsere Eigenkreation fertig...

... und das braucht man:

250 g Feta-Käse
200 g Frischkäse
2-5 Zehen Knoblauch
1-2 TL Petersilie
1-2 TL Schnittlauch
1 TL Thymian

Den Feta-Käse zerkrümeln und mit dem Frischkäse, den Kräutern und durchgepresstem Knoblauch gründlich vermengen. Etwas ziehen lassen und schon ist die Creme fertig.

Und hier noch eine rote Variante:

Die Hälfte von der fertigen Creme in ein neues Gefäß geben. 6-10 getrocknete Tomaten (in Öl) etwas abtropfen lassen, dann in feine Würfel schneiden. Zusammen mit einem etwa 10 cm langen Strang Tomatenmark unter die Creme mischen. Und schon wieder ist man fertig.

Uns hat unsere Schafskäsecreme so gut geschmeckt, dass wir innerhalb kürzester Zeit alles aufgegessen hatten. Sorry Petra, nun gibt es für Euch doch nichts davon...

Sonntag, 31. Mai 2009

Schokolade intravenös

Wir lieben dunkle Schokolade in jeglicher Form. Eine unserer beliebtesten ist ein Schokoladenkuchen. Nicht umsonst heisst dieser

Schoko-Schock

Dazu werden 200 g Butter und 200 g dunkle Schokolade (mind. 70 %) im Wasserbad geschmolzen. 5 Eier trennen, die Eiweiße zusammen mit 1 Prise Salz zu Schnee schlagen. Wenn dieser fest ist, 200 g Zucker einrieseln lassen und mindestens 2 Minuten weiter schlagen. Die Eigelbe unter die inzwischen etwas ausgekühlte Butter-Schokoladen-Mischung mengen und 20 g Mehl (kein Tippfehler, es sind wirklich nur 20 g) unterrühren. Anschließend das Eiweiß vorsichtig unter die Masse heben.

Eine Springform mit Backpapier auslegen und die Kuchenmasse einfüllen. Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Umluft: 160 °C) ca. 50 Minuten backen. Danach vollständig auskühlen lassen (es ist ganz normal, dass der Kuchen in der Mitte wieder zusammenfällt).

Mit reichlich Schlagsahne und einem Süßwein genießen - einfach lecker!

Donnerstag, 21. Mai 2009

CousCous-Salat...

... ist eigentlich nichts wirklich aufregendes, wir haben allerdings herausgefunden, wie er RICHTIG lecker werden kann. Vor allem, wenn vom Spargelessen am Vortag noch ein wenig Spargelsud übriggeblieben ist.



Man nehme also für 2 Personen ca. anderthalb Wassergläser mit CousCous und giesse diesen mit 3 Wassergläsern kochenden Spargelsudes auf. Gut umrühren und quellen lassen. Jeweils eine Prise Salz und Zucker hinzugeben, weiterhin eine Handvoll frisch gehackte Kräuter (z.B. Basilikum, Oregano, Thymian, Schnittlauch usw.).

Sobald das CousCous schon den meisten Teil der Flüssigkeit aufgenommen hat, gute 4-5 Esslöffel braune Butter (Nussbutter) hinzufügen.

Jetzt noch eine gewürfelte Salatgurke, 2 in feine Ringe geschnittene Frühlingszwiebeln und eine gute Handvoll halbierte Datteltomaten (oder andere aromatische Tomaten, die nicht so viel Wasser abgeben) unter den Salat mischen und am Besten noch warm verspeisen.



Mal wieder ein Gericht, welches ohne großen Zeitaufwand, mit wenigen Zutaten, in 15-20 Minuten zubereitet werden kann und in die Jahreszeit passt.

Das Aroma vom Spargelsud und die braune Butter sind quasi das i-Tüpfelchen und machen den Salat richtig lecker.

Sonntag, 17. Mai 2009

Käsekuchen ohne Boden

Da wir gerade dabei waren, unsere Obstvorräte zu dezimieren, haben wir noch unseren Lieblings-Käsekuchen ohne Boden mit Obst versetzt. Herausgekommen ist eine Variante mit Mangostückchen.

Grundrezept

500 g Magerquark
250 g Quark (20%)
5 Eier
2-3 EL Grieß
6 EL Zucker
2 EL Vanillezucker
1 Päckchen Puddingpulver Vanille

Alle Zutaten verrühren und ein eine Springform geben. Im vorgeheizten Backofen bei 150 °C (Umluft) 45-55 Minuten backen.

Als Variation klein gewürfeltes Obst (z.B. Mango, Äpfel, Birnen...) vor dem Backen unterheben.

Hawaiian Dream

Diese Woche gab es super günstig Ananas bei uns zu kaufen. Also haben wir zugeschlagen. Und da sich auch noch Orangen und Mangos in unserem Obstkorb befanden, haben wir wieder einmal eine neue Marmelade kreiert, nämlichen den

Hawaiian Dream

2 ganze Ananas - ergiebt 1060 g fein gewürfelte Ananas
4 Orangen - ergibt 340 g Orangenfilets mit Saft
1 Mango - ergibt 320 g Mangowürfel
1 Zitrone - ergibt 66 g Zitronenfilets mit Saft
180 g TK-Himbeeren (die mussten auch noch weg)
7 g frischen Ingwer fein gewürfelt

500 g Gelierzucker 2:1
500 g Rohrzucker
1 Päckchen Gelfix 2:1


Alle Zutaten vermengen und mindestens 2-4 Stunden ziehen lassen. Danach in einem großen Topf aufkochen lassen und 3-4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Nach einer Gelierprobe sofort in Twist-off-Gläser füllen und verschließen.

Sonntag, 19. April 2009

Neues aus der Brühenmanufaktur

Wenn wir mal wieder gemeinsam die unendlichen Weiten unserer nahliegenden Supermärkte durchstreifen, dann kommt meistens was zum Essen heraus.

Diesmal eine asiatisch angehauchte Variation einer klassischen Rinderbrühe:

800 g Rinderbraten (schön durchwachsen, auch auf Sonderangebote achten!)
2 rote Zwiebeln
1/2 Poreestange
2-4 Möhren
4 Zehen Knoblauch
1 Scheibe Sellerie (ca. 1-1,5 cm dick)
1 Stück Ingwer (walnussgross)
1 kleine Chilischote
2 Stängel Zitronengras
6 Kapseln Kardamom
je 1/2 TL Koriandersaat, Fenchelsaat, Bockshornklee
je 6 Wachholderbeeren, Pimentkörner
2 Lorbeerblätter
1 TL bunter Pfeffer
2 TL Meersalz
je 1 Prise Kümmel, Kreuzkümmel

Zuerst die geschälten und halbierten Zwiebeln in einem Topf ohne Zugabe von Fett mit der Schnittfläche nach unten scharf anbraten. Mit 1 1/2 - 2 Litern Wasser ablöschen. Jetzt kommt das Rindfleisch mit hinein. Das geschnittene Suppengemüse hinzufügen. Den Ingwer grob hacken und auch mit dazu. Das gleiche gilt für den Knoblauch.
Die Chilischote etwas einstechen und ab in den Topf. Die Enden der Zitronengrasstängel plattdengeln, dann kann das Gras mit baden gehen. Den Lorbeer nicht vergessen, der muss auch mit rein.

Die restlichen Gewürze zunächst einmal in einen Mörser geben und gut zerkleinern. Für die Vorfreude schon mal schnuppern - das kann nur lecker werden.
Wenn die Gewürze zerstossen sind, dann folgen sie dem Rest der Zutaten: Ab in den Topf!

Das Ganze aufkochen und dann solange köcheln lassen, bis das Fleisch gar ist - bei uns waren das jetzt knappe 1 1/2 Stunden. Kommt natürlich auch ein bisschen auf das Fleisch an.

Zwischendurch ab und zu mal vorsichtig probieren. Wenn es zu scharf wird, dann einfach die Chili rausnehmen, deswegen haben wir die ja im Stück gelassen...

Das Ergebnis des ganzen Aufwandes ist eine würzige, leicht asiatisch angehauchte Rinderbrühe, die man hervorragend als Basis von Nudelsuppen nehmen kann (unser Favorit ist Nudelsuppe mit japanischen Buchweizen-Nudeln!!!).
Es lässt sich aber bestimmt noch manch anderes damit zaubern, vielleicht habt Ihr ja noch eine Idee und lasst es uns wissen.

Samstag, 4. April 2009

Frühlingssuppe

Mein Mann hat sich bereit erklärt, heute bei unserem russischen Supermarkt einzukaufen. Eigentlich sollte er nur Pelmeni und eine Zunge mitbringen. Als er die Sachen dann ausgepackt hat, waren zusätzlich noch Wachteleier und Suppenfleisch in der Tüte. Also haben wir uns eine Suppe gekocht. Hier das Rezept dazu.


Frühlingssuppe



Zutaten für die Brühe:

1-1,5 kg Rindfleisch (Suppenfleisch)
1 Bund Suppengrün
1 walnussgroßes Stück Ingwer
2 Lorbeerblätter
4 Pimentkörner
4 Wacholderbeeren
1 EL Pfefferkörner
1 Chilischote
4 Knoblauchzehen
2 Zwiebeln
1/2 TL getr. Liebstöckelpulver
Salz

Zutaten für die Suppe:

250 g Buchstabennudeln
1 Kohlrabiknolle mit Grün
2 Karotten
1 TL Butterschmalz
4 Frühlingszwiebeln
10 Blätter Bärlauch
ein paar Basilikumblätter
Salz, Pfeffer und Muskatnuss
Parmesan

Zubereitung :

Alle Zutaten ggf. putzen und schälen. Die Zwiebeln halbieren und in einem großen Topf ohne Zugabe von Fett auf der Schnittfläche anrösten. Mit reichlich Wasser ablöschen und aufkochen lassen. Die restlichen Zutaten in das kochende Wasser geben und bei mittlerer Hitze ca. 1-1 1/2 Sunden köcheln lassen, bis das Fleisch gar ist. Brühe durch ein Sieb abseihen und das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden.

Die Buchstabennudeln in reichlich Salzwasser nach Packungsangaben kochen.

Die Karotten und Kohlrabi schälen und würfeln. In heißem Butterschmalz andünsten, mit Brühe ablöschen und bissfest garen. Die Frühlingszwiebeln in ca. 1-2 cm lange Stücke schneiden und 5 Minuten mitkochen lassen. Die Nudeln und die Fleischstücke in der Suppe kurz erwärmen. Die Kohlrabiblätter, das Basilikum und den Bärlauch in Streifen schneiden und kurz vor dem Servieren in die Suppe geben. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

In Teller füllen und frischen Parmesan darüber hobeln.


Schmeckt auch gut mit einer Hühnerbrühe.

Freitag, 27. März 2009

Restaurant-Tipp Berlin

Gestern haben wir mit meiner Schwägerin, die wir kurzfristig in Berlin besucht haben, ein für uns neues Restaurant besucht: The Bird

Wer auf gutes Rindfleisch, selbstgemachte Burger (nix tiefgefrorene Hacksteaks etc.) und handgeschnitzte Pommes steht, dem kann ich das "Bird" wirklich wärmstens empfehlen. Man sollte allerdings einiges an Hunger mitbringen (die Portionen sind nicht gerade klein) und ein bisschen Zeit, da die Küche alles frisch zubereitet.

Der Laden ist meist brechend voll, also besser reservieren oder um 18:00 Uhr direkt da sein oder an der Bar schon mal einen Aperitiv nehmen, so lange man auf seinen Tisch wartet.

Wir hatten jedenfalls einen schönen Abend und sind pappsatt nach Hause gerollt...

Montag, 9. März 2009

Für Alle, denen wir...

(Übertrag vom 01. März 2009)

...Lust auf mehr gemacht habe. Heute gibt es

Rinderzunge in Rotwein

Zutaten:

1 Rinderzunge (frisch, ca. 1,5 kg)
3 Karotten, gewürfelt
1/3 Sellerieknolle, gewürfelt
2 Zwiebeln, gewürfelt
4 Knoblauchzehen (angedrückt)
2 Lorbeerblätter
5 Pimentkörner
5 Wacholderbeeren
1 Tl schwarze Pfefferkörner
700 ml Rotwein
1 El Butterschmalz
2 El Tomatenmark
3 El Preiselbeeren (Glas)
1 El Zucker
1 Lauchstange (grobe Stücke)
400 ml Rinderbrühe oder Fond
2 Tl Speisestärke
Butter
3 cm frischen Ingwer in Scheiben

Zubereitung:

1. Rinderzunge kalt abwaschen und in eine Schüssel legen. Karotten, Sellerie, Zwiebeln, Knoblauch, Lorbeerblätter, Ingwer, Piment, Pfeffer und Wacholderbeeren zufügen. Mit dem Rotwein übergießen und mindestens 12 Stunden zugedeckt im Kühlschrank ziehen lassen.

2. Zunge aus der Marinade nehmen. Das Gemüse abtropfen lassen, den Rotwein dabei auffangen.
Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen, das abgetropfte Gemüse darin gut anbraten. Das Tomatenmark zufügen und mit anrösten.
Mit dem Rotwein und der Rinderbrühe ablöschen. Preiselbeeren, Zucker und Lauch zufügen, alles aufkochen lassen.
Die Zunge einlegen, salzen und mindestens 2 Stunden bei mittlerer Hitze zugedeckt kochen lassen, bis die Zunge gar ist.

3. Zunge aus der Brühe nehmen, Haut abziehen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Sauce durch ein Sieb passieren, mit der Speisestärke andicken. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Butter in einer Pfanne erhitzen, die Zungenscheiben darin von beiden Seiten anbraten.

4. Zusammen mit der Sauce und z.B. Kartoffel-Kürbis-Püree servieren.

Wie schnell man von der Toskana nach Thailand kommt...

(Übertrag vom 28. Februar 2009)

...oder: ein ganz normaler Dialog am Samstag Vormittag um 11 in Deutschland...

er: Schatz, was gibt es denn heute zum Essen?
sie: Weiss nicht. Auf was hättest Du denn Lust, Liebling?
er: Hmmm, lass mich mal überlegen... (Denkpause)...da war doch vor kurzem in dieser Zeitschrift dieses toskanische Nudelgericht. Mit dem Sugo. Wo ist denn das Rezeptheft? (er geht die Zeitschrift holen) ...guck, genau das meine ich (er zeigt auf ein bestimmtes Rezept)
sie: Nööö, das ist mir eigentlich zu aufwändig. Fällt Dir nichts anderes ein?
er: Wir müssen die Pasta ja nicht selbst machen.
sie: Was ist denn noch an Nudeln da? (gehen zusammen in die Küche)
er: Diese breiten Nudeln (hält eine angebrochene Tüte grüner Nudeln in die Höhe), Mini-Farfalle, Vollkorn-Spaghetti, noch mehr Vollkorn-Nudeln, diese griechischen Reisnudeln, Glasnudeln und Soba-Nudeln.
sie: Wie wäre es mit Nudelsuppe?
er: Ich weiss nicht...
sie: Und wenn wir sie in die asiatische Richtung machen würden? Mit den Soba-Nudeln und so? (Anmerkung: es gibt für die beiden nichts schöneres als extotische Gewürzmischungen und Co. zu kreieren)
er: Hmmm, da könnte man was machen. Ist noch Ingwer da?
sie (öffnet den Kühlschrank und hält ein Stück Ingwer in seine Richtung): Reicht das?
er: Ja. Aber wir bräuchten dann auch noch Koriandergrün, Zitronengras, Thai-Basilikum und sonst noch ein paar Sachen.
sie: Koriandergrün und Zitronengras haben wir noch getrocknet.
er: Neee, das muss dann schon frisch sein (er ist inzwischen von der Idee ganz begeistert und sie sucht die Zeitschrift mit den thailändischen Gerichten drin, die vor zwei Monaten im Briefkasten war)
er (hat inzwischen die Zeitschrift durchgeblättert und sich entschieden): Schreib mal auf den Einkaufszettel: Zitronengras, Koriander, Thai-Basilikum, Tamarindenpaste, Thai-Ingwer und Limettenblätter. Frühlingsziebeln brauchen wir auch noch...
sie: Und wo bekommen wir das? Den türkischen Lebensmittelladen gibt es ja nicht mehr. Ich kenne nur den Asia-Laden in der Stadtmitte von Langen (Anmerkung: es sind ja nur ca. 25 km bis da hin)
er: In Dietzenbach (Anmerkung: ca 12 km) gibt es bestimmt einen... ich geh' mal Dr. Google fragen (welch ein Glück, dass der Rechner so gut wie immer on ist)... also, da gibt es einen.... aber da stehen keine Öffnungszeiten dabei. Der in Langen hat aber bis zwei offen.
sie: Gut, dann lass uns doch hinfahren!

Inzwischen ist es dann zwölf Uhr, die beiden ziehen sich an, schnappen sich Hund und Einkaufskorb. Im Flur sieht sie noch ein Päckchen für eine Elfe, das noch zur Post soll.

sie: Wir müssen aber noch schnell auf der Post vorbei. Ist schon frankiert, muss ich nur eben abgeben. Und dann kann ich auch gleich noch Lotto spielen. Ähhh, hast Du noch Bargeld, sonst muss ich vorher noch auf die Bank...
er: Ja hab' ich, nun lass uns aber endlich fahren, sonst hat der Laden zu, bis wir ankommen.

Zusammen fahren sie nach Langen, nachdem sie bei der Post alles erledigt hat. In Langen angekommen...

sie: Ich bin doch schon mal an dem Laden vorbeigekommen... ich sehe ihn aber nicht... welche Hausnummer soll das sein?
er: 75
sie: Und wo sind wir jetzt?
er: 73
sie: Dann muss es ja ganz in der Nähe sein. Ich geh' mal schauen...

Sie steigt aus und läuft ein paar Schritte.... und kommt zum Auto zurück

sie: Ich hab' den Laden gefunden... zumindest wo er mal war. Aber das Geschäft gibt es nicht mehr... alles leer dort. Und nun? Hast du dir die Adresse von dem Laden in Dietzenbach aufgeschrieben?
er: Ja, ich geb's schon ins Navi ein. Aber ich weiss ja nicht, wie lange der Laden offen hat. Vermutlich machen die um eins zu (das ist der Zeitpunkt, an dem sie verflucht, dass sie auf dem Land wohnen)
sie: Aber versuchen können wir es ja...?!
er: Auf jeden Fall.

Und siehe da, diesen Laden gibt es wirklich und er hat von Monatg bis Samsatg durchgehend von Neun bis Neunzehn Uhr geöffnet!

er: Guck mal, was die hier alles haben. Brauchen wir auch Thai-Spargel?
sie: Nööö, muss nicht sein. Aber schau dir mal diese Mini-Paksoi an. Nehmen wir davon was mit?
er: Pack ein (so landet der Paksoi neben Chilis, Thai-Basilikum, Koriander, Zitronengras, noch mehr Ingwer und diversen anderen "Kleinigkeiten" im Einkaufskorb)

Auf dem Rückweg...

sie: Wir kommen doch beim Türken vorbei? (also der in Dietzenbach, den gibt es noch!) Können wir da nicht kurz anhalten. Dann kann ich doch gleich die Frühlingszwiebeln holen. Die sind da doch immer besonders schön.
er: Ja, machen wir.

Sie geht in den Laden und kommt nach 10 Minuten mit einer großen Einkaufstüte bedaden zurück...

sie (hält ihm etwas grünes, frühlingszwiebelähnliches unter die Nase): Weisst Du, was das ist?
er: Ähh, Frühlinszwiebeln?
sie: Nein, das ist junger Knoblauch. Könnte doch auch passen, oder?

Nach dem Besuch eines weiteren Supermarktes kommen die beiden wieder zu Hause an und machen sich ans Kochen. Hier das Rezept

Ostasiatische Nudelsuppe
für 2 Personen (es werden auch locker 4-5 Personen davon satt)

Man setze einen großen Topf Wasser (ca. 3 Liter) auf und bringe es zum Kochen. Inzwischen 1 riesengroße Möhre, 1/4 Sellerieknolle, 1 Zwiebel, 4 Knoblauchzehen und ca. 5 cm frischen Ingwer putzen, schälen und mehr oder weniger groß würfeln. Das dünkelgrüne einer Lauchstange putzen, waschen und in grobe Stücke schneiden. Zusammen mit einer Chilischote ins kochende Wasser geben. 6 Hähnchenschlegel zufügen. 1 Zitronengrasstängel mit einer Tasse (o.ä.) platt klopfen und auch ins Wasser werfen. Die ganze Geschichte mit einem großzügigen Schuß Sojasauce, 2 EL Tamarindenpaste, 6-10 Curryblättern und Salz würzen. Alles ca. 1 Stunde vor sich hinköcheln lassen. Kurz vor Ende der Kochzeit die Stängel von Korinder und Thai-Basilikum zufügen (die Blätter davon für die weitere Verwendung zur Seite legen).

In der Zwischenzeit 2 normale Möhren schälen und in feine Streifen schneiden. 2 Lauchzwiebeln in grobe Stücke sowie 8 frische Champignons in Scheiben scheiden. Das weisse und hellgrüne einer Lauchstange sowie 1 Stange jungen Knoblauch in feine Streifen schneiden. 2 cm Thai-Ingwer (Galgant) fein würfeln.

Nun die Hähnchenschlegel aus der Brühe fischen und etwas abkühlen lassen. Die Brühe durch ein Sieb gießen. Während man das Fleisch von den Knochen löst (vorsicht, heiß!), 250 g Soba-Nudeln nach Packungsangaben ca. 4 Minuten kochen und abgießen.

In einem Topf ca. 1 Liter von der Hähnchenbrühe erneut aufkochen, die Möhrenstreifen sowie den Thai-Ingwer hineinwerfen und ca. 1 Minute kochen lassen. Danach den jungen Knoblauch, den Lauch, die Frühlingszwiebeln und die Pilzscheiben zufügen. Nicht mehr kochen lassen. Mit etwa 2 EL süßer Pflaumensauce (auch im Asia-Laden erhältlich) und einem großzügigen TL Tamarindenpaste würzen. Die Soba-Nudeln und das Hähnchenfleisch in der Suppe erwärmen. Kurz vor dem Servieren ein paar Thai-Basilikum-Blätter in feine Streifen schneiden und in die Suppe geben.

Die Suppe heiß in Schälchen füllen, mit Koriandergrün garnieren und mit Stäbchen servieren.


Und so sieht sie aus, unsere Suppe:



Zubereitungszeit (inklusive halber Weltreise, Einkaufstour und allem): 4,5 Stunden
Kalorien: nicht bekannt
Spaßfaktor: sehr groß


Und dann noch der letzte Dialog...

er: Schatz, das haben wir wirklich lecker gekocht. Aber die Toskana-Nudeln will ich trotzdem einmal essen...
sie: Dann schreib es dir auf deinen Wunschzettel, Liebling. Dann gibt es das auch einmal... irgendwann am Samstag um 11 Uhr in Deutschland.

Holunderblütenpunsch

(Übertrag vom 21. Dezember 2008)

Nachdem ich ja jedes Jahr fleissig Holunderblütensirup produziere, habe ich nun endlich ein (weiteres) Rezept zu seiner Verwendung gefunden.

Holunderblütenpunsch (für 5 Gläser à 200 ml)

20 g frischen Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden. 850 ml Wasser mit 150 ml Holunderblütensirup in einen Topf gießen. Ingwer zugeben, den Punsch aufkochen und 5 Minuten bei milder Hitze ziehen lassen. Inzwischen den Saft von 1 Limette auspressen und in den Punsch geben. 1 Bio-Limette waschen und in Spalten schneiden. 5 Stiele Minze und die Limettenspalten auf 5 Gläser verteilen, mit dem heißen Punsch aufgießen und sofort servieren.

Variationen: Das Wasser ganz oder teilweise durch Weißwein ersetzen. Die Limetten können auch durch Zitronen ersetzt werden.

Quelle: essen&trinken Für jeden Tag 01/2009

Holunderblütensirup

(Übertrag vom 04. Juni 2008)

Da bei uns zur Zeit der Holunder in voller Blüte steht und seinen Duft verstömt, dachte ich mir, dass ich mal mein Lieblingsrezept veröffentliche (wegen dem enthaltenen Alkohol leider nicht für Kinder geeignet)

20-25 Holunderblüten durch stehendes Wasser ziehen und trockenschütteln. 3 unbehandelte Orangen und 2-3 unbehandelte Zitronen abwaschen, trockenreiben und in Scheiben schneiden. Blüten und die Zitrusscheiben in ein großes Gefäß schichten. Mit je 750 ml Weißwein und Wasser übergießen. 1 EL Zironensäurepulver zufügen. 4-5 Tage zugedeckt im Kühlschrank ziehen lassen. Dabei ab und zu umrühren. Danach durch ein feines Sieb in einen großen Topf gießen. 1,5 kg Zucker zufügen und 10 Minuten lang zu einem leichten Sirup einkochen lassen. Noch heiß in gut gespülte Flaschen mit Schraubverschluß abfüllen. Der Sirup hält sich dunkel und kühl gelagert mindestens 6 Monate.

Warum?

Warum ich (nein, wir) diesen Blog eingerichtet haben? Weil wir der Meinung waren, dass die von uns kreierten Rezepte

a) es wert sind, veröffentlicht zu werden
und
b) irgendwie doch nicht wirklich auf meinem Bastelblog gehören.

Und genau deswegen habe(n) ich/wir jetzt noch einen Blog.

Viel Spaß beim stöbern, schauen und nachkochen.

Sonntag, 1. Februar 2009

Restaurant-Tipp Frankfurt/Main

Falls mal jemand von Euch ein etwas ausgefallenes Restaurant in Frankfurt sucht: ich kann Im Herzen Afrikas nur wärmstens empfehlen. Klasse Atmosphäre, ausgefallenes Essen (mit den Fingern!) und ausgezeichnete Weine. Und zum Schluss noch lecker Cocktails... Luxus wird man dort allerdings vergeblich suchen.