Freitag, 17. März 2017

Wir retten was zu retten ist hat Geburtstag

Wo ist die Zeit geblieben? Man glaubt es kaum, aber inzwischen sind drei Jahre vergangen, seit die Rettungstruppe von Sina und Susi ins Leben gerufen wurde - seither wurden sage und schreibe 25 Rettungsaktionen durchgeführt! Hier kann man übrigens nachverfolgen, was schon alles gerettet wurde.


Ziel der stetig wachsenden Gemeinschaft internationaler Foodblogger ist, sich regelmäßig der "Rettung" von Lebensmitteln zu widmen, welche immer mehr zum Fertigprodukt verkommen. Viele Gerichte kann man nämlich ganz ohne Tütchen und Co. selbst kochen oder backen. 

Zum Geburtstag haben sich unsere Organisatorinnen natürlich wieder ein schönes Thema ausgesucht - alles rund um den Brunch. Ich bin mir sicher, dass sich dabei bestimmt das eine oder andere Rezept finden wird, das sich für den traditionellen Oster-Brunch in ein paar Wochen finden wird. 

Gefüllte Eier
für 20 halbe Eier

10 Eier
200 g Schmand (alternativ Frischkäse)
1-2 TL Senf
1 Beet Kresse und/oder 1/2 Bund Petersilie, fein geschnitten 
Salz und Pfeffer
etwas Paprikapulver zum Bestäuben

Eier hart kochen, abkühlen lassen, schälen und halbieren. Die Eigelbe herausnehmen und ein eine Schüssel geben. Zusammen mit Schmand/Frischkäse, Senf, Kresse und/oder Petersilie sowie Suppengrundstock gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Masse in einen Spritzbeutel geben und die Eihälften damit füllen. Auf einem Teller schön anrichten und mit Paprikapulver bestreuen. 

Bei mir ist etwas von der Masse übrig geblieben - diese lässt sich auch wunderbar als Brotaufstrich verwenden.





Aber was wäre ein Brunch ohne Brot oder Brötchen, dachte ich mir. Deswegen habe ich gleich noch ein zweites Rezept für Euch - es ist zwar ein bisschen aufwändig, aber ich verspreche Euch, dass die Baguettes einfach wunderbar sind: 


Kartoffel-Baguettes
für 4 kleine Brote

600 g Kartoffeln, mehligkochend
500 g Dinkelmehl, Type 630 plus etwas zum Arbeiten
5 g frische Hefe
Salz
ggf. helle und schwarze Sesamsaat

Am Vortag die Kartoffeln in Salzwasser ca. 25 Minuten kochen und abkühlen lassen. Ebenfalls am Vortag in einer kleinen Schüssel den Vorteig herstellen. Dazu 100 g Mehl mit 100 ml kaltem Wasser und 1 g Hefe gut vermengen. Schüssel abdecken, 1 Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen, dann für 12 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag die Kartoffeln pellen und in den Thermomix geben. Kurz auf Stufe 7 zu einem Mus verarbeiten. Dann den gegangenen Vorteig, restliches Mehl und Hefe, 13 g Salz und 50 ml lauwarmes Wasser zufügen. Auf Teigstufe 4 Minuten kneten lassen, nach 2 Minuten weitere 50 ml warmes Wasser zugeben. Teig in eine große Schüssel umfüllen - Achtung: der Teig klebt jetzt noch etwas. Schüssel abdecken und den Teig bei Zimmertemperatur 30 Minuten ruhen lassen. Teig falten. Nach weiteren 30 Minuten nochmals falten. Vorgang nach 60 Minuten wiederholen, anschließend weitere 90 Minuten gehen lassen. Der Teig sollte nun blasig sein und sich weich anfühlen.

Den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben, dabei zu einem Rechteck formen. Mit einer Teigkarte vier gleich große längliche Stücke abstechen. Jedes Teigstück nachformen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Mit einem scharfen Messer diagonal ca. 1 cm tief einschneiden und ggf. mit Sesam bestreuen. Teiglinge weitere 15 Minuten gehen lassen. In der zwischenzeit Backofen auf 250 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eine Auflaufform auf den Boden des Ofens stellen und mit vorheizen - die Auflaufform sollte aus Metall bestehen, Formen aus Glas oder Keramik könnten springen! 50 ml Wasser bereitstellen.

Brote auf die mittlere Schiene des Ofens schieben. Wasser in die Auflaufform gießen und Ofen sofort schließen. Baguettes 25-30 Minuten backen, bis sie knusprig und hellbraun sind - eventuell müssen die Brote zwischendurch abgedeckt werden. Die Baguettes sind fertig, wenn sie beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingen.

Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen bzw. noch leicht warm auf den Tisch bringen...



Und hier geht es zu den Beiträgen der MitretterInnen:

1x umrühren bitte aka kochtopf: Joghurt-Brötchen mit Sauerteig
Anna Antonia: Sticky Buns 
Aus meinem Kochtopf: Zimtschnecken mit Apfel
Cuisine Violette: Bananen-Pancakes
Das Mädel vom Land: Überraschung
Fliederbaum: Grüne Tartelettes
giftigeblonde: Nussschneckchen
kebo homing: Germkipferl
Kochen mit Herzchen: Häppchen in Pink
lieberlecker: Brownie Ostereier
Münchner Küche: Obazda
Obers triftt Sahne: Sandwichtorte mit Frischkäse
Pane-Bistecca: Schweizer Weggli
Paprika meets Kardamom: Rosa Rote Bete-Heringssalat
Prostmahlzeit, die Turbohausfrau: Geburtstagsbrunch]
Summsis Hobbyküche: Focaccia zum Brunch


Bild könnte enthalten: Text

An dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön an die Organisatoren dieser Rettungsaktionen:

Danke an Susi, die Turbohausfrau und Sina, die giftige Blonde, die die Idee zu dieser Rettungstruppe hatten

Danke an Christina (Apricotlady) und Jeanette von Cuisine Violette, die unsere Facebook-Seite betreuen

Danke an Ingrid von auchwas, die sich für uns auf Pinterest engagiert

und Danke an alle MitretterInnen!

Sonntag, 5. März 2017

Fischer's Fritz ist wieder unterwegs

Gestern waren wir wieder einmal in Mannheim unterwegs und sind kulinarisch natürlich fündig geworden: der erste Skrei des Jahres (zumindest für uns).

Die Idee zu diesem Gericht ist eine kleine Abwandlung eines Rezepts von Christoph Rüffer.


Skrei mit Balsamico-Schmand-Linsen und Meerrettich
für 4 Personen

2 EL Butter
3 kleine Schalotten, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, ebenfalls klein gewürfelt
100 g Frühstücksspeck (Bacon), in feine Streifen geschnitten
150 g kleine, grüne Linsen (ich: Alblinsen)
100 ml Weißwein (ich: Moriot Muskat vom Weingut Gröhl)
60 g Karotten, gewürfelt
80 g Pastinaken, gewürfelt
30 ml weißer Aceto Balsamico
200 g Schmand
Zucker
Salz und Peffer
800 g Loin vom Skrei (im ursprünglichen Rezept wurde Zander verwendet)
etwas Mehl
1-2 EL Butterschmalz
1/2 Limette
1/2 Bund Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten (ich: Petersilie)
ein kleines Stück frischer Meerrettich, geschält und gerieben

Butter in einem Topf erhitzen. Schalotten, Knoblauch und Bacon darin andünsten. Linsen zufügen und mit dem Weißwein ablöschen. 400 ml Wasser angießen. Zum Kochen bringen und 30 Minuten köcheln lassen. Nach 20 Minuten Karotten, Pastinaken, Aceto Balsamico und Schmand zugeben. Die Flüssigkeit sämig einkochen lassen. Mit Suppengrundstock, etwas Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Warm halten.

Skrei in 4 oder 8 gleich große Stücke teilen (ich bevorzuge kleinere Stücke, denn der Fisch ist sehr "blättrig" und lässt sich so besser wenden. Größere Stücke fallen gerne auseinander). In Mehl wenden. Überschüssiges Mehl abklopfen. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und den Fisch bei nicht zu großer Hitze auf der Hautseite anbraten, bis er knusprig und goldbraun ist. Dann wenden und fertig garen. Mit etwas Limettensaft, Salz und Pfeffer würzen. 

Die warmen Linsen auf Tellern anrichten und den Fisch darauf geben. Mit Schnittlauch (Petersilie) und Meerrettich bestreuen. 



Donnerstag, 8. Dezember 2016

Alle Jahre wieder...

... wird in der Vorweihnachtszeit gebacken. Letztes Jahr hatten wir an dieser Stelle bei der Rettungstruppe Heißgetränke gerettet. Und im Jahr 2014 waren es Plätzchen.

Zur Erinnerung und für alle neuen Leser: eine kleine (inzwischen stetig wachsende) Gruppe von FoodbloggerInnen möchte aufzeigen, dass viele Gerichte ganz ohne Tütchen und Co. auskommen. 

Dieses Jahr retten wir weihnachtliche Kuchen. Ich habe mich für eine Mischung aus Rotweinkuchen und Gewürzkuchen, also kurz Glühweinkuchen entschieden. Aber keine Angst, fertiger Glühwein ist nicht enthalten.




Glühweinkuchen
für 2 kleine Kastenformen

250 g Zucker
1 EL Vanillezucker, vom selbst gemachten
4 Eier
125 g Butter, zimmerwarm - ggf. etwas mehr zum Fetten der Backform
4 EL Kakaopulver
2-3 TL Zimt
1/2 TL Kardamom, gemahlen
1/4 TL Nelke, gemahlen
1/2 TL Muskatnuss, frisch gerieben
250 g Dinkelmehl, Type 630
100 g Dinkelvollkornmehl
1 Pk. Backpulver
150 ml Rotwein

Zucker, Vanillezucker und Eier in einer Schüssel schaumig rühren, dann die Butter unterrühren. Die restlichen Zutaten, mit Ausnahme des Rotweins, miteinander vermischen und dann unter den Teig rühren. Rotwein zufügen.

Teig auf 2 kleine Kastenformen (meine sind jeweils 21 cm lang und aus Silikon - falls keine Silikonformen verwendet werden, bitte das einfetten nicht vergessen!) verteilen.

Im vorgeheizten Ofen bei 175 °C (Umluft) ca. 45-50 Minuten backen.

Kuchen aus der Form nehmen und abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestäuben oder mit Rotwein-Zimt-Glasur (150 g Puderzucker, 1/4 TL Zimt und ca. 3 EL Rotwein verrühren) bestreichen.

Kinderfreundliche Variante: Rotwein durch Orangensaft ersetzen

 

Und hier geht es zu den Rezepten der MitretterInnen:

Obers trifft Sahne - Beschwipster Früchtekuchen 
Prostmahlzeit - Stollen für Ungeduldige
Anna Antonia- Sterntaler-Zupfkuchen 
Summsis Hobbyküche - Gewürzkuchen mit Walnüssen 
Cuisine Violette - Christstollen 
Friederike Fliederbaum - Pfeffriges Honiggewürzbrot
Brotwein - Früchtebrot
Barbaras Spielwiese - Linzertorte 
The Apricot Lady - Panettone 
Vergissmeinnicht - Zimtsternkuchen

Freitag, 2. Dezember 2016

Naschwerk

Seit langem will ich Fudge selbst herstellen. Jetzt habe ich mich endlich getraut, ein Rezept auszuprobieren.


Whisky-Fudge
für ca. 75 Stücke

200 g Sahne
mit so viel Milch auffüllen, dass man insgesamt 500 ml erhält
500 g Zucker
1 EL Vanillezucker, vom selbst gemachten
60 g Butter
3 EL Whisky

Alle Zutaten, bis auf den Whisky, in einen großen Topf geben und aufkochen, dabei gelegentlich rühren. Nun 30-40 Minuten köcheln lassen, dabei wäre eine Temperatur von 115 °C ideal (Zuckerthermometer, ich habe mein Bratenthermometer verwendet, das piepst, wenn die Temperatur erreicht bzw. überschritten wird). Während des Kochvorgangs den Topf ständig im Auge behalten. Ihr könnt davon ausgehen, dass wenn ihr das auch nur eine Sekunde nicht tut, der Inhalt genau dann überkocht! (-> Murphys Gesetz)

Immer wieder prüfen, ob die Masse bereits die richtige Konsistenz hat (dickcremig, wenn man mit den Kochlöffel durch die Masse fährt, dann darf sich die "Straße", die sich bildet, nicht gleich wieder schließen). Dann den Topf vom Herd nehmen und den Whisky unterrühren.

Eine Form (meine war ca. 20x25 cm groß) mit Backpapier auslegen und die Masse hineingießen. Ca. 4 Stunden kalt stellen - bei den momentanen Temperaturen geht das wunderbar im Außenkühlschrank...

Wenn die Masse fest geworden ist aus der Form nehmen, in Rechtecke schneiden und einzeln in Papier einwickeln.

Freitag, 28. Oktober 2016

Fruchtige Fitmacher

Ich gebe es zu, mit dem süßen Teil des Gesundheitstags habe ich es mir einfach gemacht, denn das Rezept ist nur "nachgekocht". Fündig wurde ich im Edeka-Prospekt, das jede Woche im Briefkasten landet. Meistens wird es nur kurz durchgeblättert und wandert dann im Papiermüll. Dieses Mal jedoch haben mich die abgedruckten Rezepte interessiert: die Mango-Dattel-Brownies habe ich noch nicht ausprobiert, aber die Chia-Schoko-Kugeln haben es hierher geschafft.

 

Fruchtige Chia-Schoko-Kugeln
(leider habe ich nicht nachgezählt, wie viele Kugeln es letztendlich waren)

6 Softdatteln, fein gewürfelt
150 g Chia-Samen
100 ml Granatapfelsirup
100 ml Orangensaft, frisch gepresst (ich habe Multivitaminsaft genommen)
1 TL Orangenabrieb
100 g kernige Haferflocken (im Rezept stand etwas Getreideflocken-Mischung)
2 geh. EL Kokosraspel
40 g Zartbitterschokolade mit Orangen, fein gerieben

Chia-Samen mit Sirup, Saft, Orangenschale und Datteln verrühren und mindestens 1 Stunde (oder über Nacht) quellen lassen. Dann die Masse zusammen mit den restlichen Zutaten pürieren (hat bei mir der Thermomix übernommen). Ich habe alles nochmals ca. eine Stunde quellen lassen, bevor ich daraus etwa walnussgroße Kugeln daraus geformt habe.

Laut Rezept sollen die Kugeln im Kühlschrank etwa 2 Wochen haltbar sein (glaube ich nicht, die sind viel schneller weg...)



Noch ein paar Infos zu Chia-Samen 
(Quelle: chia-samen.info)

Chia Samen verfügen über einen hohen Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen, Fettsäuren und Antioxidantien. Sie versorgen den Organismus mit ungesättigten Fettsäuren, insbesondere den wichtigen Omega 3-Fettsäuren. Das ist hervorragend insbesondere für Veganer, die kaum vegane Omega 3-Fettsäuren bekommen. Kurz in Wasser eingeweichte Chia Samen entwickeln eine der Gelatine ähnliche Schleimschicht. Für den Erhalt der Knorpelmasse zwischen den Wirbelkörpern ist diese geleeartige Substanz perfekt. Die Knochenenden in den Gelenken sind mit einer Knorpelschicht überzogen, die die schleimigen Eigenschaften und den hohen Mineralstoffanteil dankbar nutzen können.

Die in den Chia Samen befindlichen pflanzlichen Proteine helfen beim Aufbau der Muskelmasse und sich somit perfekt für Menschen, die gerne Sport treiben. Das kräftigt nicht nur die sichtbaren Muskeln, sondern auch die Herzmuskulatur. Chia Samen entstammen einer Pflanze aus der Gattung der Salbei-Gewächse. Sie haben eine positive basische Wirkung auf den Magen und den Verdauungstrakt. Das entlastet den Organismus und ist gut anzuwenden bei übersäuertem Magen und Sodbrennen. Glutenfreie, basisch wirkende Proteine geben viel Energie.

Chia Samen weisen einen hohen Gehalt an Antioxidantien auf. Ein Feind im Organismus sind die Freien Radikalen. Sie greifen die Zellen unseres Körpers an. Die Antioxidantien schützen die Zelle, und helfen, sich gegen die Freien Radikalen zu wehren.
Dadurch, dass man die Chia Samen gequollen essen kann, hat der Organismus eine gesunde, frische und wachsende Energie. Gequollene Chia Samen versorgen den Organismus mit einer vollen Portion Lebenskraft. Chia Samen haben einen hohen Anteil an Mineralstoffen. Diese sind für den Organismus sehr wichtig. Insbesondere die Knochen, Knorpel, das Bindegewebe und die Zähne haben einen enormen Bedarf an Mineralstoffen. Calcium und Eisen sind es vor allem, die man durch Chia Samen bekommt. Das ist dienlich für die Knochen, die Haut und das Blut. Chia bedeutet in unserer Sprache Stärke. Stärke ist auch wiederum dienlich für das Bindegewebe. Insbesondere wer unter Zahnlockerungen leidet, sollte täglich Chia Samen verzehren.

Chia Samen sind vitaminreich. Um das Immunsystem aufzubauen, braucht der Mensch Vitamine. Vitamin A ist gut für die Augen. Niacin benötigen wir für die Nerven, aber auch für die Leber. Die Vitamine aus den Chia Samen sind an den Prozessen der Neurotransmitter beteiligt. Neurotransmitter geben die Information eines Nerven an den nächsten Nerven weiter. Für einen klaren Geist und klare Informationen kann das wichtig sein. Chia Samen sind also nicht nur für den Körper, sondern auch für die mentale Gesundheit förderlich.

Chia Samen enthalten ca. 38 % Chia-Öl, darunter Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren. Diese wirken positiv auf den menschlichen Körper, insbesondere die Muskeln. Auch zur Vorbeugung und Heilung entzündlicher Prozesse im Körper sind Omega 3 Fettsäuren wichtig. Viele ältere Menschen leiden unter rheumatoider Arthrose. Chia Samen in Verbindung mit einem geregelten Lebenswandel und viel Wasser könnte die Erkrankung positiv beeinflussen. Veganer die Omega 3 und 6 nicht aus Fisch bekommen, könnten durch Chia Samen ihren Bedarf nach Omega Fetten aufbauen.

Chia Samen werden als Superfood eingestuft. Das ist nicht nur ein Verkaufsargument, sondern resultiert aus dem überdurchschnittlich hohen Anteil an Nährstoffen und die damit verbundenen Vorteile für unsere Gesundheit. Auch die quellende Eigenschaft in den Chia Samen ist positiv einzuschätzen. Das gilt zum einen für Menschen, die gerne abnehmen möchten, sie werden schneller satt und essen dadurch weniger. Daneben sind die Quellstoffe aber dem Geschehen im Darm überaus dienlich. Der Darm kann durch eine Kur mit Chia Samen gereinigt werden. Schlackenstoffe werden dadurch leichter aus dem Darm ausgeschieden. Fazit: Chia Samen sind überaus gesund. Sie sind leicht in den Speiseplan zu integrieren.

Die guten ins Töpfchen, die schlechten...

Weiter geht es mit den Rezepten zum Gesundheitstag. Da die Tage ja inzwischen merklich kühler geworden sind, habe ich mich für einen schönen Linseneintopf entschieden. Der wärmt von innen und ist einfach zu kochen.


Roter Linseneintopf mit Karotten und Pastinaken
reicht für mindestens 4 Portionen

2 EL Pflanzenöl (z.B. Rapsöl)
1 Zwiebel, gewürfelt (ich: 2 Schalotten)
500 g rote Linsen
3 Karotten, geschält und gewürfelt
1-2 Pastinaken, geschält und gewürfelt
1 walnussgroßes Stück Ingwer, geschält und fein gewürfelt
1-2 Zehen Knoblauch, ebenfalls fein gewürfelt
1 rote Chilischote, ohne Kerne und fein gewürfelt
1 EL Currypulver
1 EL Garam Masala
1 Dose Kokoscreme
Suppengrundstock (alternativ: Gemüsebrühwürfel)
ca. 1/2 TL Zucker
Salz und Pfeffer
Petersilie und/oder Kresse zum Garnieren
 
Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig andünsten. Linsen, Karotten, Pastinaken, Ingwer, Knoblauch, Chili, Curry, Garam Masala und Kokoscreme dazugeben. 1,2 Liter Wasser zufügen und alles bei mittlerer Hitze unter Rühren ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen weich sind. Sollte der Eintopf zu dick werden, gegebenenfalls noch etwas Wasser zufügen. Erst am Schluss das Gericht mit Suppengrundstock (Gemüsebrühe), Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. 


Gesundheitstag

Lange Zeit war es still auf unserem Blog. Nun ist aber wieder Gesundheitstag in der Firma und da die Cheforganisatorin nicht dabei sein kann, habe ich mich bereit erklärt, ein paar Kleinigkeiten zum Essen vorzubereiten. Und so habe ich wieder einen Grund, etwas zu bloggen, denn die Gerichte kamen gut an und ich wurde mehrfach nach den Rezepten gefragt.

Noch eine Anmerkung bezüglich der Reis-Mischung, die ich verwendet habe: ich experimentiere ja gerne und habe vor kurzem in einem französischen Supermarkt diese Mischung (weißer Langkornreis, roter Vollkornreis und Wildreis) entdeckt, die ich so in Deutschland noch nie gesehen habe. Alternativ kann man entweder nur weißen Langkornreis oder eine Mischung mit Wildreis verwenden.


Quinoa-Reis-Salat mit roten Bohnen und Frühlingszwiebeln
reicht für mindestens 4 Portionen

150 g Quinoa
150 g 3-Reis-Mischung 
1 Dose rote Kidney-Bohnen
1 Bund Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
1-2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
12 EL heller Essig (ich: Mischung aus weißem Balsamico und Zitronenessig)
8 EL Pflanzenöl (ich habe Rapskernöl verwendet)
4 EL Sweet-Chili-Sauce (gibt es im Supermarkt oder Asia-Markt)
Suppengrundstock (optional)
Salz und Pfeffer
ggf. etwas Schwarzkümmel zum Garnieren

In einem großen Topf reichlich Salzwasser erhitzen. Quinoa unter fließendem Wasser gründlich spülen. Zusammen mit dem Reis in das kochende Wasser geben und ca. 15-20 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Dann in ein Sieb schütten und mit reichlich kaltem Wasser abbrausen. Gut abtropfen lassen und in eine Schüssel geben. Bohnen, Frühlingszwiebeln und Knoblauch zufügen. Dressing aus Essig, Öl und Suppengrundstock (wer den nicht hat, einfach weglassen und etwas mehr Salz verwenden) herstellen und alles gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren mindestens eine Stunde ziehen lassen, ggf. nochmals nachwürzen.




Noch ein paar Infos zu Quinoa 
(Quelle: quinoa.info)

Quinoa ist der überaus gesunde Samen der gleichnamigen Pflanze (lat. Chenopodium quinoa), die aus Südamerika stammt und dort seit ca. 6.000 Jahren gängige Getreidearten erfolgreich ersetzt. Unabhängige Studien beweisen, dass Quinoa ein besonders wertvolles Lebensmittel ist, da es essentielle (vom menschlichen Organismus nicht selbst herstellbare) Aminosäuren und Vitamine in hohen Konzentrationen sowie ein großes Spektrum an Mineralstoffen enthält. Nicht ohne Grund wurde Quinoa zur „Pflanze des Jahres 2013“ gekürt.

In unserer modernen Welt finden zunehmend alte, bereits (fast) vergessene Lebensmittel eine Rückkehr in die tägliche Ernährung. Dazu gehören auch altbekannte Getreidesorten, insbesondere Quinoa. Und das nicht ohne Grund! Erst langsam kristallisiert sich wieder heraus, welch bedeutende Vorteile diese „Urgetreidesorten“ gegenüber den modernen, überzüchteten Nahrungspflanzen haben. Quinoa beweist dies eindrucksvoll. Hier einige der wichtigsten Vorzüge, die Quinoa gegenüber herkömmlichen Getreidesorten und den Produkten, die wir daraus machen, aufweist:

Obwohl z. B. Reis seit Generationen das Grundnahrungsmittel in unzähligen Ländern der Welt darstellt, läuft ihm Quinoa in Sachen Nährstoffgehalt komplett den Rang ab. So besitzt das Urgetreide beispielsweise den doppelten Gehalt an Eiweiß (Protein) und enthält außerdem viele weitere wertvolle Nährstoffe in bedeutenden Mengen. Beispiele dafür sind Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralstoffe, Antioxidantien und vieles mehr.

Die sogenannte Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) ist eine in unserer Zeit immer weiter um sich greifende Erkrankung. Dabei handelt es sich um eine chronische Entzündung der Darmschleimhaut des Dünndarms, die durch die Aufnahme von Gluten – z. B. in Form von Backwaren – ausgelöst wird. Das Fatale daran: Die Unverträglichkeit ist in ihrer Ursächlichkeit nicht behandelbar, sie bleibt also ein Leben lang bestehen. Und die Folgen können das Leben des Betroffenen sehr negativ beeinflussen, etwa durch Durchfall, Erbrechen und Appetitlosigkeit, aber auch in Form von Depressionen und Diabetes-Erkrankungen. Die einzige Möglichkeit, eine solche Unverträglichkeit zu behandeln, ist die glutenfreie, gesunde Ernährung. Dazu kann Quinoa einen wichtigen Anteil beitragen, denn das Urgetreide ist komplett glutenfrei.

Ein großes Problem in der Ernährung ist heutzutage das Ungleichgewicht von Säuren und Basen. Das bedeutet konkret: Unsere Ernährung ist viel zu sauer, somit zu wenig basisch. Dabei bedeutet „sauer“ nicht zwangsläufig, dass wir (auf den ersten Blick) saure Nahrungsmittel zu uns nehmen. Als sauer gelten z. B. die meisten Fleischsorten, viele Fette, Kaffee und sogar Zucker. Es handelt sich hierbei also um Lebensmittel, die unseren Körper übersäuern, wenn sie regelmäßig zugeführt werden. Die Auswirkungen sind drastisch: Durch die Übersäuerung des Körpers kann es zu Nieren- und Harnwegserkrankungen, Diabetes, Herz-Kreislaufstörungen und sogar Krebs kommen. Auch eine dauerhaft verminderte Leistungsfähigkeit kann durch die Übersäuerung hervorgerufen werden. Kurzum: Die gesamte Gesundheit leidet.
Die gute Nachricht: Quinoa ist komplett basisch und trägt somit zur ausgewogenen und gesunden Ernährung bei. Durch diese basische Wirkung gleicht es andere, sauer wirkende Nahrungsmittel aus und sorgt dafür, dass der Körper ein optimales Säuren-Basen-Gleichgewicht aufweist.

Kurzzeitige Crashdiäten sind in fast allen Fällen zum Scheitern verurteilt. Oft verliert der Körper dabei nur Wasser oder schaltet schon nach kurzer Zeit auf eine Art „Notprogramm“, bei dem er den Verbrauch von Energie stark einschränkt, um die niedrigere Nahrungszufuhr auszugleichen. Isst der Betroffene dann wieder normal, sind die Pfunde umso schneller wieder drauf – und höchstwahrscheinlich noch ein paar neue dazu.
Die beste Lösung zum Abnehmen stellt eine gesunde und ausgewogene Ernährung dar, und das dauerhaft. Dazu trägt auch Quinoa Samen einen guten Teil bei. Durch die ausgewogene Mischung aus vielen lebenswichtigen Nährstoffen ergibt sich eine optimale Versorgung des gesamten Organismus. Der Mensch wird leistungsfähiger und der Körper baut seine Fettreserven ganz natürlich und nachhaltig ab, weil er merkt, dass er regelmäßig hochwertige Nahrung zugeführt bekommt.

Hohe Cholesterinwerte erhöhen das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen immens. Herzinfarkte, Schlaganfälle und viele andere, teilweise lebensgefährliche Erkrankungen können die Folgen sein. Quinoa enthält eine große Menge Magnesium und diverse basische Ballaststoffe, die sowohl das Blutfett als auch den Blutdruck nachhaltig senken. Dadurch wird auch die Verdauung angeregt und die Produktion von Gallensäure reguliert.

Nicht nur das Blutfett, sondern auch der Blutzucker hat einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit des gesamten Organismus. Dabei spielt die Konzentration des Blutzuckers eine wichtige Rolle insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Diabetes-Erkrankung.
Diabetes gehört inzwischen zu den verbreitetsten Volkskrankheiten in den modernen westlichen Ländern. Zum Problem wird bei Diabetikern stets der starke und unkontrollierte Anstieg des Blutzuckerspiegels nach einer Mahlzeit. Quinoa beugt diesem Anstieg durch seinen sehr niedrigen glykämischen Index vor. Und nicht nur das: Quinoa besitzt besonders komplexe Kohlenhydrate, die vom menschlichen Körper nur sehr langsam verdaut werden und daher den gefürchteten Heißhungerattacken vorbeugen. Und genau diese sind es, die für den plötzlichen Anstieg des Blutzuckerspiegels verantwortlich sind.

Darmpilze entstehen durch ungesunde Ernährung und eine allgemein ungesunde Lebensweise. Sie können Auslöser für schwerwiegende Erkrankungen sein und sind nur schwer zu behandeln. Daher sollten wir dafür sorgen, dass es gar nicht erst so weit kommt – z. B. durch den Einsatz vom glutenfreien Quinoa in unserer Nahrung. Quinoa besitzt einen großen Anteil von verdauungsfördernden Ballaststoffen, die einen wohltuenden Einfluss auf die gesamte Darmtätigkeit ausüben und basisch sind. Hinzu kommt, dass Quinoa eine stark aufquellende Wirkung besitzt. Dadurch vergrößert sich das Stuhlvolumen, der Stuhl übt Druck auf die Darminnenwand aus, wodurch die Tätigkeit der Darmmuskeln angeregt wird.

Reis und Nudeln hat man bisher ein Leben lang gegessen, Quinoa ist ein neuer, frischer Geschmack, der sich leicht einbauen und mit allem kombinieren lässt.

Was viele nicht wissen: Auch Kopfschmerzen bzw. Migräne sind oftmals auf eine Übersäuerung des Körpers zurückzuführen. Hier setzt (der basische) Quinoa an und bringt das Gleichgewicht aus Säuren und Basen im Körper wieder zurück, so dass dem Schmerz die Grundlage entzogen wird. Zudem versorgt Quinoa den gesamten Organismus mit einer Vielzahl wichtiger Vitamine und Mineralien, deren Mangel ebenfalls eine Ursache für Kopfschmerzen und Migräne sein kann. Insbesondere das Mineral Magnesium ist hier zu nennen, welches zur Entspannung der Blutgefäße beiträgt und somit den Schmerz lindern kann. Sowohl die Intensität als auch die Häufigkeit von Migräneanfällen können durch die verstärkte Einnahme von Magnesium in Form von Quinoa zurückgehen.

Sie nehmen Vitamine und Mineralien in Tablettenform zu sich? Dann könnte es sein, dass durch die Aufbereitung und Verarbeitung die sogenannte Bioverfügbarkeit dieser Inhaltsstoffe beträchtlich leidet und somit die Wirkung verpufft. Man bezeichnet damit die Fähigkeit des Körpers, die gelieferten Stoffe in der vorliegenden Form aufzunehmen und zu verwerten. Quinoa Samen dagegen bietet eine sehr gute Bioverfügbarkeit der Inhaltsstoffe, da es zusätzlich Saponine (Bitterstoffe) enthält, die dem Organismus die Aufnahme der Nährstoffe erleichtern.